Gedenkstätten als Räume für freies Denken
Görlitz-Zgorzelec. Es gibt eine Reihe von Orten in Görlitz und Zgorzelec, die an die Opfer der NS-Diktatur und an während des Zweiten Weltkriegs begangene Verbrechen erinnern. Dazu zählen die Synagoge der untergegangenen jüdischen Gemeinde von Görlitz und das Stalag VIIIa, ein ehemaliges Kriegsgefangenenlager.
Diskussionsveranstaltung in der ehemaligen Synagoge

In der ehemaligen Synagoge zu Görlitz.
Fotos: BeierMedia.de
In den Jahrzehnten nach 1945 hat man sich in Görlitz oft schwer getan, den richtigen Umgang mit diesen Stätten zu finden.
Heute stoßen bei vielen Menschen ritualisierte Formen des historischen Gedenkens inzwischen auf Skepsis. Gedenkstätten können jedoch Orte der Besinnung sein, Räume für freies Denken, Orte der Auseinandersetzung und Verständigung. Aus der Erinnerung kann neues Handeln erwachsen.
Das projekt "Weiterdenken" der Heinrich-Böll-Stiftung und der Förderkreis Görlitzer Synagoge e.V. wollen einer Veranstaltung einen Beitrag leisten wollen, das Gebäude der ehemaligen Synagoge mit Rücksicht auf religiöse Bedürfnisse der Jüdinnen und Juden in Görlitz zu einem Ort der Begegnung und des Austauschs über jüdische Geschichte, Religion und Kultur, aber auch zur politischen Kultur von Verständnis, Toleranz und Zivilcourage zu machen.
Diskussionsveranstaltung mit
- Dr. Albrecht Goetze, MEETINGPOINT MUSIC MESSIAEN e.V.,
- Radoslaw Baranowski, Kulturbürgermeister Zgorzelec
- Ruairí O´Brien, Architekt, Gewinner des Wettbewerbs für den Meetingpoint Music Messiaen Zgorzelec/Görlitz,
- Dr. Norbert Haase, Historiker und 1995 bis 2008 Geschäftsführer der Stiftung Sächsische Gedenkstätten
- Dr. Markus Bauer, Förderkreis Görlitzer Synagoge
Hingehen!
Donnerstag, 20. Mai 2010, 19 Uhr,
Ehemalige Synagoge Görlitz, Otto-Müller-Straße.
Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.
Mehr:
Veranstaltungshinweis bei "Weiterdenken"
Görlitzer Interessenlosigkeit?
Von ko.bold am 25.05.2010 - 08:24Uhr
Ein sehr gelungener Vortrag über die Entwicklung des "MEETINGPOINT MUSIC MESSIAEN" sowie der Görlitzer Synagoge.
Die Darstellung des Bauwerk des Architekten Ruairí O´Brien auf dem ehemaligen Stalag-Gelände faszinierte. Leider war der Moderator wohl etwas müde geworden und dadurch gab es aus dem Publikum keine Wortmeldungen.
Alles in allem aber ein durchaus interessantes Projekt mit sehr wenig Interesse der Görlitzer Kulturschiene . Ein Kulturbürgermeister war auch zugegen, allerdings nur der polnische - also einer, der sich für Politik und Kultur in der Europastadt interessiert. Wo war denn dann unser Görlitzer "Kulturoberhaupt"? Er hatte bestimmt eine gaaaanz wichtige Besprechung mit den Bürgern für Görlitz.....
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- Quelle: red
- Zuletzt geändert am 15.05.2010 - 08:41 Uhr
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