Neue Asylunterkunft in Zentendorf

Neue Asylunterkunft in ZentendorfKulturinsel Einsiedel / Turisede, 1. April 2017. Worüber lange gemunkelt wurde, wird nun wahr: Auf dem Areal, das bislang als Kulturinsel Einsiedel bekannt war, entstehen Asylunterkünfte. Der Görlitzer Anzeiger konnte in den vergangenen Tagen vorbereitende Bauarbeiten dokumentieren.
Abbildung: Zur Vorbereitung auf die Asyleinrichtung wird die Einfriedung der Kulturinsel Einsiedel, die sich nun Turisede nennt, massiv verstärkt. "Wir bauen einen Schutzwall gegen Ignoranten und unverträgliche Zeitgenossen", so Spiritus Rector Jürgen Bergmann.

Code "Elfenasyl" / Erster Menschenflug

Code "Elfenasyl" / Erster Menschenflug

Im Rohbau fertig ist ein Wachturm, der rundum verglast wird. Man kann sich das vorstellen wie ein Waldaquarium für Menschen.

Thema: Kulturinsel Einsiedel

Kulturinsel Einsiedel

Die Kulturinsel Einsiedel, wenige Kilometer nördlich von Görlitz, bietet Abenteuer und Kultur für Kinder und Erwachsene. Hier befindet sich auch das 1. Deutsche Baumhaus-Hotel. Angebote: Das KRÖNUM ("Theater zum Essen"), Spiellandschaften, Turisede-Museum, Zauberschloss, Geheimgänge, Schatzsucherspiel, Piratenschiff, Feuerschenke, Galeriecafé, Erlebnisdorf Bielawa Dolna mit Baumhausgalerie u.v.a.m. Thematische Höhepunkte der Kulturinsel Einsiedel sind das PYROMANUM zur Walpurgisnacht, das FOLKLORUM - Festival der Turisedischen Festspiele, das HÖLLOWUM und das SPIELUM.

"Mit dem jährlichen FOLKLORUM – Festival der Turisedischen Festspiele konnten wir einen riesigen Erfahrungschatz sammeln, wie man die unterschiedlichsten Kulturen zusammenbringt", erklärte Oberideenentwickler Jürgen Bergmann gegenüber dem Görlitzer Anzeiger. Dieses Know-how solle nun eingesetzt werden, um Asylsuchenden eine neue Heimstatt zu bieten. "Wir haben hier Lebensbedingungen, von denen man woanders nur träumen kann", unterstreicht Bergmann, "Natur pur, saubere Luft, sauberes Wasser, dazu die vielen schon vorhandenen Übernachtungsgelegenheiten."

Genau diese Übernachtungen werden den erwarteten Gästen teils schon vertraut sein, stehen hier im Erlebnisland von Turisede neben dem bekannten 1. Deutschen Baumhaus-Hotel doch auch Jurten, Baumbetten, ein Erdhaus und weitere abenteuerliche Übernachtungsstätten zur Verfügung. Ob diese Behausungen von den neuen Dauergästen jedoch angenommen werden, da ist man sich noch nicht ganz so sicher.

Einziehen sollen die ersten Bewohner schon ab Ostern. Wer dann mit offenen Augen durch die Welt von Turisede geht, wird die – abends beleuchteten - Asylunterkünfte entdecken, in denen die ersten Elfen und Feen eingezogen sind.

Wer hier einzieht, kommt, um zu bleiben

Genau: Um Elfen, Feen, Trolle und andere Waldwesen geht es, die auf dem kulturinsulanischen Stammland Asyl erhalten sollen. Auch ein Faun soll bereits einen Antrag gestellt haben, worüber sich ganz besonders die Kulturinsulanerinnen gefreut haben.

Das Schutzprojekt hat einen ernsten Hintergrund: Die Welt wird immer lauter, unberührte Wälder immer weniger, überall klingeln und piepsen Handys – eine unangenehme Entwicklung für die höchst sensiblen Lichtwesen. "Gerade erleben wir eine Welle von Asylanträgen aus den USA, wo Elfen und Feen wegen des Weiterbetriebs der Kohlekraftwerke ihre Flugkoffer packen", verrät Bergmann, "Wir hoffen, sie an der Neiße schnell integrieren zu können".

In anderen Regionen der Welt sind es Pflanzenschutzmittel und die Umweltverschmutzung überhaupt, die Elfen und Feen nach Turisede aufbrechen lassen. Hier ist man eiligst dabei, neue Unterkünfte zuschaffen, keine Provisorien, sondern stabile Dauerbehausungen. Bergmann: "Wir empfinden die Märchenwesen als eine enorme Bereicherung unserer Kultur und freuen uns, wenn sie sich in Turisede wohlfühlen und bleiben."

Erste Asylbewohner sorgen für Verwirrung

Natürlich bringen die neuen Bewohner von Turisede neue Sitten und Gebräuche mit. Aber nicht nur das: Auch Stoff haben sie im Gepäck. "Elfenstaub" oder "Feenstaub" heißt das Zeug, das bei Leuten, die in Kontakt damit kommen, für Verwirrung und Halluzinationen sorgt.

Erstes Opfer war Jürgen Bergmann selbst. Während eines Video-Interview regnete der auch "Elfengold" genannte Staub von einem Baum, woraufhin er sich wie eine weiße Taube fühlte und glaubte, er könne fliegen. Nach mehreren, ob seines persönlichen Gravitationspotentials im wahrsten Sinne des Wortes äußerst schweren Startversuchen kam es dann tatsächlich zum ersten Flug eines turisedischen Menschen, der jedoch – wie im Video unten dokumentiert – höchst tragisch endete.

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  • Quelle: TEB | Fotos: © Görlitzer Anzeiger
  • Zuletzt geändert am 30.03.2017 - 08:20 Uhr
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