Mit Drahtesel und Tempo durchs Münsterland

Mit Drahtesel und Tempo durchs MünsterlandMünster, 4. Oktober 2017. Von Thomas Beier. Der Bericht vom Sparkassen Münsterland Giro.2016 hatte bei etlichen Görlitzern, die aus Westfalen stammen oder gar in Münster studiert haben, viel Freude und viele Erinnerungen ausgelöst. Für den Görlitzer Anzeiger war das Anlass genug, sich zum Tag der Deutschen Einheit 2017 erneut in der Metropole an der Aa umzusehen. Beim "Großen Kiepenkerl" zu sitzen und bei einem Heimatbier den vorbeiflitzenden Radlern des Giro zuzusehen erwies sich dabei erneut als eine besonders angenehme Form der Teilhabe am Sport.

Tag der Deutschen Einheit in Münster zu Lande und auf dem Wasser

Tag der Deutschen Einheit in Münster zu Lande und auf dem Wasser

Begeisterung und Spaß beim Kids Cup des Sparkassen Münsterland Giros 2017.

Thema: Woanders

Woanders

"Woanders" - das ist das Stichwort, wenn der Görlitzer Anzeiger auf Reisen geht und von Erlebnissen und Begegnungen "im Lande anderswo" berichtet. Vorbildliches, Beispielhaftes und Beeindruckendes erhält so auch im Regional Magazin seine Bühne.

Der Sparkassen Münsterland Giro hat in der Stadt Volkfestcharakter. Dazu trägt bei, dass neben dem Rennen für die Profis auch Wettbewerbe für "Jedermänner", "Jugend & Amateure", der "Giro inklusiv" für Sportler mit Beeinträchtigungen und der "Kids Cup" ausgetragen werden. Bei den Profis setzte sich Sam Bennett vom UCI WorldTour-Team Bora-hansgrohe als Sieger durch. Der Ire hatte nach 198,6 von 200 Kilometern Phil Bauhaus vom UCI WorldTour-Team Sunweb und André Greipel vom Team Lotto-Soudal sein Rücklicht gezeigt. Mitgefahren waren neben den deutschen auch Teams aus Belgien, den Niederlanden und Südafrika.

Die kompletten Ergebnislisten stehen online zum Abruf bereit. Daraus ist ersichtlicht, dass beim diesjährigen zwölften Giro die Spitzenfahrer des Profibereichs versammelt waren.

Landwirtschaft und Radrennen – passt!

Ungewöhnlich, aber marketingwirksam war, was Landwirte aus dem Münsterland vor dem Schloss und an der Zieleinfahrt organisiert hatten. Sie gaben anschaulichen Einblick in ihre Arbeit. Während die Erwachsenen eher für Produktproben und Sachinformationen empfänglich waren und die Gelegenheit zum Einkauf nutzen, erlebten die Kinder im "Fühlhaus", wie sich landwirtschaftliche Produkte anfühlen, konnten einen modernen Traktor bestaunen und sich auf Strohballen austoben. Ein Hingucker war der zehn Meter hohe Nachbau des markanten Münsteraner Rathauses aus Strohballen.

Mitten in der Stadt gut am Wind

Auf dem Aasee hingegen lag das vom Segel-Club Münster vom 1. bis zum 3. Oktober 2017 als Gastgeber ausgerichtete zweite Event der Deutschen Junioren Segel-Liga West am Wind. Der Wettkampf der Teams nach dem Prinzip "jeder gegen jeder" setzt im besonderen Maße auf deren Geschicklichkeit, denn die J70-Boote werden gestellt und während der Wettfahrten darf im Grunde nichts verändert werden. Einen Vorsprung durch Technik – sprich: ein besonders schnelles Boot – gibt es hier nicht. Eine weitere Besonderheit auf dem relativ kleinen Aasee ist, dass die Segelboote für die Zuschauer am Ufer sehr nahe sind, was jedes Detail erkennen lässt.

Ersti in Münster

Am Aasee-Ufer und am Stadtwall gab es noch einen Grund zum Feiern: Hier trafen sich die Erstsemester der Studentenstadt – im Gepäck reichlich Bier und Musik. Das sind sowas wie inoffizielle Informationsveranstaltungen zum gegenseitigen Kennenlernen und vielleicht auch Mut zusprechen angesichts des kommenden Studienstresses in Hörsaal und Kneipe. In gewisser Weise kann man als "Ersti" in Münster in vielerlei Fettnäpfchen treten – deshalb sollte man sich vorher schlau machen!

Die Stadt entdecken

Für den von Fassaden aus den unterschiedlichen Bauepochen verwöhnten Görlitzer, die seine Heimatstadt zur Filmstadt Görliwood® gemacht haben, dürfte der hohe Anteil an neueren Bauten rund um den historischen, wiederaufgebauten Kern in der Münsteraner Innenstadt anfangs recht ungewohnt sein. Doch wer gern mal in die kleineren Seitenstraßen abbiegt, wandert von Überraschung zu Überraschung: mal ein winziger Park an einer Kirche, mal ein Platz voller Springbrunnen, ein walk of fame für Blutspender und endlos mehr. Gut beraten ist übrigens, wer für den innerstädtischen Verkehr auf das Fahrrad setzt, bequemer geht's kaum.

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  • Quelle: Thomas Beier | Fotos: © Görlitzer Anzeiger
  • Zuletzt geändert am 04.10.2017 - 07:57 Uhr
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