Landkreis Görlitz verbessert Rettung im Wald

Landkreis Görlitz verbessert Rettung im WaldLandkreis Görlitz, 29. November 2017. Der Landkreis Görlitz verfügt über fast 79061 Hektar Waldfläche und liegt damit in Sachsen hinter dem Landkreis Bautzen (88130 Hektar) und dem Erzgebirgskreis (85338 Hektar) auf Platz Drei. Die Chance, sich hier im Wald zu verlaufen, ist also gar nicht so gering. Dramatisch wird es aber, wenn Hilfe gebraucht wird. Ein Sturz oder eine Herzattacke. Zum Glück das Handy dabei und sogar Mobilfunknetz, aber oft genug wissen Betroffene und ihre Begleiter gar nicht, wo genau sie sich befinden.
Abbildung oben: Mitarbeiter des Kreisforstamtes des Landkreises Görlitz bei der Beschilderung der Rettungstreffpunkte, in der Mitte Revierleiter Bernd Mählig, links Torben Kruner, rechts Steffen Grünert, beide Waldarbeiter.

"Rettungskette Forst im Landkreis Görlitz" – schnelle Hilfe im Wald

"Rettungskette Forst im Landkreis Görlitz" – schnelle Hilfe im Wald

Verloren in der Weite der niederschlesischen Wälder... Rettungsleitpunkte erleichtern das Auffinden.

Weil schnelle Hilfe oft entscheidend und überlebensnotwendig ist, hat der Landkreis Görlitz ein Rettungspunktesystem aufgebaut und rund 180 Rettungstreffpunkte beschildert. Solche sogenannten "Forstlichen Rettungstreffpunkte" sind festgelegte Orte in und an Waldgebieten, die eine eindeutige Bezeichnung haben und den Rettungsleitstellen bekannt sind. Wer einen solchen Punkt erreicht, kann von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei viel schneller erreicht werden.

Die Rettungstreffpunkte befinden sich an befahrbaren Wegen, meist an markanten Punkten wie Wanderparkplätzen, Wegkreuzungen oder Wanderschutzhütten. Zu erkennen sind sie an Schildern, die ein Rettungstreffpunkt-Symbol sowie eine Kennnummer tragen.

In welchen Situationen helfen die Rettungstreffpunkte?

Immer dann, wenn es hilfreich ist, einen Standort schnell und genau zu lokalisieren. So kann beispielsweise bei einer Waldbrandmeldung die Feuerwehr zielgenau anrücken, ein Verunfallter schneller verorgt werden. Unfälle im Wald? Ja, betroffen sind beispielsweise immer wieder Erholungssuchende, Freizeitsportler, Waldarbeiter und Jäger.

Wie wird alarmiert?

In einer Notsituation sollte man einen in der Nähe liegenden Rettungstreffpunkt direkt bei der Rettungsleitstelle unter der Durchwahl 112 melden. Dort wird dann sofort die Kennziffer im Computer abgefragt und verortet. Diese Informationen werden anschließend an die Einsatzkräfte weitergeleitet, die dadurch den Notfallort eindeutig und schneller finden können.

Wo gibt es Rettungstreffpunkte?

Weil die Lage der Rettungstreffpunkte demnächst im Geoportal Landkreises Görlitz einsehbar sein soll, kann man sich vorsorglich darüber informieren.

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  • Quelle: red | Foto Rettungstreffpunkt: Bildquelle Landratsamt Görlitz, Foto Wanderin: silviarita / Silvia, pixabay, Lizenz CC0 Public Domain
  • Zuletzt geändert am 29.11.2017 - 10:23 Uhr
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