Umbau des ehemaligen Waggonbau-Werks I beginnt
Görlitz-Zgorzelec. Die Tinte ist trocken: Der Mietvertrag für die neue Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien wurde am 4. Februar 2009 in Görlitz unterzeichnet. Jetzt kann die Wiege des Görlitzer Waggonbaus, der heute mit dem ehemaligen Werk II ein wichtiger Fertigungsstandort im Bombardier-Konzern ist, zur Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien umgebaut werden.
Baubeginn noch 2009, Fertigmeldung 2011

Großer Bahnhof am 1. Juni 2008 im alten Waggonbau-Werk: Ministerpräsident Stanislaw Tillich mit Oberbürgermeister Joachim Paulick und Michael Kretzschmar, MdB (von rechts). Kleines Bild: Gestaltungsvarianten. Fotos: /BeierMedia.de
Endlich, sagen sich die Görlitzer, kann es losgehen mit der Umgestaltung des ehemaligen Werks I, das bereits deutlich vom Zahn derZeit benagt ist. Staatssekretär Dr. Wolfgang Voß hat im Beisein des Landespolizeipräsidenten Bernd Merbitz den Mietvertrag mit der Wohnungsbaugesellschaft Görlitz mbH für die neu zu errichtende Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien unterzeichnet. Der Umbau und die Sanierung der Gebäude auf dem ehemaligen Werksgelände werden durch die Sanierungs- und Entwicklungsgesellschaft Görlitz mbH in Zusammenarbeit mit dem Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) durchgeführt.
Dass der Stadt mit dem Mietvertrag und dem Umbau der in Nähe des Stadtkerns gelegenen Fläche ein Stein vom Herzen genommen wurde ist Voß klar: „Heute beginnt eine neue Entwicklungsgeschichte des seit 160 Jahren industriell genutzten Geländes. Wir haben uns bewusst für diesen Standort als Beitrag zur Städtebausanierung entschieden. Eine für Görlitz wichtige und zentrumsnahe Fläche erhält durch die Polizeidirektion eine neue und langristige Nutzung. Für die Polizei ist das Gelände hervorragend an die Autobahn angebunden und auch die Wirtschaftlichkeit der Sanierung ist gegeben. Ich freue mich, dass im Stadtbild von Görlitz damit eine Wunde geschlossen wird.“
Der Baubeginn ist für das dritte Quartal 2009 geplant. Nach der Fertigstellung zum Ende des Jahres 2011 erhält die sächsische Polizei ein Einsatzzentrum, das hinsichtlich einer effektiven und modernen Polizeiarbeit allen Anforderungen gerecht wird.
History:
Im Jahre 1849 errichtete der Sattler und Wagenbauer Christoph Lüders auf dem Gelände erste Werkstätten. 1887 begann eine großzügige Erweiterung des Produktionsgeländes; die Waggonbauanstalt war zu diesem Zeitpunkt das führende Unternehmen in Görlitz.
1996 verlagert der nunmehrige Eigentümer des Waggonbauwerkes, die Bombardier Transportation, den Produktionsstandort auf ein in der Nähe befindliches Gelände. Damit endet 1997 die nahezu 150-jährige Geschichte des so genannten „Werk I“.
Im Mai 2003 beschließt die Sächsische Staatsregierung, die Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien am Standort Görlitz einzurichten. Im Laufe des Jahres 2007 fällt die Entscheidung, die Polizeidirektion auf dem ehemaligen Waggonbau-Gelände unterzubringen. Das Hauptkriterium für diese Entscheidung sind die polizeitaktisch hervorragende Verkehrsanbindung sowie die Wiederbelebung einer innerstädtischen Industriebrache. Auf ca. 9.000 m2 Fläche entstehen durch Umbau, Teilabriss sowie Neubau insgesamt 287 Räume verschiedenster Nutzung für rund 300 Arbeitsplätze. Mit modernen Büros, Laboren, Technikräumen und Werkstätten erfüllt die Immobilie nach Fertigstellung alle Anforderungen der modernen Polizeiarbeit. Auf dem Hof werden Stellplätze für rund 100 Dienstfahrzeuge geschaffen.
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- Quelle: /red
- Zuletzt geändert am 04.02.2009 - 16:44 Uhr
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