411 freie Lehrstellen im Kreis Görlitz
Görlitz, 18. August 2026. Im Landkreis Görlitz sind nach Angaben der Arbeitsagentur noch 411 Ausbildungsplätze unbesetzt. 40 davon entfallen auf das Baugewerbe, darunter fünf Stellen in Dachdeckerbetrieben. Die IG BAU Ostsachsen ruft junge Menschen ohne Berufsabschluss dazu auf, auch kurz vor Beginn des Ausbildungsjahres nach einer Lehrstelle zu suchen.
Aus Steinen werden Wohnungen: Maurer sind die Profis, die die Wohnungen im Kreis Görlitz bauen. Aber der Bau braucht Nachwuchs: Freie Ausbildungsplätze gibt es.
IG BAU | Florian Göricke
Ausbildung verbessert Sicherheit und Verdienst
Das Spektrum der freien Ausbildungsplätze sei breit, teilt die IG BAU Ostsachsen mit. „Wichtig ist, sich einen Ruck zu geben und jetzt einen Ausbildungsbetrieb zu suchen. Denn mit einer Ausbildung in der Tasche sind die Jobs, die man ein Berufsleben lang macht, in der Regel sicherer und vor allem auch deutlich besser bezahlt“, sagt Roland Müller. Der Vorsitzende der IG BAU Ostsachsen rät Menschen ohne Berufsabschluss, sich noch den „Ausbildungs-Kick“ zu geben.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes haben in Sachsen rund 78.000 junge Erwachsene im Alter von 20 bis 34 Jahren keine abgeschlossene Berufsausbildung und keinen Ausbildungsplatz. Im Landkreis Görlitz verfügen nach Angaben der Arbeitsagentur 76 Prozent der Arbeitslosen unter 25 Jahren über keinen Berufsabschluss. Gerade ihnen empfiehlt die Gewerkschaft, sich noch einmal auf dem Ausbildungsmarkt umzusehen.
Start bis in den Oktober möglich
„Jetzt im August und September starten die Ausbildungen. Aber selbst im Oktober stellen Ausbildungsbetriebe noch ein“, sagt Müller. Die IG BAU Ostsachsen rät Interessierten, eine Berufsberatung zu nutzen. Orientierung biete die Jugendberufsagentur unter www.servicestelle-jba.de. Auch bei der Arbeitsagentur gebe es vor Ort und digital unter www.arbeitsagentur.de/bildung Unterstützung. Ein direktes Beratungsgespräch lohne sich nach Einschätzung der Gewerkschaft.
Faire Ausbildungsbedingungen beachten
„Außerdem gilt: Mutig auf die Betriebe zugehen. Wer direkt nachfragt, holt oft auch etwas für sich heraus – ein Praktikum, vielleicht aber auch einen Ausbildungsplatz. Wichtig ist, dabei Firmen auszusuchen, die fair ausbilden und bezahlen. Unternehmen also, bei denen es auch einen Tarifvertrag gibt“, rät Müller. Wer einen Ausbildungsplatz sucht, sollte nach Angaben der IG BAU Ostsachsen neben dem Beruf auch auf die Ausbildungsqualität und die Perspektiven im Betrieb nach dem Abschluss achten.
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- Quelle: red / PM IG Bau
- Erstellt am 18.08.2026 - 12:13Uhr | Zuletzt geändert am 18.08.2026 - 12:33Uhr
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