Ausbreitung der FSME-Risikogebiete in Deutschland
Görlitz, 5. Juni 2015. Bisher war die Frühsommer-Meningoenzephalitis, besser bekannt unter der Abkürzung FSME, vorwiegend ein in Süddeutschland auftretendes Phänomen. Bedingt durch die milden Winter der letzten Jahre und Klimaveränderungen breitet sich das Risiko jedoch vermehrt in Richtung Norden und in die Höhenlagen aus.
Zahl der FSME-Risikokreise auf 145 gestiegen
Wie das Robert Koch-Institut bekannt gab, sind zu den bereits bestehenden Risikolandkreisen drei neue Kreise hinzugekommen. Zwei davon befinden sich in Bayern (SK Hof, LK Ostallgäu), einer in Thüringen (LK Greiz). Der Landkreis Görlitz zählt demnach nicht zu den durch das Robert Koch-Institut deklarierten FSME-Risikogebieten, auch wenn auch hier vereinzelt Fälle der tückischen Infektionskrankheit bereits aufgetreten sind. Ein Schutz gegen eventuelle Ansteckung ist demnach trotzdem für Mensch und Tier wichtig.
FSME und Borreliose
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis äußert sich zunächst durch Fieber, Kopfschmerzen, Schwindel und Erbrechen. Nachdem die Symptome nach etwa drei Wochen abgeklungen sind, können erneute Beschwerden auftreten. Im schlimmsten Fall können Patienten sogar ins Koma fallen oder bleibende Schäden wie Lähmungen davon tragen. Eine FSME Schutzimpfung ist hier das beste Mittel der Wahl und wird von Experten ausdrücklich empfohlen.
Bildrechte: Flickr "Come Closer" Foto: Matt Reinbold
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Eine weitere, durch Zeckenbisse übertragene Krankheit ist die Borreliose. Anders als FSME wird sie durch ein Bakterium ausgelöst. Ein charakteristisches Symptom bei dieser Krankheit ist die sogenannte "Wanderröte", eine kreisförmige Hautrötung, die einige Tage bis Wochen rund um die Einstichstelle beobachtet werden kann. Außerdem können allgemeine Symptome wie Fieber, Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen auftreten. Im weiteren Verlauf kann es zu schwerwiegenden Komplikationen wie Lähmungen, Gelenk- und Hirnhautentzündungen kommen. Gegen Borreliose gibt es keine Schutzimpfung, weshalb es wichtig ist, die Symptome genau zu beobachten und gegebenenfalls (vor allem bei der beschriebenen Hautrötung) sofort einen Arzt aufzusuchen, der umgehend eine Therapie mit Anitbiotika einleiten wird.
Allgemeiner Schutz gegen Zecken
Da sich Zecken vornehmlich in Bodennähe, hier vor allem im Gras, in Sträuchern, in Wäldern, aber auch in städtischen Grünanlagen aufhalten, ist vor allem bei einem Aufenthalt dort an einen entsprechenden Zeckenschutz zu denken:
- helle, hautbedeckende Kleidung, geschlossene Schuhe, Kopfbedeckung
- ein Insektenabwehrmittel für die unbedeckten Körperstellen – solche Mittel gibt es übrigens auch für Haustiere
- auf den Wegen bleiben, nicht im hohen Gras laufen
- nach dem Aufenthalt in exponierten Gebieten die Kleidung und den Körper nach Zecken und möglichen Zeckenbissen absuchen
Wer in ein deutsches oder europäisches Risikogebiet reist, sollte sich in jedem Fall gegen FSME impfen lassen.
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- Quelle: red | Foto Tierohr: rjuniorlive / Geros A. Reis Junior, pixabay, lizenz CC0 Public Domain, Foto Zecke im Gras: Flickr, Matt Reinbold
- Erstellt am 05.06.2015 - 09:33Uhr | Zuletzt geändert am 04.04.2022 - 10:35Uhr
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