Stadtwerke Görlitz wieder unter den TOP 100 der deutschen Innovationsführer

Stadtwerke Görlitz wieder unter den TOP 100 der deutschen InnovationsführerGörlitz, 2. Juli 2019. Zum 26. Mal kürt der Wettbewerb TOP 100 die innovativsten Firmen des deutschen Mittelstands. Zu diesen Innovationsführern zählt erneut die Stadtwerke Görlitz AG (SWG AG) und schafft somit bereits zum zweiten Mal in Folge den Sprung in die Innovationselite. Das ergab die Analyse des wissenschaftlichen Leiters von TOP 100, Prof. Dr. Nikolaus Franke, Gründer und Vorstand des Instituts für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien. Als Mentor von TOP 100 ehrte Ranga Yogeshwar, der Wissenschaftsjournalist, die SWG AG am 28. Juni 2019 in der Frankfurter Jahrhunderthalle. In dem unabhängigen Auswahlverfahren überzeugte die SWG AG besonders in der Kategorie "Außenorientierung/Open Innovation sowie Innovative Prozesse und Organisation".
Abbildung, v.l.n.r.: Sascha Caron, Vertriebsleiter der SWG AG, Ranga Yogeschwar, Wissenschaftsjournalist und Mentor von TOP 100, und Matthias Block, Vorstandsvorsitzender der SWG AG

Rundumversorgung über die Standardleistungen hinaus

Die zum zweiten Mal bei TOP 100 ausgezeichneten Stadtwerke Görlitz gestalten die Energiewende aktiv mit, ob mit der Lieferung von nunmehr ausschließlichem Ökostrom und CO2-neutralem Gas an Privatkunden und Kleingewerbe, mit einem E-Carsharing-Projekt für Unternehmen in der Region oder dem Ausbau der Elektromobilität. Der regionale "Umsorger" ist weit vorn dabei, wenn es heißt, die Anforderungen des Gesetzgebers umzusetzen – und das teils sogar früher, als gefordert.

Mitarbeiter und Kunden denken und gestalten mit

Impulse für neue Geschäftsideen kommen dabei aus der "Zukunftswerkstatt" des regionalen Energie- und Umweltdienstleisters. In die Zukunftswerkstatt bringen drei Beschäftigte die Hälfte ihrer Arbeitszeit ein und treffen sich wöchentlich mit dem Vorstand, um Themen zu priorisieren und schnelle Entscheidungen zu treffen. Dabei ist es das Hauptziel der Zukunftswerkstatt, potenzielle Geschäftsinnovationen anzuschieben und in Zusammenarbeit mit allen Abteilungen des Unternehmens auf Realisierbarkeit und Wirtschaftlichkeit zu bewerten. Parallel dazu tauschen sich die Experten regelmäßig mit den Innovationsteams innerhalb der Veolia-Gruppe aus. "Das bringt mehr Expertise und beschleunigt so unsere Veränderungsprozesse", merkte Vorstand Matthias Block dazu an.

Für die Geschäftsinnovationen liefert auch der Kundenbeirat des Top-Innovators sehr gute Impulse. Er trifft sich einmal im Quartal mit der Zukunftswerkstatt und ausgewählten Gebietsleitern des Unternehmens. Am Ende des kreativen Prozesses stehen beispielsweise Ideen wie ein Netzwerk für ein lokales E-Mobilitäts-Konzept für Carsharing, welches seit dem letzten Jahr erfolgreich mit regionalen Partnern wie der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien oder der Europastadt Görlitz/Zgorzelec umgesetzt wird. Block: "Wir platzieren uns so als Förderer und Experte der E-Mobilität in der Region und verbessern zugleich die Auslastung unserer eigenen E-Flotte." Angereichert wird das Thema Elektromobilität durch den Ausbau der Ladeinfrastruktur. So wird in diesen Tagen die erste öffentliche Schnellladesäule in Görlitz eingeweiht. Ein weiterer wichtiger Schritt des Görlitzer Unternehmens in puncto Förderung der E-Mobilität.

Ausbau der Geschäftsfelder

Doch neben dem aktiven Gestalten der Energiewende freut Block ganz besonders, dass das alleinige Anbieten der Standard-Leistungen längst der Vergangenheit angehört: "Wir sind auf einem guten Weg, müssen jedoch noch mehr unsere Geschäftsfelder erweitern und neben dem Service für schnelles Internet in Verbindung mit IT-Dienstleistungen oder individuellen Energieprojekten unsere Expertise ausbauen und letztendlich den Kunden rundumversorgen." Für diesen Veränderungsprozess ist das Unternehmen bereits gut aufgestellt. Seit mehreren Jahren werden bestehende Strukturen und Prozesse den sich wandelnden Marktbedingungen angepasst.

2020 keine Teilnahme

Im kommenden Jahr wird die SWG AG auf die Teilnahme an dem Wettbewerb verzichten. "Die Jury hat uns die Empfehlung ausgesprochen, nur noch alle zwei Jahre bei TOP 100 teilzunehmen, damit die Wirkung von umgesetzten Maßnahmen und Veränderungen richtig sichtbar ist", erklärte Block und freut sich jetzt erst einmal über die aktuelle Auszeichnung.

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  • Quelle: red | Foto: KD Busch / compamedia
  • Zuletzt geändert am 02.07.2019 - 06:29 Uhr
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