Neue Doppelspitze bei der Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH

Neue Doppelspitze bei der Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbHGörlitz, 19. Februar 2019. Gefallen war der Gesellschafterbeschluss – Gesellschafterin ist einzig und allein die Stadt Görlitz – noch im Jahr 2018: Maria Schulz und Benedikt M. Hummel werden Geschäftsführer der Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH. Zum Jahresbeginn 2019 haben sie die neue Herausforderung angetreten. So sehr neu ist die allerdings nicht, wurden die Positionen doch "mit bewährtem Leitungspersonal", wie die Gesellschaft selbst verkündet, besetzt.
Abbildung: Maria Schulz und Benedikt M. Hummel sind die neuen Geschäftsführer der Görlitzer Kulturerservicegesellschaft mbH

Der Alte und die Neuen

Weiß noch jemand, wer den Job vorher gemacht hat? Das war Dr. Michael Wieler, doch der hatte Oberbürgermeister Siegfried Deinege gebeten, ihn von der Geschäftsführeraufgabe zu entbinden. Hintergrund: Er müsse sich zukünftig auf neue und große Projekte im Dezernat II konzentrieren. Zudem betrachtet Dr. Wieler die Gründungsphase der Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH als abgeschlossen.

Die aus Görlitz stammende Maria Schulz hat bislang als Prokuristin den kaufmännischen Bereich der Kulturservicegesellschaft geleitet und ist nach wie vor für die Steuerung der Unternehmensprozesse, das Personalwesen und das Controlling verantwortlich. Benedikt M. Hummel stammt aus Buchen im Odenwald und war bereits seit dem ersten Tag als inhaltlicher Leiter der Gesellschaft mit der Konzeption, Planung und Durchführung sämtlicher Veranstaltungen betraut. "Beide Geschäftsführer gehen die neue Herausforderung mit viel Enthusiasmus, Erfahrung und Expertise an und freuen sich darauf, die Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH auch weiterhin erfolgreich voranzubringen", teil die Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH mit.

Unternehmenszweck der Gesellschaft ist die Förderung von Kunst und Kultur. Zu ihrem Portfolio gehören beispielsweise das Altstadtfest Görlitz, der Schlesische Tippelmarkt zu Görlitz, der Schlesische Christkindelmarkt zu Görlitz, die Eislaufbahn oder die Literaturtage an der Neiße. Künftig sollen Projekte wie die Entwicklung des Kulturforums der Görlitzer Synagoge als Kulturstätte zum Aufgabenfeld hinzu.


Kommentar:

"Kultur als GmbH" titelte einst RP ONLINE und versuchte zu beschreiben, welche Vorteile sich für die Stadt Erkelenz aus der pseudoprivatisierten Kulturabteilung ergeben.

In Erkelenz wurden der Umbau und der Betrieb der Stadthalle (200 Veranstaltungen p.a.) zur neben der städtischen Kulturarbeit zweiten großen Aufgabe der Kulturgesellschaft. Für Görlitz könnte das eine clevere Option sein: Indem die Kulturservicegesellschaft den Betrieb der Stadthalle übernimmt, könnte sie (und nicht die Stadt) die nötigen Kredite aufnehmen und im Falle eines Falles – Wie bedauerlich! – Insolvenz anmelden. Natürlich ist das nur Geunke, die Stadthalle Erkelenz erfreut sich offensichtlich guter Gesundheit. Dennoch sollten sich in Görlitz die neuen Geschäftsführer und – was viele nicht wissen – auch die Gesellschafterin der real existierenden Haftungsfragen bewusst sein.

Überhaupt ist Erkelenz durchaus mit Görlitz vergleichbar: Braunkohleabbau in der Gegend, rund 46.000 Einwohner, allerdings auch 30 Baugebiete und 60 städtische Spielplätze, nicht zuletzt 553 Fachleute im Bürgerservice. Görlitz hingegen punktet mit knapp 4.000 Baudenkmalen, da kommt Erkelenz mit rund 320 nicht so richtig mit.

Man sieht: Da, wo Görlitz aufholen kann, ist in Erkelenz das Limit schon erreicht.

Das sollte den Görlitzern neuen Mut und Schaffenskraft geben,

meint Ihr Thomas Beier

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  • Quelle: red / Kommentar: Thomas Beier | Foto: © Görlitzer Anzeiger
  • Zuletzt geändert am 19.02.2019 - 16:03 Uhr
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