Verwaltungsspitze trifft Wirtschaft

Görlitz-Zgorzerlec. Ob im Unternehmen oder in der Verwaltung - die Beziehung zu den Leuten, die das Geld bringen, ist stets Chefsache. So sind die ansässigen Unternehmen für die Stadt genau dasselbe wie die Topkunden für eine Firma. Der oberste Görlitzer Verwaltungschef, Oberbürgermeister Joachim Paulick, gibt dieser Aufgabe der "Kundenbetreuung" die nötige Priorität und setzte heute, am 12. Januar 2010, seine Gespräche mit Vertretern der lokalen Industrie im Rathaus fort. Im Mittelpunkt der dreistündigen Veranstaltung standen der Gedankenaustausch zu den Standortbedingungen in der Europastadt Görlitz/Zgorzelec und deren perspektivische Entwicklung.

Oberbürgermeister im Gespräch mit der Industrie

„Dazu brauchen wir die Rückmeldung aus den ortsansässigen Unternehmen, wo die stärksten Herausforderungen liegen, welchen Bedarf an Fachkräften und weiteren Industrieflächen es gibt und wo künftig stärkere Unterstützung der Stadt benötigt wird“, machte der Görlitzer Oberbürgermeister den Informationsbedarf der Verwaltung deutlich.

Die Stadt sieht ihre wichtigste Aufgabe in der Wegbereitung für neue sowie dem Erhalt bestehender industrienaher Arbeitsplätze. Angesprochen wurden auch alle standortrelevanten Aufgabenstellungen - vom Kitaplatz bis hin zu Parkmöglichkeiten und den Öffnungszeiten der Gaststätten.

Oberbürgermeister Paulick will in dieser Form weiter den Kontakt zu Wirtschaft und Handel pflegen. Wunsch der Teilnehmer des Abends war die Fortsetzung der Runde, beispielsweise auch in Verbindung mit Vertretern der Görlitzer Schulen.

Bereits in Kürze sollen weitere branchenspezifische Gespräche zu anderen Themen stattfinden.


Kommentar

Was hier mit schlichten Worten vermeldet wird, könnte so schön mit englischsprachigen Schlagworten - die ihre Berechtigung haben - garniert werden: "Government meets Business", "Corporate Citizenship", "Social Responsibility" - für die Stadt geht es um Lebensqualität, intakte soziale Strukturen und Steueraufkommen, die Unternehmen interessiert ein attraktives Lebensumfeld für intelligente Mitarbeiter und eine Verwaltung mit offenen Ohren für ihre Bedürfnisse.

Die Paulick-Gespräche sind der richtige Weg, denn diesen Job - direkte Information und Vertrauensbildung - kann ein Oberbürgermeister nicht delegieren. Und wenn die Botschaft im letzten Winkel der Amtsstuben ankommt, dass unternehmerisches Geld-Verdienen nichts Schlechtes, sondern die Grundlage des Wohlstands für alle ist, dann kann das den Wirtschaftsstandort Görlitz nur befördern.

Görlitz hat das Zeug zum Leuchtturm im Landkreis,
es muss bloß endlich einer mal (bestimmten Leuten) Licht machen,

meint Ihr alter Leuchtturmwärter Fritz R. Stänker

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  • Quelle: red | FRS
  • Zuletzt geändert am 12.01.2010 - 21:00 Uhr
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