Wen der HYPE erfasst - zum Beispiel ROSENPICTURES
Markersdorf. Seit dem 14. Juni 2010 ist die Webseite www.rosenpictures.com freigeschalten. ROSENPICTURES ist entstanden als Projekt von Ray Peter Maletzki und Stephan Helmut Beier, zwei jungen engagierten Filmemachern mit Wurzeln in der Oberlausitz, und ist heute die Filmsparte des Markersdorfer Medienunternehmens BeierMedia.de.
"Begabte junge Leute brauchen ein wohlwollendes Umfeld"
"ROSENPICTURES ist das jüngste Ergebnis unseres HYPE-Projekts", erläutert Unternehmensberater Thomas Beier, der zugleich Chef von BeierMedia.de ist, und nutzt die Gelegenheit, Hintergründe zu erläutern.
Mehr:
http://www.rosenpictures.com
Das HYPE-Projekt
HYPE steht für "Hidden Young Professionals in Europe", also unentdeckte Talente, die sich professionell entwickeln wollen. Das Projekt hatte Beier im Jahr 2005 ins Leben gerufen, um jungen Leuten "mit Talent und Drive", wie er sagt, aus abgelegenen Regionen wie der heimatlichen niederschlesischen Oberlausitz zum Durchbruch - also auch zu wirtschaftlichem Erfolg - zu verhelfen.
Kerngedanke ist - wenn Begabung, Mensch und Projekt stimmen - gemeinsam mit den Talenten geeignete Rahmenbedingungen für die gewünschte Entwicklung aufzubauen. "Das sind Prozesse, die Zeit brauchen, aber höchst erfolgverspechend sind", erläutert Strategieberater Beier und ergänzt: "Für uns ist Zeit eine wichtige Ressource. Zeit ist notwendig, um Erfahrungen zu machen, Netzwerke zu bauen, Konzepte anzupassen, Referenzen zu schaffen." In der "Superstar-Gesellschaft", wie er den verbreiteten Drang zum kurzfristigen Erfolg nennt, werde das viel zu wenig beachtet.
"Image und Anziehungskraft auf Kunden wollen erarbeitet sein", ergänzt er und bedauert zugleich, dass seinem Engagement für Existenzgründer in Bad Muskau von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Görlitz seit Juni 2010 die Unterstützung versagt wurde. "Solange die als GmbH auftretende Wirtschaftsförderung des Landkreises Görlitz die gewachsenen Strukturen privater Anbieter und wirtschaftsnaher Vereine als zu bereinigenden 'Wildwuchs' sieht, wird ihr Erfolg sehr begrenzt bleiben", so seine Einschätzung. Seiner Wahrnehmung nach würde nicht wie notwendig an den regionalen Minimumfaktoren angesetzt, sondern der Erfolg dieser Akteure auf Gebieten, in denen sich die Wirtschaftsförderung "zuständig" fühlt, als Konkurrenz wahrgenommen: "Hier wird versucht, mit verstaubter Verwaltungsdenke in der Wirtschaft mitzuspielen."
HYPE ist da viel unkomplizierterter und versteht sich als Rat- und Chancengeber für gut ausgebildete und engagierte junge Leute, die sich verwirklichen wollen. In gemeinsamer Projektarbeit werden Erfahrungen und Erfolge vermittelt die helfen, die Tür in den Arbeitsmarkt oder in die vernetzte Selbständigkeit aufzustoßen. "Die vielzitierte Fachkompetenz ist notwendig, aber nicht ausreichend, eher eine Voraussetzung", sagt Beier und meint damit, dass auch bestimmte Intelligenzmerkmale ausgeprägt werden müssen. "Darauf erheben die jungen Leistungsträger regelrecht Anspruch. Wer ein ganzheitlich wohlwollend-föderlliches Arbeitsumfeld nicht bietet, wird Probleme bekommen, Fachleute zu finden", so seine Erfahrung.
Direkt bewerben bei HYPE kann man sich indes nicht. "Wir scheuen jede Form von zeitraubender Verwaltung und Bürokratie sowie jeden Formalismus", sagt Beier. Dennoch sei man an ganz bestimmten Talenten interessiert: Auf einzelne junge ambitionierte Grafiker, PHP- und Flash-Programmierer, Serveradministratoren, auf angehende Journalisten, auf junge Führungskräfte-Trainer und Kundenmanager sowie Projektentwickler werde schon geachtet, sagt Beier. Auch für Präzisionsgerätebauer in der Metallbranche gebe es Ansätze. Es habe sich aber gezeigt, dass eine regionale Einschränkung wenig Sinn mache: "Talente gibt es überall, wo jemand gerade wohnt, ist zweirangig."
Doch wie rankommen, ohne sich zu bewerben? "Wer Interesse an unserer Arbeit und HYPE hat, sollte uns in irgendeiner Form über den Weg laufen und dabei mit seinem Engagement positiv auffalllen", meint Beier, der die Hürde bewusst hoch hält. Dann wird er deutlich: "Es geht nicht um Bleienten, die auch mal schwimmen wollen." Bei HYPE gebe es keine Fördermittel, dafür aber schrittweise Entwicklung. "Im Idealfall prägt HYPE junge Unternehmer in eigener Sache: Nutzensbezogen und selbstbestimmt sein Leben zu gestalten", so Beier abschließend.
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- Quelle: red
- Zuletzt geändert am 15.06.2010 - 04:29 Uhr
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