Berggasthof Jauernick hat investiert

Berggasthof Jauernick hat investiertJauernick-Buschbach. Nach dem schönsten Dorf im Landkreis Görlitz befragt, hört man von den Jauernickern stets nur ein selbstbewusstes kurzes „Wir!“ - und das ist durchaus fundiert, denn in der Tat ist das Engagement der Bürgerinnen und Bürger in dem Markersdorfer Ortsteil besonders ausgeprägt. Das oberhalb des Berzdorfer Sees gelegene Bergdorf, Kreissieger und Preisträger im 8. Sächsischen Landeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden!“ setzt auf sanften Tourismus und ökologisch verträgliche Energien. In dieses Bild passen die jüngsten Investitionen der Familie Andriko und Iris Zimmermann in ihren „Berggasthof Jauernick“, der jetzt ausgesprochen behindertenfreundlich ist und umweltfreundlich aus einem eigenen Blockheizkraftwerk mit elektrischem Strom und Wärme versorgt wird.

Der Berggasthof ist mehr als ein Gasthaus

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Der Gastraum (Bild) im Berggasthof Jauernick wird ergänzt durch die Kolonnaden mit Seeblick, den Saal und den Biergarten. Alle Räume sind jetzt auch für Rollstuhlfahrer geeignet.

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Schon beim Betreten des historischen Gasthofes fällt auf: Hier ist nicht nur rundum renoviert worden, sondern auch an alle gedacht, die nicht mehr so gut zu Fuße sind. „Alle Räume sind jetzt ebenerdig auch für Rollstuhlfahrer gut erreichbar“, erklärt Iris Zimmermann, „und die Tür zum Saal ist extra verbreitert.“

Während sie den ebenfalls frisch renovierten Gastraum zeigt, ist ihr Mann Andriko noch mit kleinen Restarbeiten des Umbaus beschäftigt. „Renoviert ist gut“, lacht er, „immerhin haben wir im Gastraum die gesamte Elektrik ausgetauscht und alles neu geputzt. Aber stimmt, zu sehen ist ja vor allem nur die frische Farbe!“

Viele Ideen in kurzer Bauphase umgesetzt

Das Gaststättenehepaar hatte über Silvester bis in die Faschingszeit den Berggasthof komplett geschlossen, um eine ganze Reihe von Ideen baulich umzusetzen. Zu den völlig erneuerten Toilettenanlagen gehört jetzt auch eine großzügige behindertengerechte Toilette. Im ersten Stock ist eine Fachwerkwand freigelegt und gewährt Einblick in die Bauweise der Vorfahren.

Freundlich und hell erscheinen die Räume, in denen sich moderne Ansprüche mit der Tradition des alteingesessenen Gasthofs verbinden. Den Zimmermanns ist in Jauernick gelungen, was vielerorts scheiterte: Einen traditionellen Dorfgasthof mit Saal nicht nur zu erhalten, sondern auch die Kraft für Investitionen aufzubringen, die zeitgemäße Standards erfüllen.

Blick über den Berzdorfer See bis in die Sudeten

Eine Besonderheit im Berggasthof Jauernick sind die Kolonnaden, die an ihrer Stirnseite einen weiten Blick über den Berzdorfer See bis in die Sudeten, aber auch auf einen Teil des Sommergartens freigeben. „Neben dem See, dem Riesengebirge und dem Isergebirge hat man da auch die Kinder im Auge, wenn sie am Karussell spielen, für Eltern und Großeltern ist das wichtig“, weiß Iris Zimmermann.

Der Berggasthof als Teil eines lebendigen Ortszentrums

Die großzügigen und variabel nutzbaren Räumlichkeiten machen den Berggasthof zu einer beliebten Adresse für Feiern aller Art: Geburtstage, Hochzeiten und Firmenfeiern verteilen sich über das ganze Jahr. „Viele Gäste schätzen die ländliche Freiheit mit der sprichwörtlich guten Landluft und die Möglichkeit zu einem Spaziergang durch unseren schönen Ort“, weiß die Wirtin. Der nahe gelegene Berzdorfer See sei ein Pluspunkt für den Ort: „Zu Fuß oder mit dem Fahrrad sind das Wasserschloss Tauchritz und der Bootssteg in Klein Neundorf gut erreichbar.“ Auch der neue Parkplatz am unteren Ende der Kirschallee, gleich am See, verstehe sich als eine Einladung nach Jauernick.

