Spenden für die Hochwasseropfer

Spenden für die HochwasseropferLandkreis Görlitz, 29. Juli 2021. Die Landkreisverwaltung hatte auf Initiative von Landrat Bernd Lange (CDU) zeitnah nach den Meldungen über die Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands eine Spendenaktion ins Leben gerufen, die nun Früchte trägt. gespendet werden kann noch bis zum 8. August 2021.

Abb.: Nach einem Starkregen in der Markersdorfer Ortschaft Gersdorf im Jahr 2012 – kein Vergleich zur aktuellen Katastrophe im Westen Deutschlands

Archivbild: © BeierMedia.de

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Landkreis und Freistaat helfen!

Bereits am 23. Juli 2021 waren auf dem Spendenkonto 69.544 Euro eingegangen. Gegenüber den Spendern zeigt sich der Landrat erfreut und dankbar: "Ich danke allen, die bereits gespendet haben. Die hohe Spendenbereitschaft ist ein gutes Zeichen und zeigt einmal mehr den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Krisenzeiten."

Unter den Spendern befinden sich neben einem Stift, Vereinen und Unternehmen viele Privatleute, zum allergrößten Teil aus dem Landkreis Görlitz. Für viele ist es Ehrensache, nach der Hochwasserhilfe, die Betroffenen bei den Fluten von 2002, 2010 – hier Bilder aus Görlitz – und 2012 oder etwa nach dem Starkregenereignis in Oderwitz im Jahr 2011 zuteil wurden.

Dass sich solche Schäden mehren, davon künden auch andere Starkregenereignisse mit Millionenschäden im Landkreis Görlitz, bei denen etwa bereits 2011 Landrat Lange ein Umdenken forderte. Dass man mit den extremer werdenden Naturgewalten leben muss, zeigten auch die Überschwemmungen wie in Markersdorf im Jahr 2012.

Spendenkonto bis zum 8. August 2021 nutzen!
Kontoinhaber: Landratsamt Görlitz
IBAN: DE30 8505 0100 0000 0052 90
Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien
Verwendungszweck: Hilfe für Hochwasseropfer

Tipp:
Spendenquittungen für Einzahlungen über 200 Euro können per E-Mai an buero.landratx@xkreis-gr.de (Spamschutz: beide "x" entfernen) angefordert, dazu bitte den Spendenbetrag, das Datum der Überweisung, den vollständigen Namen und die Adresse angeben.

Wofür die Spenden verwendet werden

Gleich nach der Katastrophe war nur eines klar: Es muss geholfen werden! Wo genau die Hilfe am nötigsten und wirksamsten ist, konnte allerdings noch nicht gesagt werden. Das hat sich geändert: Die Spendengelder sollen dem Landkreis Ahrweiler im Norden von Rheinland-Pfalz übergeben werden sollen, Verwendungszweck: Wiederaufbau. Der Landkreis Görlitz hat einen guten Draht in diese Region, weil dort die Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung (BABZ) ihren Sitz hat. Über die genaue Verteilung der Gelder verständigt sich Landrat Lange mit seinem dortigen Amtskollegen Dr. Jürgen Pfeiler.

Wie so ein Wiederaufbau vonstatten geht, weiß der Görlitzer Kreisbrandmeister Björn Mierisch weiß aus seinen Erfahrungen, die er beim Hochwasser von 2013 gemacht hat: "Die eigentliche Arbeit wird sich noch Wochen hinziehen. Wichtig ist nun der Wiederaufbau der Infrastruktur, damit vor allem die Strom- und Trinkwasserversorgung wieder gewährleistet ist. Auch die schnelle Beräumung der Schlammmassen ist aufgrund der Witterung erforderlich, um eine Verbreitung von eventuellen Krankheiten zu verhindern. Dafür braucht es eine gute Organisation und die Unterstützung durch Hilfeleistungsangebote."

Nicht nur Geld

Der Landkreis Görlitz hat zudem drei Katastrophenzüge mit rund 70 Personen zur Unterstützung angeboten. Ein Sanitätszug sowie ein Betreuungszug für die Essens- und Trinkwasserversorgung und ein Hilfeleistungszug zum Auspumpen, zur Beräumung sowie Duschmöglichkeiten und Stromversorgung stehen für einen möglichen Einsatz im Katastrophengebiet bereit. Schon am 16. Juli 2021 begann die Prüfung durch das Sächsische Staatsministerium des Inneren und die Landesdirektion Sachsen, ob der Freistaat Katastrophenschutzzüge entsendet. Am 25. Juli schließlich sind dann drei dieser Verbände aus Sachsen, in denen auch Bürger aus dem Landkreis Görlitz helfen, in das Katastrophengebiet gestartet.

Mehr:
Über die Hochwasserhilfe aus Sachsen berichtete der Mitteldeutsche Rundfunk.

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  • Quelle: red | Foto: © BeierMedia.de
  • Erstellt am 29.07.2021 - 08:39Uhr | Zuletzt geändert am 29.07.2021 - 09:57Uhr
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