Heizsaison in der Oberlausitz – Worauf muss man beim Kauf von Feuerholz achten?
Görlitz, 24. Dezember 2025. Die richtige Holzart für effizientes Heizen wählen: Mit sinkenden Temperaturen rückt die Wahl des passenden Brennholzes in den Fokus vieler Haushalte in der Oberlausitz. Harthölzer wie Buche und Eiche brennen länger und entwickeln eine höhere Heizleistung als weiche Nadelhölzer. Die Buche gilt als Klassiker unter den Brennhölzern, da sie gleichmäßig abbrennt und wenig Funkenflug verursacht.
Birkenholz eignet sich besonders gut zum Anfeuern, da es schnell entflammt und eine angenehme bläuliche Flamme entwickelt. Für gemütliche Kaminabende empfiehlt sich eine Mischung verschiedener Holzarten. Wer auf der Suche nach einer zuverlässigen Quelle für qualitativ hochwertiges Feuerholz in Bautzen ist, sollte lokale Sägewerke und Lieferanten in Betracht ziehen. Diese kennen die regionalen Gegebenheiten und können passende Empfehlungen aussprechen.
Die Herkunft des Holzes spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Regionales Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft schont nicht nur die Umwelt durch kurze Transportwege, sondern unterstützt auch die heimische Wirtschaft.
Bild von Suhas Rawool auf Pixabay
Der Trocknungsgrad entscheidet über die Heizleistung
Frisch geschlagenes Holz enthält viel Feuchtigkeit und eignet sich nicht zum sofortigen Verbrennen. Optimal vorbereitetes Brennholz hat eine niedrige Restfeuchte. Diese lässt sich mit einem Feuchtigkeitsmessgerät zuverlässig prüfen.
Feuchtes Holz verbrennt unvollständig, entwickelt starken Rauch und setzt Schadstoffe frei. Zudem verrußt der Schornstein schneller, was Reinigungskosten verursacht und im schlimmsten Fall zu einem Kaminbrand führen kann. Die Heizleistung von nassem Holz liegt deutlich unter der von trockenem Material.
Bewährt hat sich eine lange, luftige und überdachte Lagerung. Die Dauer richtet sich nach Holzart und Stückgröße; Harthölzer benötigen in der Regel mehr Zeit als weiche Hölzer. Bereits kammergetrocknetes Holz vom Händler spart die Wartezeit und ist sofort einsatzbereit. Die Investition in vorgetrocknetes Holz lohnt sich durch die höhere Energieausbeute. Wichtig ist, die Scheite frühzeitig zu spalten, damit die Feuchtigkeit besser entweichen kann.
Qualitätsmerkmale beim Holzkauf erkennen
Hochwertiges Brennholz erkennt man an mehreren Merkmalen. Die Scheite sollten gleichmäßig gespalten und frei von Schimmel oder Pilzbefall sein. Risse an den Stirnseiten deuten auf gut abgelagertes Holz hin. Ein heller Klang beim Aneinanderschlagen zweier Scheite signalisiert niedrige Feuchtigkeit.
Die Größe der Holzscheite sollte zum jeweiligen Ofen passen. Orientieren Sie sich an den Empfehlungen des Ofenherstellers, damit die Scheite ohne Kraftaufwand eingelegt werden können. Zu große Stücke verbrennen ungleichmäßig, während zu kleine Scheite schnell durchbrennen. Saubere Schnittkanten und eine einheitliche Stückelung sprechen für sorgfältige Verarbeitung.
Vorsicht ist bei auffällig günstigem Holz geboten. Oft handelt es sich um minderwertige Ware mit hohem Feuchtigkeitsgehalt oder um Holz aus zweifelhaften Quellen. Seriöse Händler geben Auskunft über Holzart, Herkunft und Trocknungsgrad. Ein Lieferschein mit genauer Mengenangabe in Raummetern oder Schüttraummetern sollte Standard sein. Regionale Anbieter bieten häufig die Möglichkeit, das Holz vor dem Kauf zu begutachten.
Die richtige Lagerung sichert langfristige Qualität
Eine sachgerechte Lagerung erhält die Qualität des Brennholzes über Jahre hinweg. Der ideale Lagerplatz befindet sich an der Südseite des Hauses mit ausreichend Abstand zur Wand. So kann die Luft optimal zirkulieren und Feuchtigkeit entweichen. Ein Untergrund aus Paletten oder Kanthölzern verhindert direkten Bodenkontakt.
Das Holz sollte locker gestapelt werden, damit Wind durch die Zwischenräume streichen kann. Eine Abdeckung schützt vor Regen und Schnee, wobei die Seiten offen bleiben müssen. Plastikplanen eignen sich nicht, da sie die Luftzirkulation unterbinden und Schimmelbildung fördern.
Frisches Holz lagert man getrennt von bereits getrocknetem Material. Die unterste Schicht wird zuerst verbraucht, um eine gleichmäßige Durchtrocknung zu gewährleisten. Im Winter empfiehlt sich ein kleiner Vorrat im Haus, der Raumtemperatur annehmen kann. Warmes Holz brennt besser an und entwickelt schneller die gewünschte Heizleistung. Ein Holzschuppen oder überdachter Lagerplatz bietet optimale Bedingungen für die mehrjährige Aufbewahrung.
Kostenfaktoren und Einsparmöglichkeiten im Überblick
Die Preise für Brennholz unterliegen saisonalen Schwankungen. Günstiger wird es meist im Frühjahr und Sommer, wenn die Nachfrage gering ist. Sammelbestellungen mit Nachbarn oder größere Abnahmemengen führen oft zu Preisnachlässen. Wer selbst im Wald Holz aufbereiten möchte, benötigt einen Holzsammelschein vom zuständigen Forstamt.
Die Anschaffung eines Holzspalters rechnet sich bei regelmäßigem Bedarf. Gespaltenes Holz trocknet schneller und brennt effizienter. Mischholz kostet weniger als sortenreines Hartholz, erfüllt aber für normale Heizzwecke seinen Dienst. Der Transport macht einen erheblichen Teil der Kosten aus – regionale Anbieter haben hier Vorteile.
Zur Kostenkontrolle hilft eine genaue Bedarfsermittlung. Der tatsächliche Verbrauch hängt von Gebäudezustand, Wohnfläche, Ofentechnik und Nutzungsverhalten ab. Moderne Kaminöfen mit hohem Wirkungsgrad reduzieren den Holzverbrauch deutlich. Die Investition in einen effizienten Ofen amortisiert sich durch die Einsparungen. Kombinationen mit anderen Heizsystemen ermöglichen flexibles und kostenoptimiertes Heizen.
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- Erstellt am 24.12.2025 - 12:46Uhr | Zuletzt geändert am 24.12.2025 - 13:31Uhr
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