Naturschutzgroßprojekt Lausitzer Seenland

Naturschutzgroßprojekt Lausitzer SeenlandHoyerswerda. Sachsens Umwelt- und Landwirtschaftsminister Stanislaw Tillich hat sich heute über den Stand der Umsetzung des Naturschutzgroßprojektes Lausitzer Seenland vor Ort informiert. "Vor neun Monaten haben wir den Startschuss für die Umsetzung des Projektes gegeben. Heute können wir sehen, dass es auf einem guten Weg ist und schon erste Erfolge vorweist", so der Minister.

Tillich informiert sich vor Ort über Stand der Umsetzung

Tillich informiert sich vor Ort über Stand der Umsetzung

Fotos: An den IBA-Terassen in Großräschen in Brandenburg. (BeierMedia.de)

Rund 960 Hektar Naturschutzflächen vom Bund kaufte der Projektträger, die Lausitzer Seenland gGmbH, bisher an. Der Ankauf wird unter anderem für den ökologischen Waldumbau, die Entstehung von Feuchtheiden und Kleingewässern sowie zur Erhaltung und Förderung von Sandtrockenrasen und Heiden genutzt. Besonders erfreulich ist, dass in der großräumigen Bergbaufolgelandschaft ein enormes Potenzial an biologischer Artenvielfalt steckt. So ist es heute bereits möglich, die Lebensräume seltener und bedrohter Tier- und Pflanzenarten wie beispielsweise den Ziegenmelker, die Heidelerche, den Brachpieper und das ebensträußige Gipskraut zu bewahren und neu zu schaffen.

Der Projektträger plant den Ankauf von insgesamt 3.000 Hektar Naturschutzfläche im Lausitzer Seenland. Davon sollen auf rund 600 Hektar Nutztierrassen von Rindern, Pferden und Schafen eingesetzt werden, um Teile der Landschaft dauerhaft zu erhalten beziehungsweise zu erschließen. Außerdem sollen zur touristischen Entwicklung Aussichtstürme und Infotafeln für die Besucher errichtet werden.

Das Naturschutzgroßprojekt Lausitzer Seenland liegt in der Region ehemaliger Braunkohletagebaue um Hoyerswerda und umfasst zirka 5.760 Hektar. Ziel des Projektes ist es, vom Tagebau zerstörte Flächen für die Natur zurück zu gewinnen und einen sanften Tourismus zu fördern. Die Nutzung des Lausitzer Seenlandes soll unter ökologischen Gesichtspunkten erfolgen. Dazu gehört unter anderem die Umwandlung vorhandener Forste in naturnahe Wälder, der Erhalt von Standorten seltener Tier- und Pflanzenarten, die naturschutzgerechte Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen und die gelenkte Nutzung durch Touristen, Angler und andere Erholungssuchende.

Für die Umsetzung des Projektes kann die Lausitzer Seenland gGmbH bis zu 6 Millionen Euro Fördermittel erschließen. Gefördert wird es durch das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium und dem Bundesamt für Naturschutz sowie dem Zweckverband Elstertal, dem Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V. und durch das Naturschutzinstitut Dresden e.V.

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  • Quelle: /SMUL /Fotos: BeierMedia
  • Zuletzt geändert am 28.08.2006 - 17:04 Uhr
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