Breslau wird Kulturhauptstadt Europas 2016 und dankt Görlitz
Breslau (Wrocław) | Görlitz. Am 21. Juni 2011 war Breslau von einer unabhängigen Jury als „Kulturhauptstadt Europas“ für das Jahr 2016 vorgeschlagen worden, kurz darauf die spanische Stadt San Sebastián (Donostia-San Sebastián) im Baskenland.Die offizielle Ernennung durch den EU-Ministerrat - eher eine Formsache - soll im Mai 2012 erfolgen. Jetzt hat sich der Breslauer Stadtpräsident Rafał Dutkiewicz in einem Schreiben an der Görlitzer Oberbürgermeister Joachim Paulick für die Unterstützung aus der Neißestadt bedankt.
Die Kulturhauptstädte Europas der nächsten Jahre
In seinem Schreiben an Oberbürgermeister Paulick bringt Stadtpräsident Dutkiewicz seine Freude darüber zum Ausdruck, dass Breslau den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2016“ gewonnen hat. „Ich bin tief davon überzeugt, dass Ihre Unterstützung und eine gemeinsame Hilfe der öffentlichen Institutionen, Unternehmen, Kulturinstitutionen und Nichtregierungsorganisationen einen großen Einfluss auf die Entscheidung der Jury, die den ehrenhaften Titel der Stadt Breslau zuerkannt hat, ausgeübt hat“, heißt es in dem in deutscher Sprache abgefassten Brief. Dutkiewicz bedankt sich zugleich herzlich für die Görlitzer Unterstützung und das Engagement für Breslau.
Abschließend formulierte der Breslauer Stadtpräsident die Hoffnung auf die weitere erfolgreiche Zusammenarbeit mit Görlitz und fügte handschriftlich herzliche Grüße aus Breslau hinzu.
In Polen hatten sich sich elf Städte - Białystok, Bromberg (Bydgoszcz), Danzig (Gdańsk), Kattowitz (Katowice), Lodz (Łódź), Lublin, Thorn (Toruń), Posen (Poznań), Stettin (Szczecin), Warschau (Warszawa) und Breslau (Wrocław) - um den Titel "Kulturhauptstadt Eurpopas 2016" beworben. In die engere Auswahl hatten es Danzig, Kattowitz, Lublin, Warschau und Breslau geschafft. Neun Monate später stand fest: Die ab Görlitz auf der durchgehenden Autobahn A4 in weniger als zwei Stunden erreichbare niederschlesische Metropole hat den Titel!
Auf dem Weg zur "Kulturhauptstadt" braucht es langen Atem: Die Bewerberstädte müssen ein Kulturprogramm mit einer starken europäischen Dimension aufstellen und die Beteiligung der in der Stadt und in ihrem Umland lebenden Bürger fördern sowie Bürger aus dem Ausland anlocken. Die europäische Dimension muss sich in der Auswahl der Themen und der Art und Weise, wie die Programmveranstaltungen organisiert werden widerspiegeln. Besonders wird die Zusammenarbeit zwischen Kulturakteuren aus den EU-Mitgliedstaaten favorisiert. Außerdem muss das Programm nachwirken und langfristig zur kulturellen und sozialen Entwicklung der Stadt beitragen.
Vor Breslau sind als europäische Kulturhauptstädte dran: Turku (Finnland) und Tallinn (Estland) im Jahr 2011, Guimarães (Portugal) und Maribor (Slowenien) für 2012, Marseille (Frankreich) und Košice (Slowakei) in 2013, Umeå (Schweden) und Riga (Lettland) im Jahr 2014 sowie Mons (Belgien) und Pilsen (Tschechische Republik) für 2015.
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- Quelle: red
- Zuletzt geändert am 18.08.2011 - 07:48 Uhr
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