KUBA gehört nun zum Landkreis Görlitz

KUBA gehört nun zum Landkreis GörlitzGörlitz, 5. Juli 2018. Was eint den Landkreis Görlitz und die Karibikinsel? Es ist die Banane, die, auf Kuba Platano genannt, dem ostsächsischen Kreisgebilde die Form gab. Nur mangelndes Selbstbewusstsein kann die Ursache dafür sein, dass der "Bananenkreis" in höheren Verwaltungssphären zum parola non grada wurde, anstelle daraus eine fröhliche Werbekampagne für die herbeigewünschten Touristen zu machen. Deutlich lockerer mit Kuba geht da der Lausitz Matrix e.V. um: Der engagiert sich erfolgreich dafür, dass es auch künftig Fachleute in der Oberlausitz gibt, um.
Abbildung: Mike Altmann unterstützt mit dem Lausitz Matrix e.V. den regionalen Arbeits- und Ausbildungsmarkt. Unter anderem betreibt der Verein die sehr erfolgreiche Stellenbörse www.jobs-oberlausitz.de. Mit KUBA sollen nun kleinere Betriebe bei der Ausbildung gestärkt werden

Ausbildung in kleineren Betrieben unterstützen

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KUBA sorgt seit Juli 2018 auch im Landkreis Görlitz für Lebensfreude, aber ohne Palmenstrand und Platanos, denn an Früchten und Badestränden herrscht in der Oberlausitz kein Mangel. Den gibt es eher in Bezug auf wirklich attraktiven Lehrstellen und, auch das gehört zur Wahrheit, in Bezug auf für die Unternehmen attraktive Bewerber. Wenn irgendwo ein Mangel besteht, dann werden Vollblutunternehmer hellhörig, denn einen Mangel zu beseitigen, ist nun einmal die beste Geschäftsgrundlage. Mangel gibt es übrigens in allen Bereichen, man muss ihn nur erkennen und wissen, wie man den erfolgversprechenden Ansatz findet, ihn zu beseitigen – und schon kann man loslegen.

Kleine Unternehmen bilden aus

So einen Mangel im Bereich der Berufsausbildung hat auch Mike Altmann mit seinem Team von Lausitz Matrix erkannt und das Projekt KUBA – "Kleine Unternehmen bilden aus" – nicht nur ausgedacht, sondern auch gestartet. Damit unterstützt Lausitz Matrix unter Nutzung des Bundesprogramms JOBSTARTER plus drei Jahre lang Betriebe, die weniger als 50 Mitarbeiter haben, bei der betrieblichen Ausbildung. Die haben nämlich gewöhnlich einen Mangel, die Ausbildungsbürokratie zu beherrschen und ein wirksames Ausbildungsmarketing zu gestalten.

Mike Altmann, KUBA-Projektleiter, hat einige Fragen beantwortet:

Was sind die Ziele von KUBA und wem soll das Projekt helfen?
Wir wollen insgesamt 120 Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern im Landkreis Görlitz bei der Ausbildung helfen. Das werden Betriebe sein, die noch gar nicht ausgebildet haben oder sich seit längerer Zeit aus der Ausbildung zurückgezogen haben. Natürlich sind wir auch für Betriebe da, die seit Jahren tapfer auf dem Ausbildungsmarkt kämpfen, es aber immer schwerer haben, überhaupt noch jemanden zu finden.

Welche Unterstützung bekommen die kleinen Betriebe durch KUBA?
Zu den Leistungen gehören Ausbildungsmarketing, Auswahlverfahren, Begleitung der Ausbildung sowie die Vermittlung von Unterstützungsleistungen und Kooperationspartnern. Das kostet die Betriebe kein Geld, da KUBA durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und durch den Europäischen Sozialfonds finanziert wird.

Nun gibt es ja eine Menge an Projekten und Programmen für Ausbildungsbetriebe. Was ist das besondere an KUBA?
Ohne Marketing bist du heute aufgeschmissen. Wir helfen den kleinen Betrieben dabei, dass sie sichtbar werden und die passenden Azubis finden. Deshalb wollen wir von den Jugendlichen selbst erfahren, was sie anmacht und was sie kalt lässt. Jugendliche Tester nehmen für uns die Kommunikation der Betriebe unter die Lupe. Internetseiten, Facebook und Co. werden ebenso gecheckt wie Stellenanzeigen, Informationsmaterial und Messe-Auftritte. Die Erkenntnisse fließen direkt in die Beratung der Unternehmen ein. Das ist nur ein Beispiel, das zeigen soll, wohin wir mit KUBA gehen: Raus aus der Deckung und ran an die Jugendlichen. Denn Größe ist nicht entscheidend - auf die Beweglichkeit kommt es an. Auch bei der Berufsausbildung.

Wie können Betriebe mitmischen?
KUBA arbeitet ausschließlich im Landkreis Görlitz, deshalb müssen die Betriebe hier ihren Sitz haben. Sie dürfen maximal 49 Mitarbeiter beschäftigen. Und sie sollten Lust haben, ihren Nachwuchs selbst auszubilden und gemeinsam mit Gleichgesinnten nach klugen Lösungen zu suchen. Es wird für KUBA eine eigene Webseite mit allen Infos geben. Wer es nicht so lange aushält und schon jetzt sein Interesse bekunden möchte, kann mir direkt eine Mail senden an altmann@lausitz-matrix.de.

KUBA ist bereits das vierte JOBSTARTER-Projekt von Lausitz Matrix. Welche Ergebnisse brachte das letzte Vorhaben "Talenteschmiede plus"?
Wir haben mit 130 Unternehmen zusammengearbeitet und waren an der Besetzung von über 700 Ausbildungsplätzen beteiligt. Inhaltlich ging es darum, dass auch leistungsschwächere Jugendliche eine Chance bekommen. Das ist ganz gut gelungen. Über 100 der Lehrstellen wurden von jungen Leuten besetzt, denen man sogenannten Unterstützungsbedarf attestierte.

Ausbilden!
Kontakt für Betriebe, die mitmachen wollen: altmann@lausitz-matrix.de

Jobs finden, Mitarbeiter finden!
www.jobs-oberlausitz.de

Und wieder sind Fördermittel im Spiel:
Das Ausbildungsstrukturprogramm JOBSTARTER plus wird aus Mitteln des BMBF und des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert.

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  • Quelle: red | Foto Altmann: Ingo Goschütz, Foto Feile: Uki_71 / Uschi, Pixabay, Lizenz CC0 Public Domain
  • Zuletzt geändert am 05.07.2018 - 07:57 Uhr
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