Funktionäre lassen Gespräch mit Oberbürgermeister platzen

Funktionäre lassen Gespräch mit Oberbürgermeister platzenGörlitz-Zgorzelec. Am Vormittag des 17. September 2009 sollte es zum von der Görlitzer Geschäftsstelle der Industrie- und Handelskammer (IHK) und der Kreishandwerkerschaft (KHS) gewünschten Gespräch mit dem Görlitzer Oberbürgermeister Joachim Paulick kommen. Zum Termin erschienen waren auch ein Dutzend Görlitzer Handwerker und Unternehmer, die sich auf Grund der Berichterstattung in der Tagespresse kurzerhand dazu entschlossen hatten, an dem angekündigten Gespräch teilzunehmen. Paulick wertete das positiv: „Über diese spontane Bereitschaft habe ich mich sehr gefreut. Es zeigt, dass diese wichtigen Leistungsträger an der Entwicklung ihrer Stadt nach wie vor großes Interesse haben.“

Oberbürgermeister spricht mit Görlitzer Handwerkern und Unternehmern

Die Präsenz eines branchenübergreifenden Mixes aus Selbständigen und Inhabern kleinerer Firmen mit mehreren Beschäftigten - also Vertretern des vielgepriesenen Mittelstands - muss den beiden Vertretern von IHK und KHS Unbehagen eingeflößt haben, denn noch ehe der Oberbürgermeister seine Gäste den beiden Kammervertretern vorstellen konnte, waren diese trotz mehrmaliger Bitte Paulicks und der anwesenden Gäste nicht bereit, inmitten der Runde Platz zu nehmen und zu bleiben. Sie bestanden weiter auf einem Einzelgespräch mit dem Oberbürgermeister.

Doch Paulick war für eine Geheimpolitik nicht zu haben: „Ich habe keine Geheimnisse vor Ihren Mitgliedern und Beitragszahlern. Wenn es uns um die Görlitzer Wirtschaft geht, dann gibt es keinen Kopf und keine Hand zu viel am Tisch, solange die Absichten ehrlich, aufrichtig und einzig am Wohl der Stadt orientiert sind. Von jedem meiner heutigen Gäste weiß ich, dass das der Fall ist. Ich wäre glücklich, wenn wir diese Gelegenheit nutzen könnten, um neu anzufangen und in die Zukunft zu schauen.“

Letztlich verließen die beiden Herren die enttäuschten Anwesenden, ohne dass wichtige Themen wie die Konsequenzen aus der Umsetzung der EU-Dienstleistungs-Richtlinie auf heimische Unternehmen, die Zukunft der Tagesanlagen am Berzdorfer See, die Situation am ersten Arbeitsmarkt in der Dienstleistungsbranche oder auch die Positionierung zur Tourismusförderabgabe in Zusammenhang mit der Stadthalle auch nur ansatzweise gegenüber IHK und KHS angesprochen werden konnten.

Oberbürgermeister im konstruktiven Dialog mit der örtlichen Wirtschaft

Ungeachtet des Rückzuges von IHK und KHS setzte Paulick sein Gespräch mit den Handwerkern und Unternehmern in Anwesenheit der ebenfalls sehr interessierten Vertreter der Europastadt Görlitz/Zgorzelec GmbH fort. Nach dem 90minütigen aufgeschlossenen Gedankenaustausch zog der Oberbürgermeister das Fazit, dass unter allen Teilnehmern ein großes Bedürfnis am themenbezogenen Dialog bestehe.
Paulick will den Schwung erhalten und daher umgehend weitere Gesprächspartner gestaffelt nach den Bereichen Industrie und Gewerbe sowie Tourismus als auch die Handwerksbetriebe einladen. Im Handwerk möchte er insbesondere die Innungsobermeister ansprechen.

