Görlitzer Tourismusverein sucht Unterstützung
Görlitz, 26. Juli 2018. Martin Dulig (SPD), in Sachsen Landtagsmitglied und Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, tourt wieder durch den Freistaat, um sich vor Ort zu informieren, was im Tourismus Sache ist und anliegt. Die Vorsitzende des Görlitzer Tourismusvereins e.V. Katrin Bartsch hat am 23. Juli 2018, als Dulig die Neißestadt und den Berzdorfer See besuchte, die Gelegenheit beim Schopfe gepackt, Görlitzer Interessen an den Mann zu bringen.
Abbildung oben: Görlitz ist bekannt für seine architektonische Vielfalt und seine wiederauferstandene Altstadt. Der örtliche Tourismusverein versucht, den Zustrom von Gästen in die Stadt durch weitere Attraktionen, bequemere Anreise und weniger Bürokratie für die Anbieter weiter zu fördern
Offener Brief an den sächsischen Wirtschaftsminister
Das Gespräch zwischen Bartsch und dem Wirtschaftsminister, bei dem sie einen Brief überreichte, wird vom Tourismusverein als offen charakterisiert. Im Schreiben, dass der Görlitzer Anzeiger im Download (ca. 733KB) bereitstellt, werden aktuelle Tourismusprojekte und Herausforderungen, für die um Unterstützung gebeten wird, vorgestellt. Bartsch im Nachgang: "Herr Dulig zeigte sich offen und interessiert gegenüber unseren Hinweisen. Ich bin optimistisch, dass wir für unsere Branche wichtige Akzente setzen konnten um in einen konstruktiven Austausch zu kommen."
Worum geht es in diesem Brief?
- Einer der wichtigsten Punkte ist die Bitte um Unterstützung bei den Görlitzer Bemühungen zum Erlangen des Welterbe-Status. Für die örtlichen Anbieter der Tourismusbranche verbindet sich damit die Hoffnung, noch stärkere Anziehungskraft, vor allem international, zu erreichen und damit der Branche in Görlitz frischen Wind zu geben.
- Betont wird auch, wie wichtig die Elektrifizierung der Eisenbahntrassen zwischen Cottbus bzw. Dresden und Görlitz sowie die elektrifizierte Anbindung nach Polen ist.
- Ferner wird auf die Bedeutung langfristig geplanter Großveranstaltungen in der Oberlausitz als Reiseanlässe verwiesen. Auch die nötige Entbürokratisierung und die regelmäßigen Zertifizierungskosten für ein bestimmtes Qualitätssiegel, die entfallen sollten, werden angesprochen.
Kommentar:
Nur wer laut und notorisch schreit, bekommt was ab, kennen wir aus der Nachwuchsaufzucht in der Vogelwelt. In der Wirtschaft der Menschenwelt kommt hinzu, dass man klar sagen muss, wozu man etwas braucht: Um Nachteile auszugleichen und – noch wichtiger und dennoch gern vergessen – Spitzen so auszuprägen, dass ein Wettbewerbsvorsprung entsteht, der Kunden (in diesem Fall Tourismusgäste) anzieht.
Genau diesen Lobbyjob haben Katrin Bartsch und ihr Stellvertreter Martin Vits mit ihrem Schreiben an Martin Dulig gemacht. Dass es zur Übergabe ein Klartext-Gespräch gab, kann dem Anliegen nur zuträglich sein, meint Ihr
Thomas Beier
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- Quelle: red | Foto Altstadt: © Görlitzer Anzeiger, Foto Personen: Görlitzer Tourismusverein e.V.
- Erstellt am 26.07.2018 - 06:25Uhr | Zuletzt geändert am 26.07.2018 - 07:13Uhr
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