Absolut mehr, relativ weniger Arbeitslose
Bautzen, 2. Februar 2008. Im Agenturbezirk Bautzen waren im Januar 2008 insgesamt 51.033 Frauen und Männer arbeitslos registriert. Das sind 3.580 Arbeitslose oder 7,5 Prozent mehr als im Vormonat Dezember 2007 jedoch 8.542 Arbeitslose weniger als im Vorjahresmonat Januar 2007. „Obwohl ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Vergleich zum Monat Dezember 2007 zu verzeichnen ist, stellt sich die Entwicklung dennoch positiv dar. Ein Blick auf die Januar-Arbeitslosenzahlen der vergangenen Jahre schafft hier Klarheit. Erhöhte sich die Arbeitslosenzahl im Januar 2006 im Vergleich zum Vormonat um rund 14 Prozent, waren es im vergangenen Jahr rund 9 Prozent und in diesem Jahr nur noch 7,5 Prozent. Die absolute Zahl an Arbeitslosen liegt zudem aktuell um 8.542 Personen unter dem Vorjahreswert und damit auf dem niedrigen Niveau von 1993 “, so Dr. Günter Irmscher, Chef der Agentur für Arbeit Bautzen. „Erfreulich ist auch die Erhöhung der Anzahl versicherungspflichtig Beschäftigter, deren Arbeitsort im Agenturbezirk Bautzen liegt. Am Stichtag 30.06.2007 waren es wieder 1,6 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahresquartal. In den Jahren 2006 und 2005 waren hier jeweils Rückgänge von 0,6 Prozent bzw. 4 Prozent zu verzeichnen gewesen“, so Irmscher weiter.
Die Entwicklung im Agenturbezirk Bautzen
Bei der Arbeitsagentur Bautzen und deren acht Geschäftsstellen meldeten sich 6.768 Personen (darunter 2.075 Frauen) arbeitslos. 5.364 von ihnen waren zuvor erwerbstätig, 454 beendeten eine Ausbildung oder Qualifizierung. Betrachtet man die Zugänge in Arbeitslosigkeit nach Berufsgruppen, so kamen die meisten Arbeitslosen, die zuvor in Erwerbstätigkeit waren, aus dem Maurer- und Betonbauerberuf (443 Personen). Weiterhin gab es Zugänge von 364 Personen aus Verkehrsberufen (Landverkehr). Im Warenverkauf gab es mit 261 Zugängen aus Erwerbstätigkeit in Arbeitslosigkeit mehr als doppelt soviel wie Abgänge aus Arbeitslosigkeit in Erwerbstätigkeit (111).
Den Zugängen an Arbeitslosen stehen bei der Arbeitsagentur Bautzen und deren Geschäftsstellen 3.263 Abmeldungen (darunter 1.507 Frauen) aus der Arbeitslosigkeit gegenüber. Abmeldungen aufgrund Rechtskreiswechsel von der Arbeitsagentur zum Träger der Grundsicherung (SGB II) sind darin nicht enthalten. 1.534 Abgänge wurden in Erwerbstätigkeit gezählt. Zwar lassen sich keine Trends ableiten, da Arbeitsaufnahmen in fast alle Bereiche erfolgten, jedoch gab es im Januar die meisten Abgangsbewegungen in Tätigkeiten des Warenverkaufs (111 Personen), in Büroberufe (94 Personen), in Helfertätigkeiten (80 Personen) sowie in Gesundheitsberufe (79 Personen). Die Reihenfolge war somit unverändert im Vergleich zu Dezember 2007.
Die Agentur für Arbeit Bautzen betreute Ende Dezember 3.210 Arbeitslose mehr (20.213 Personen) als im Dezember 2007, wohingegen alle ostsächsischen SGB II - Träger zusammen 370 Arbeitslose mehr im Vergleich zum Vormonat zu verzeichnen hatten
(30.820 Arbeitslose). Hier wird deutlich, dass sich der saisonbedingte Anstieg der Arbeitslosenzahlen wesentlich stärker im Rechtskreis SGB III auswirkt.
Die Arbeitslosenquote betrug im Januar 17 Prozent, nach 15,8 Prozent im Vormonat Dezember. Im Januar 2007 lag die Arbeitslosenquote noch bei 19,7 Prozent.
Der Arbeitsagentur Bautzen und den ostsächsischen ARGEn wurden im Januar insgesamt 528 Stellen auf dem ersten Arbeitsmarkt gemeldet. Das sind 16 mehr als im Vormonat Dezember 2007. Im Bestand gab es im Januar 1.071 Stellen, auf welche die Arbeitsvermittler/-innen zugreifen konnten. Bei den neu gemeldeten Stellen entfielen 296 Stellen auf Dienstleistungsberufe, 178 Stellen auf Fertigungsberufe, 36 Stellen auf technische Berufe und 18 Stellen auf Tätigkeiten im Bereich Pflanzen- und Tiererzeugung.
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Zwölf Jahre später ist Bautzen als Wirtschaftsstandort prosperierend und für Investoren interessant.
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- Quelle: /red
- Erstellt am 02.02.2008 - 20:03Uhr | Zuletzt geändert am 10.06.2020 - 16:50Uhr
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