Gern würde der Oberbürgermeister zu diesen Terminen auch Christian Puppe, den IHK Geschäftsstellenleiter, und Dr. Knut Scheibe, Vorsitzender der Kreishandwerkerschaft, begrüßen. Seine Tür stünde den Görlitzer Unternehmern und Handwerken wie auch den Funktionären offen, betonte Paulick.


Kommentar

Was soll man da noch kommentieren?

Man könnte den Eindruck gewinnen, als wollten zwei Politabenteurer einen Oberbürgermeister in die Mangel nehmen - und als sie merken, dass dieser nicht allein dasteht und die Klientel von IHK und Kreishandwerkerschaft (nicht zu verwechseln mit der Handwerkskammer, die ohne solch Brimborium sachlich arbeitet) hinter sich hat, ein Salto rückwärts hinlegen und die Szene verlassen.

Oder ging es darum, welches Parteibuch die anwesenden Unternehmer in der Tasche haben bzw. welchem Verein sie angehören? Das wäre unglaublich.

Es ist zu begrüßen, wenn der Oberbürgermeister den direkten Dialog mit den Unternehmen institutionalisiert. Unternehmer arbeiten naturgemäß zielorientiert und effizient und verzichten, wenn es zur Sache geht, auf persönliche Eitelkeiten.

Der alte Wahlslogan "Paulick packt´s an" stimmt schon,
nur wenn es glitschig wird, dann hat er es schwer,

glaubt Ihr Fritz R. Stänker

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Kommentare Lesermeinungen (31)
Lesermeinungen geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion, sondern die persönliche Auffassung der Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zu sinnwahrender Kürzung vor.

Ehrenrat

Von Rolf Domke am 06.10.2009 - 15:14Uhr
Es gibt rund 20 neue Stadträte und jetzt soll der Ehrenrat, der die politische Unbedenklichkeit der Stadträte prüfen soll, der somit ja auch vor Verleumdung schützen kann, abgeschafft werden.

Ist es denn unanständig zu fragen: "Warum gerade jetzt?" Im Zusammenhang mit dieser Frage kommt die Begründung der antragstellenden Fraktionen, nämlich "wird mehr nicht gebraucht" besonders gut.

Eine Frage der Ehre! (Oder handelt es sich um eine Attribut aus der Steinzeit?)

Sprachrohr

Von Herr Stachel am 02.10.2009 - 18:34Uhr
Werter Herr Serafinowicz,

ich will Sie sicherlich nicht zum Sprachrohr des OB machen, weil Sie das seit geraumer Zeit ja selbst machen, offensichtlich, ohne es selbst zu merken.

Ich kann Herrn Weber nur Recht geben, gedeihliche und sachliche Gespräche sind mit Ihnen offensichtlich nicht möglich.

Aus jedem Ihrer Worte ist zu entnehmen, wie hasserfüllt Sie jeden betrachten, der nicht Ihrer Meinung ist oder dem OB huldigt. Schon Ihre Wortwahl anderen Personen gegenüber, die Sie hier äußern, zeigt Ihre Einstellung zu Andersdenkenden oder wie soll man "Weber ohne Vornamen, Schreiberlinge , Maurermeister und Genossen" werten, wenn nicht abwertend und volle Hass.

Aber nicht nur das ist aus Ihren Kommentaren zu erkennen. Man kann auch Ihre Frustration herauslesen, nicht dort mitmischen zu können, wo Politik gemacht wird, nämlich im Stadtrat. Ich bin weder begriffsstutzig noch böswillig, aber mir ist bekannt, dass durch Politiker nie mehr gelogen wird, als vor einer Wahl und hier müssen sich wohl alle Stadträte selbst an der Nase ziehen.

In Ihrem Kommentar, vorletzter Absatz, fordern Sie mich auf, mich nach einigen Dingen zu erkundigen. Ich frage Sie: Warum sollte ich das tun? Die von Ihnen aufgeworfenen Fragen sind für mich zurzeit nicht relevant. Wenn Sie nach Antworten suchen, dann Fragen Sie die, die es betrifft und die eine Antwort darauf geben können, aber nicht mich.

