trilex sorgt für bessere Bahnanbindung für Görlitz

trilex sorgt für bessere Bahnanbindung für GörlitzGörlitz / Grünberg (Zielona Góra), 2. Februar 2018. Morgen hat eine neue Bahnverbindung zwischen Görlitz und Grünberg Premiere. Dass so etwas hinter den Kulissen viel Aufwand bedeutet, lässt das Statement von Länderbahn-Geschäftsführer Andreas Trillmich ahnen: "Ich freue mich, dass nach Abschluss der Betriebsdienst-Prüfungen der polnischen Lokführer und Klärung aller rechtlichen Fragen der Verkehr auf dieser neuen Verbindung in die westpolnische Universitätsstadt starten kann. Wir kooperieren hier mit unseren polnischen Kollegen von Przewozy Regionalne (PR, zu deutsch etwa Regionalbeförderung), deren Züge künftig drei Mal täglich unter dem Markennamen "Polregio" zwischen den historischen Städten verkehren. Damit wachsen die benachbarten Regionen wieder ein Stück mehr zusammen." Der vor allem in Ostsachsen bekannte trilex ist eine Marke der Die Länderbahn GmbH DLB mit Sitz im bayrischen Viechtach, die zum NETINERA-Konzern gehört.

Neue Bahnverbindung zwischen Sachsen und Polen

Neue Bahnverbindung zwischen Sachsen und Polen

Das Viadukt über die Neiße gehört zu Polen, gilt aber als eines der Görlitzer Wahrzeichen

Auch der Geschäftsführer des Zweckverbands Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) Hans-Jürgen Pfeiffer begrüßt die neue Verbindung: "Mit der neuen Verbindung gibt es dann 26 Züge, die über die Neiße in Richtung Polen fahren. Dadurch wertet der ZVON den Bahnhof Görlitz zu der bedeutendsten deutsch-polnischen Übergangsstelle auf. Ich bedanke mich für das kooperative Miteinander der Länderbahn mit ihren polnischen Partnerbahnen. Wir hoffen, dass die Fahrgäste aus beiden Ländern die Verbindung gut annehmen." Der ZVON und die beiden beteiligten polnischen Woiwodschaften finanzieren das Vorhaben, wobei der ZVON die Kosten für den Betrieb auf deutscher Seite übernimmt.

Dreimal hin, dreimal her

Zwischen den Städten an Oder und Neiße werden drei durchgehende Verbindungen pro Richtung angeboten. Die Züge starten am Görlitzer Bahnhof täglich um 09:07 Uhr, 11:07 Uhr und 17:07 Uhr. In der Gegenrichtung verkehren die Züge ab jeweils 07:41 Uhr, 13:44 Uhr und 15:45 Uhr ab Grünberg. Dabei kommen moderne PESA-Triebwagen der PR mit etwa 80 bis 100 Sitzplätzen zum Einsatz. Reisende können ihre Fahrkarten direkt beim Kundenbetreuer im Zug erwerben. Mit dieser neuen Verbindung wird der Verkehr über das Neißeviadukt weiter ausgebaut und neben den Reisezielen Breslau (Wrocław) und Hirschberg (Jelenia Góra), die schon seit längerem mit der Bahn ab Görlitz umsteigefrei erreichbar sind, um ein weiteres attraktives Angebot ergänzt.

Das Lebuser Land kennenlernen

Grünberg ist neben Landsberg an der Warthe (Gorzów Wielkopolski) eine der beiden Hauptstädte der Woiwodschaft Lebus (województwo lubuskie). Die historische Altstadt mit ihren Gassen, der Marktplatz, das Rathaus und viele Läden sind nur wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt.

Unweit der Stadt befindet sich mit einer Rebfläche von rund 200 Hektar eines der größten Weinbaugebiete Polens. Hier werden vor allem Weißweinsorten angebau. Der Weingarten mit dem Palmenhaus (Park Winny / Palmiarnia) ist ein beliebtes Ausflugziel. Die Gartenanlagen mit dem nördlichsten geschlossenen Weinbaugebiet der Welt. liegen auf einer Anhöhe und sind ein Grünberger Wahrzeichen.

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  • Quelle: red | Fotos: © Görlitzer Anzeiger
  • Zuletzt geändert am 02.02.2018 - 12:32 Uhr
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