Husten, Schnupfen, Rücken – Görlitzer zeigen sich zunehmend kränklich

Husten, Schnupfen, Rücken – Görlitzer zeigen sich zunehmend kränklichGörlitz, 17. August 2019. Laut dem Barmer Gesundheitsreport 2018 sind die Menschen im Landkreis Görlitz deutlich öfter krank als anderswo in Sachsen. Durchschnittlich 20,6 Tage lang fehlten die Görlitzer vergangenes Jahr bei der Arbeit und waren damit deutlich länger krankgeschrieben als andere Bundesbürger. Wie lassen sich diese Zahlen erklären und was können die Görlitzer tun, um die Anzahl ihrer Krankheitstage zu verringern? Ein Überblick.
Abbildung: Wer beruflich viel sitzt oder einseitig belastet ist, sollte zumindest mit einfachen Gymnastik- oder Yogaübungen zu Hause oder im Freien seinem Rücken vorbeugend Gutes tun

Körperlich geforderte Arbeitnehmer am häufigsten betroffen

 Körperlich geforderte Arbeitnehmer am häufigsten betroffen

Ist der Rücken erst einmal völlig verspannt ist, kann die ärztlich verordnete Manuelle Therapie zur Anwendung kommen

Die häufigste Ursache dafür, dass Arbeitnehmer in Görlitz sich krankmelden, sind laut dem Gesundheitsreport der Barmer (hier als PDF downloadbar) Rückenprobleme. Sie verursachten durchschnittlich 5,2 Fehltage pro Kalenderjahr, gefolgt von psychischen Problemen und Atemwegserkrankungen mit 3,3 beziehungsweise 3,1 Fehltagen. Schaut man sich überdies die Berufsgruppen an, wird ersichtlich, dass Bus- und Bahnfahrer sowie Krankenpfleger überdurchschnittlich häufig den Krankenschein einreichen. Als Ursache hierfür benennt die Barmer Krankenkasse die hohe Arbeitsbelastung sowie ein schlechtes Arbeitsklima. Gerade gegen Letzteres sollten betroffene Unternehmen Maßnahmen ergreifen.

Vor diesem Hintergrund erscheint es nicht verwunderlich, dass derzeit viele Unternehmen bemüht sind, ihr Gesundheitsmanagement zu verbessern. Sie führen unter anderem flexiblere Arbeitszeiten ein, bieten Obst-Snacks für zwischendurch an oder ermöglichen ihren Angestellten die Teilnahme an einem kostenlosen Sportprogramm, mit dem Ziel, Rücken- und anderen Gesundheitsproblemen vorzubeugen. Es gibt viele Möglichkeiten, die Gesundheit der Arbeitnehmer zu fördern.

Tipps für die Gesundheitsprävention

Doch der Arbeitgeber ist nicht allein in der Verantwortung, etwas für die Gesundheit seiner Mitarbeiter zu tun; dafür ist nämlich in erster Linie jeder Mensch selbst zuständig. So können durch eine gesunde Lebensweise zahlreiche Erkrankungen vermieden oder zumindest positiv beeinflusst werden. Wer unter Rückenschmerzen, der Volkskrankheit Nummer 1, leidet, sollte am Arbeitsplatz seine Sitzposition kontrollieren. Denn Rückenbeschwerden sind in den meisten Fällen auf eine schlechte Haltung und ungenügend trainierte Muskeln zurückzuführen. Eine aufrechte Haltung und ein gut eingestellter Bürostuhl sind daher unerlässlich. Zudem sollte die Rückenmuskulatur regelmäßig trainiert werden. Fitnessstudios bieten zahlreiche Trainingsgeräte und Kurse speziell zur Kräftigung der Rumpfmuskulatur an, alternativ kann man auch zu Hause mit einfachen Hilfsmitteln ein effektives Training absolvieren. Andere häufig auftretende Krankheiten lassen sich oft frühzeitig erkennen und in der Folge gut behandeln, wenn die Früherkennungsuntersuchungen regelmäßig in Anspruch genommen werden. Zudem lassen sich Infektionskrankheiten wie die Grippe auch durch Schutzimpfungen verhindern. Ein jährlicher Rundum-Check beim Arzt trägt also wesentlich zur Prävention bei.

Erkrankt man dennoch hin und wieder an einem grippalen Infekt oder treten ab und an Verdauungsbeschwerden auf, empfiehlt es sich, entsprechende Präparate aus der Apotheke vorrätig zu haben, um schnell Abhilfe leisten zu können. Schmerztabletten, Medikamente gegen Bauchschmerzen und Übelkeit sowie Präparate gegen Erkältungsbeschwerden wie Halsschmerzen und Husten gehören zur Standardausstattung einer Hausapotheke. Wer auf Vorrat kaufen möchte, für den kann es sich lohnen, Medikamente online zu bestellen. Die Produkte werden bequem nach Hause geliefert und sind zum Teil zu stark rabattierten Preisen erhältlich, da (Online-)Apotheken seit 2004 die Möglichkeit haben, die Preise für rezeptfreie Produkte selbst festzulegen. Wer einen Blick auf die aktuellen Angebote eines solchen Anbieters wirft, wird feststellen, dass sie im Vergleich zu den regulären Preisen mitunter um bis zu 60 Prozent reduziert sind.

Leider gibt es noch kein Medikament, mit dem sich psychischen Problemen vorbeugen lässt. Nachgewiesen ist jedoch, dass Sport, Unternehmungen mit Freunden und ausreichend Zeit für sich selbst zu einem gesünderen, glücklicheren Leben beitragen können.

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  • Quelle: red | Foto Mann: cnort / Christian Northe, Foto Massage: anna3416 / Anna Mikkelgaard, beide Pixabay und Lizenz CC0 Public Domain
  • Zuletzt geändert am 17.08.2019 - 05:44 Uhr
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