In wie weit Sie der kompetende Mann sind, den Sie stets vorgeben, müssen Sie erst beweisen. Vor der Gründung des "zur Sache! e.V." war Ihr Name den Wenigsten bekannt. Ich bin in mehreren Vereinen gesellschaftlich tätig, aber nicht so vermessen, mich so darzustellen wie Sie.

Ihre Selbstbeweihräucherung grenzt schon an Lächerlichkeit. Wenn Sie die Politik Ihres Vereines vertreten, dann wird dieser sicherlich zahlreichen Zuspruch haben.

Ich kann mir jetzt schon Ihre Antwort vorstellen.

Im Übrigen hat mir Ihre Antwort zu meinem ersten Kommentar zum Sieg einer Wette verholfen, weil Sie und Ihre Antworten berechenbar sind.

Mit freundlichen Grüßen

Stachel (zurzeit ohne Vornamen)

Ehrenrat darf nicht weg!

Von Mauermann am 01.10.2009 - 18:34Uhr
Sehr geehrter Herr Weber,

vielen Dank für Ihre Nachricht und die ausführlichen Sätze, aber ich verstehe einige Dinge nicht.

1) Im Antrag (eRTV) wurde ausgestrahlt, dass auch Wahlbeamte sich der Untersuchung stellen und nicht nur Beamte und Angestellte
Heißt doch, wenn ich "sauber" bin, mach ich es gerade, um die Öffentlichkeit zu überzeugen, oder?

2) Was heißt "scheinbar" gab es keinerlei Anhalte für eine Tätigkeit beim MfS?
Ja oder nein ?

3) Ja, der Großteil wurde überprüft wie sie schreiben, hebelt aber 2) aus mit "scheinbar" keine Tätigkeit im MfS.

4) Auch nach 20 Jahren darf Unrecht nicht verjähren

Ich freue mich aber, dass Sie meinen Zorn verstehen. Na klar weiß ich, dass die Bündnis-90-Grünen damals aktiv beim neuen Forum vertreten waren und sich eingesetzt haben, aber was ist nun?

Meine Meinung:

- Unrecht verjährt nie
- scheinbare Überprüfungen sind zu schwammig
- nicht der Großteil der Fraktionen darf dies entscheiden, ob ein Ehrenrat sich gründen sollte, sondern vielmehr die Pflicht vor den Einwohnern in Görlitz Klarheit zu schaffen.

Ich bitte daher um Verständnis und bitte alle Leser/innen sich dafür einzusetzen, das dies eine Forderrung aus der Bevölkerung an den neuen Stadtrat ist.

Wie können wir dies lösen?

Eine Frage noch an Sie, Herr Weber: Wenn Sie erfahren sollten, dass es doch einige im Stadtrat gibt, die nicht ehrlich sind - würden Sie helfen dies aufzuklären?

In der Hoffnung, bald wieder eine Antwort von allen da draußen zu bekommen, wünsche ich einen schönen Abend

Ihr Mauermann

Weber ohne Vornamen und Herr Mauermann

Von Kurt Serafinowicz am 01.10.2009 - 16:27Uhr
Hallo Weber,

meine unlauteren Mittel im Kampf gegen solche Demokraten, wie auch Sie einer nach meiner Überzeugung sind, sind meine, an alle von Ihnen bezeichneten EHRENAMTSTRÄGER ständig gestellten unbequemen Fragen nach Ihrer Glaubwürdigkeit. Sie und Genossen könnten mich sofort zum Schweigen bringen, wenn auf meine Fragen auch nur eine Antwort käme. Da werden solche armen Kämpfer, wie Sie einer sind, zur Beschimpfung unbequemer Fragesteller, wie ich einer bin, an der Front der Lächerlichkeit preisgegeben.

