Veranstaltungen im Kulturhistorischen Museum Görlitz

Veranstaltungen im Kulturhistorischen Museum GörlitzGörlitz, 8. Januar 1015. Die Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur sind als das Kulturhistorische Museum mit seinen Häusern Kaisertrutz und Barockhaus Neißstraße 30 eine höchst lebendige Einrichtung, deren Engagement weit über das zur Schau stellen von Exponaten und Sammlungen hinaus geht. Für 2016 sind die ersten Termine anzukündigen.
Abbildung: Bonjour Tristesse - das schöne Gesicht des Sozialismus, als "warm, sicher, trocken" als erstrebenswertes Ziel für das Wohnen galt.

Alles grau im Plattenbau? Heute nicht mehr. Eine Diskussion

Alles grau im Plattenbau? Heute nicht mehr. Eine Diskussion

Im Volksmund wurden die Plattenbauten - hier schon in nach 1989 aufgehübschter Ansicht - Arbeiterschließfächer genannt.

Damit startet das kulturhistorische Museumsjahr 2016 in Görlitz:

    • "Musen am Nachmittag" kommen wieder
      Das Kulturhistorische Museum setzt die beliebte Veranstaltungsreihe "Musen am Nachmittag" fort. Experiementierfreudige und Interessierte haben alle Chancen, bei der nächsten Veranstaltung mit "Trendschmuck aus Beton" zu richtigen Trendsettern zu werden. Dafür hat Museumspädagogin Daniela Schüler alles vorbereitet und schon Rohlinge aus Schmuckbeton gegossen. Jetzt liegt es bei den Teilnehmern der Veranstaltung, diese zu verschönern und Unikate zu schaffen.

      Hingehen!
      Donnerstag, 7. Januar 2016, 15 Uhr,
      Kaisertrutz, Platz des 17. Juni 1, 02826 Görlitz.

    • Finissage zum "Kunstgefühl 1800"
      Nur noch bis zum 10. Januar 2016 können Besucher das "Kunstgefühl 1800" zur Görlitzer Zeichenschule erleben. Zur Finissage bietet Klaus-Dieter Hübel die allerletzte Führung durch die Ausstellung an.
      In einem Projekt mit dem Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanal Görlitz haben Siebtklässler des Augustum-Annen-Gymnasiums ihre Gedanken zur Ausstellung und zur Görlitzer Zeichenschule in einem Film verarbeitet, der im Johannes-Wüsten-Saal gezeigt wird.
      Den ganzen Tag lang werden im Atelier des Barockhauses Neißstraße 30 Arbeiten aus den Zeichenkursen und Workshops präsentiert, die das Kulturhistorische Museum Görlitz in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Olga Yakovenko und dem Volkshochschullehrer Arnold Busch durchführte. Unterstützt hatte das die Stiftung der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien.
      Restexemplare des farbig illustrierten Begleithefts zur Kabinettausstellung und zur Görlitzer Zeichenschule sind im Museumsshop für zwei Euro erhältlich.

      Hingehen!
      Sonntag, 10. Januar 2016,
      14 Uhr: Finissage
      15 Uhr: Filmaufführung
      Barockhaus Neißstraße 30, 02826 Görlitz.

    • Kuratorenführung zu "Inge zu Fuß zur Arbeit"
      Kuratorenführung mit Kai Wenzel durch die Sonderausstellung "Markus Draper: Inge zu Fuß zur Arbeit".

      Hingehen!
      Sonntag, 10. Januar 2016, 15 Uhr,
      Kaisertrutz, Platz des 17. Juni 1, 02826 Görlitz.

    • Podiumsgespräch "Wohnungsbau und Ideologie. Stadträume der späten DDR (und heute?)"
      Prof. Dr. Ingrid Scheurmann, Deutsche Stiftung Denkmalschutz/TU Dortmund, und Arne Myckert, Geschäftsführer der städtischen KommWohnen Service GmbH in Görlitz, nutzen die Arbeit "Grauzone" von Markus Draper, die in der aktuellen Sonderausstellung gezeigt wird, um über das Thema zu diskutieren. Draper hatte den sozialistischen Plattenbau als Teil der deutsch-deutschen Geschichte thematisiert.
      Solche Bauten wurden wie in fast allen Städten der "DDR" seit den siebziger Jahren bis zum Ende des Spuks auch in Görlitz errichtet, so entstand am nördlichen Stadtrand Wohngebiet Königshufen mit 6.000 Wohnungen. Zugleich erwies sich der SED-Staat als unfähig, die Bausubstanz der Altstadt und der Gründerzeitquartiere zu erhalten. Nach der Friedlichen Revolution von 1989 erlebten die sogenannten Neubaugebiete mit ihren industriell hergestellten Plattenbauten Leerstand und Abriss. Dagegen wurden die historischen Wohnviertel weitestgehend saniert und erfuhren eine Neubelebung.
      Diskutiert werden soll unter anderem, welchen Wert die "DDR"-Neubaugebiete für die Architekturgeschichte haben und wie der stadteigene Görlitzer Vermieter heute damit umgeht.

      Hingehen!
      Mittwoch, 13. Januar 2016, 18 Uhr,
      Kaisertrutz, Platz des 17. Juni 1, 02826 Görlitz.

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  • Quelle: red | Foto Hochformat: zephylwer0, Foto Querformat: Adryanah, beide pixabay und Lizenz CC0 Public Domain
  • Zuletzt geändert am 08.01.2016 - 08:14 Uhr
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