Parkinson-Risiko durch Pestizide für „grüne Jobs“
Görlitz, 23. Juli 2024. Menschen in „grünen Jobs“ sollten besonders aufpassen: Gefahr von Parkinson durch Pestizide. „Wer im Landkreis Görlitz auf dem Feld arbeitet oder im Gewächshaus Pflanzen anbaut, läuft Gefahr, durch den Kontakt mit Pflanzenschutzmitteln ein erhöhtes Risiko für Parkinson zu haben“, warnt Roland Müller, der Bezirksvorsitzende der IG BAU Ostsachsen.
Bild von Franck Barske auf Pixabay
Anerkennung als Berufskrankheit
Für Beschäftigte in der Landwirtschaft, dem Gartenbau, der Forstwirtschaft und der Floristik gibt es nun eine wichtige Neuerung: Das Parkinson-Syndrom wird durch Pestizidkontakt erstmals als Berufskrankheit anerkannt. Betroffene haben somit über die Berufsgenossenschaft Anspruch auf Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung. „Die Unterstützung variiert je nach Einzelfall und reicht von medizinischer Versorgung bis zu Geldleistungen“, erläutert Müller. Voraussetzung sei der Nachweis, dass die betroffene Person in ihrem Berufsleben mindestens 100 Tage Pestiziden ausgesetzt war.
Vielfältige Einsatzbereiche von Pestiziden
Die Gefahr durch Pestizide betrifft nicht nur landwirtschaftliche Arbeitskräfte. Auch Beschäftigte im Gartenbau, im Forst und in der Floristik sind betroffen. Selbst auf Baustellen kommen bei Sanierungsarbeiten oft Pestizide zum Einsatz, beispielsweise in Anti-Schimmelmitteln für Baustoffe. „Vielen ist gar nicht bewusst, wo überall Pestizide zu finden sind“, erklärt Müller.
Unterstützung und Beratung
Die IG BAU Ostsachsen rät allen Betroffenen, sich bei Fragen an ihre Berufsgenossenschaft zu wenden. Im Landkreis Görlitz sind nach Angaben der Gewerkschaft rund 870 Menschen in der Landwirtschaft tätig, viele davon im direkten Kontakt mit Pflanzenschutzmitteln. Mitglieder der IG BAU können sich bei Fragen direkt an die Gewerkschaft vor Ort wenden: bautzen@igbau.de | Tel. 03591 - 57 89 82 0
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- Quelle: red / PM IG Bau
- Erstellt am 23.07.2024 - 12:00Uhr | Zuletzt geändert am 23.07.2024 - 12:05Uhr
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