Start für geförderten Breitbandausbau im Landkreis Görlitz

Start für geförderten Breitbandausbau im Landkreis GörlitzLandkreis Görlitz, 14. Juni 2019. Unterstützt von Ministerpräsident Michael Kretschmer gab der Landkreis Görlitz, vertreten durch die Dezernentin Heike Zettwitz, am gestrigen Donnerstag in Reichenbach/O.L. den Startschuss für das Breitbandprojekt in den Clustern 1 – 9 im Rahmen des Breitbandförderprogramms des Bundes, kofinanziert durch den Freistaat Sachsen. Absicht des Landkreises Görlitz ist es, das schnelle Internet in jeder Region und jeder Gemeinde verfügbar zu machen und damit einer Forderung vieler Unternehmer und Bürger nachzukommen.

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Glasfaser bis ans Haus

Glasfaser bis ans Haus

V.l.n.r.: Dr. Frank Brinkmann, Enso, Alexander Vogler, Telekom, Ministerpräsident Michael Kretschmer, Daniel Knohr, AteneKom, Dezernentin Heike Zettwitz und Peter Himmstedt, Netcommunity

Mit "fiber to the building" (FTTB – Glasfaser bis ins Haus) schafft der Landkreis Görlitz in den beteiligten 31 Kommunen gigabitfähige Netze. Im Ergebnis sollen mehr als 6.650 Adresspunkte von der zukunftsfähigen Glasfaser-Infrastruktur profitieren.

Der Aufwand ist beträchtlich: Es müssen rund 800 Kilometer Gräben ausgehoben werden, in die dann ungefähr 4.200 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden. Zusätzlich zu den Hausanschlüssen und Gewerbebetrieben im geförderten Bereich werden auch Schulen und Krankenhäuser einen gigabitfähigen Anschluss bekommen.

Fertig werden soll innerhalb der Projektlaufzeit von 36 Monaten. Koordiniert wird das Breitbandprojekt vom Dezernat 3 unter der Leitung von Dezernentin Heike Zettwitz. Sie sagte: "Die Bürgerinnen und Bürger, sowie die Unternehmen brauchen eine leistungsfähige Infrastruktur. Dazu gehören nicht nur Straßen, sondern auch schnelle Datenautobahnen. Ich freue mich sehr, dass der Landkreis Görlitz gemeinsam mit den Unternehmen Telekom, ENSO und Netcommunity jetzt 31 unterversorgte Kommunen gefördert mit Glasfaser erschließt. Dieser dringend notwendige Ausbau der digitalen Infrastruktur stärkt die Zukunftsfähigkeit der gesamten Region und schafft gute Argumente für weitere Ansiedlungen im Landkreis Görlitz. Damit machen wir das Leben und Arbeiten im Landkreis Görlitz wieder erheblich attraktiver und bringen die wirtschaftliche Entwicklung voran."

Die Leistungsvergabe hatte der Görlitzer Kreistag Ende Januar 2019 beschlossen.

Das sind die Cluster:

    • Cluster 1:
      Bertsdorf-Hörnitz, Hainewalde, Leutersdorf, Mittelherwigsdorf, Olbersdorf, Oybin, Zittau
      Zuständig: Enso

    • Cluster 2:
      Bernstadt, Schönau-Berzdorf, Reichenbach, Vierkirchen
      Zuständig: Enso

    • Cluster 3:
      Löbau, Rosenbach
      Zuständig: Enso

    • Cluster 4:
      Rothenburg, Hähnichen
      Zuständig: Deutsche Telekom

    • Cluster 5:
      Mücka, Quitzdorf am See, Waldhufen, Hohendubrau
      Zuständig: Enso

    • Cluster 6 - Nord:
      Boxberg/O.L., Kreba-Neudorf Nord
      Zuständig: Deutsche Telekom

    • Cluster 6 - Süd:
      Boxberg/O.L., Kreba-Neudorf Süd
      Zuständig: Deutsche Telekom

    • Cluster 7:
      Weißwasser, Weißkeißel, Krauschwitz, Gablenz, Bad Muskau
      Zuständig: Deutsche Telekom

    • Cluster 8:
      Horka, Kodersdorf, Neißeaue, Schöpstal
      Zuständig: Netcommunity

    • Cluster 9:
      Niesky
      Zuständig: Deutsche Telekom

Informationen!
Der Landkreis Görlitz wird nach der Sommerpause gemeinsam mit den beteiligten Telekommunikationsunternehmen Informationsveranstaltungen in den 31 Gemeinden durchführen, um die geplanten Maßnahmen zu erläutern. Die genauen Termine werden noch bekannt gegeben.

Warum nur hier und nicht woanders?
Der Breitbandausbau ist nach der Regelung des Grundgesetzes Aufgabe der privaten Telekommunikationsunternehmen. Nur dort, wo sie aus wirtschaftlichen Gründen selbst nicht ausbauen, darf der Staat unter engen rechtlichen Voraussetzungen den Breitbandausbau mit Fördermitteln unterstützen.

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Kommentare Lesermeinungen (1)
Lesermeinungen geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion, sondern die persönliche Auffassung der Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zu sinnwahrender Kürzung vor.

Markersdorf fehlt wie immer in der Liste

Von Monique Münch am 12.07.2019 - 18:01Uhr
Na super und Markersdorf ist wiedermal nicht mit dabei. Laut Telekom lohnt es sich hier auch nicht.
Wir haben bei uns am Haus nichtmal einen DSL Anschluss anliegen. Aber wir sind ja auch nur elf Anrainer an dieser Straße und davon 90 Prozent ältere Damen und Herren. Was macht es da schon, dass hier nur eine einzige Firma ihren Sitz hat.

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  • Quelle: red | Fotos: © Landratsamt Görlitz
  • Erstellt am 14.06.2019 - 07:30Uhr | Zuletzt geändert am 14.06.2019 - 08:01Uhr
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