Mit den Tagungen des Ortschaftsrates, dem Frauenstammtisch und - seit zehn Jahren - dem Männerstammtisch steht der Berggasthof noch heute ganz in der Tradition eines Dorfgasthauses, das - wie anderswo in der Oberlausitz - auch in Jauernick früher „Gerichts-Kretscham“ (ursprünglich das Dorfgasthaus als Sitz der Dorfgerichts) hieß.
Vielleicht weil die Anfahrt durch die sanfte Oberlausitzer Hügellandschaft besonders viel Spaß macht, trifft sich im Berggasthof Jauernick jeden Monat der Bikerstammtisch der Oberlausitzer Motorradfreunde, die aus den Landkreisen Bautzen und Görlitz anreisen.

Von Wild, Landkuchen und anderem mehr

Was wäre ein Gaststättenbesuch ohne ein Blick in die Speisekarte? Hier punktet der Berggasthof Jauernick ganz besonders mit seinem Angebot an Wildgerichten. Im Angebot ist heimisches Wildbret, das von den örtlichen Jägern geliefert wird. „Entsprechend richtet sich unsere Wildkarte danach, ob der Jäger gutes Büchsenlicht hatte“, schmunzelt Andriko Zimmermann. Wer auf der Suche nach Besonderem ist, sollte nach Mufflon aus den nahen Königshainer Bergen fragen.

Zum Renner hat sich im vergangenen Jahr der „Leckere Landkuchen“ entwickelt - die Frage nach dem Rezept erweist sich allerdings als zwecklos: „Betriebsgeheimnis!“ Entsprechend gilt auch beim „Wintereis des Jahres“, einer gelungenen Kombination aus Frischkäse, Feige und Honig: Genießen und schweigen.

Zukunftsinvestition

Eine Sache können die Zimmermanns allerdings nicht verstehen: Ihre langjährige Hausbank hatte die Bauvorbereitungen über Monate hinweg begleitet, kurz vor Baubeginn die Kreditzusage aber plötzlich verweigert. „Wir sind deshalb der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien sehr dankbar, die sich kurzfristig unseres Projektes angenommen und die Finanzierung zugesagt hat“, betont Andriko Zimmermann. Immerhin beträgt das gesamte Bauvolumen der Renovierung und Modernisierung runde hunderttausend Euro.


Kommentar:

Wer sich die Entwicklung des Berggasthofs in Jauernick-Buschbach ansieht, der weiß, dass hier ganz viel Vertrauen im Spiel ist: Das Vertrauen der Eigentümerfamilie als Investoren in die Entwicklung rund um den Berzdorfer See und in Ihre Gäste von nah und fern, das Vertrauen der Jauernicker in „Ihren“ Gasthof und nicht zuletzt das Vertrauen der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien in die Zimmermanns als Unternehmer.

In die Gastronomie zu investieren, ist für alle Beteiligten eine mutige Entscheidung. In unserer schnelllebigen Zeit ist der wirtschaftliche Erfolg der Vergangenheit kein Garant für die Zukunft, im Gegenteil, Erfolg will täglich neu erarbeitet sein.

Dafür wünscht der Görlitzer Anzeiger dem Team vom Berggasthof Jauernick viel Kraft!

Ihr Thomas Beier



Der Berggasthof Jauernick in Fakten:
- Gaststube: 30 Plätze
- Großer Saal für 30 bis 80 (max. 100) Personen
- Kolonnaden mit Seeblick für bis zu 40 Personen
- Biergarten mit 50 Plätzen
- Spielmöglichkeiten für Kinder (Sandkasten, Spielecke, Karussell)

Stammtische:
- Frauenstammtisch: nächster am Freitag, 15. März 2013, 18 Uhr
- Männerstammtisch: an jedem zweiten Mittwoch im Monat, 19 Uhr
- Bikerstammtisch: ganzjährig an jedem dritten Freitag im Monat, 19 Uhr

Öffnungszeiten:
Täglich ab 11 Uhr, dienstags Ruhetag.

Anfragen und Reservierungen:
Tel. 035829 - 6 03 56

Mehr Informationen und Bilder sowie E-Mail-Kontakt:

http://www.berggasthof-jauernick.de

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  • Quelle: TEB | Fotos: BeierMedia.de
  • Erstellt am 24.02.2013 - 10:23Uhr | Zuletzt geändert am 25.01.2020 - 22:02Uhr
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