Kümmern Sie sich doch mit Herrn Mauermann gemeinsam um die Beweggründe für die Abschaffung des Ehrenrates. Das wäre eine Aufgabe für Sie.
Aber solche Sachen kümmern Sie nicht. Für Sie sind Fragen nach Einlösung von Wahlversprechen, Gratis-PIN für Stadträte usw. Beleidigungen. Sie sind ein armer Mensch oder ein armer fehlgeleiteter Demokrat.

Sehr geehrter Herr Mauermann, Sie fordere ich auf, richtige, nachprüfbare Fakten vorzuweisen und mich nicht einfach ins Internet zu verweisen. Namen und eventuelle Beweggründe würden mich interessieren. Ich mache keinen Menschen im Internet "fertig", wenn er mit Fakten, Namen und Adressen (nachprüfbar) hantiert.

Bitte begeben Sie sich nicht auf unterstes Niveau wie besagte Kämpfer ohne Antwort.

Ich möchte noch viel über die Abschaffung der Nachprüfbarkeit besagter Ehrenamtsträger erfahren.

Ich grüße Sie, den Weber nicht,

Kurt Serafinowicz

Kurt Serafinowicz

Von Weber am 01.10.2009 - 10:08Uhr
Werter Herr Stachel,

es ehrt Sie anzunehmen, ein gedeihliches und sachliches Gespräch mit Herrn Serafinowicz führen zu können.

Ich glaube jedoch, dass spätestens dessen letztes "Pamphlet" (vgl. Fußnote) zeigt, was sein Interesse eigentlich ist. Es geht ihm um die Diffamierung einiger, teilweise bereits seit Jahren ehrenamtlich engagierter Bürger. Völlig gleich, ob es Herrn Dr. Weidle, Herrn Schultze, Herrn Ahrens oder andere beschimpft, er beleidigt und diffamiert. Man muss keinesweg glühender Anhänger der BfG, der Linken oder anderer sein um zu erkennen, dass hier jemand mit unlauteren und fast undemokratischen - mindestens jedoch inhumanen - Waffen kämpft.

Auch ich habe, werter Herr Mauermann, zu Beginn angenommen, es ginge um einen demokratischen Diskurs im Sinne dessen, das Beste zu finden. Aber auch ich musste schnell erkennen, daß dies mit Herr S. nicht möglich ist. Leider!

Ich freue mich, in Ihnen einen anderen, weil sachlichen Diskutanten gefunden zu haben.

Mit freundlichem Gruß

Weber

Fußnote:
Ein Pamphlet oder „Schmähschrift“ ist eine Schrift, in der sich jemand engagiert, oft polemisch, zu einem ... politischen Thema äußert. Die sachliche Argumentation tritt dabei in den Hintergrund. Die leidenschaftliche Parteinahme gegen eine Sache überwiegt bei der Argumentation. Die Herabsetzung einer anderen Person wird dabei billigend in Kauf genommen oder ist sogar das eigentliche Ziel des Pamphlets.

Ehrenrat - ja oder nein ?

Von Weber am 01.10.2009 - 09:56Uhr
Werte Herr Mauermann,

ich habe mich hierzu auch kundig gemacht. Der Ehrenrat war, wie Sie es beschrieben hatten, aus jeweils einem Mitglied der ehemaligen vier Fraktionen besetzt. Während der Legislatur gab es hierbei eine Umbesetzung innerhalb der CDU, Herr Leder schied aus dem Ehrenrat aus. Über die Gründe kann leider nur spekuliert werden.

Im weiteren hatte dieser Ehrenrat tasächlich die Aufgabe, die Stadträte auf frühere Tätigkeiten beim MfS hin zu prüfen. Hierzu gab es Fragebögen und die Möglichkeit der Mitglieder zur Akteneinsicht. Gesetzlich fußte der von Ihnen genannte Beschluss zum Ehrenrat auf einem Gesetz, welches sich jedoch eigentlich nur auf öffentliche Angestellte und Beamte bezog. Die Untersuchung von ehrenamtlichen Stadträten wurde hierbei nicht erfasst, jedoch damals per Stadtratsbeschluss legitimiert.

Die Überprüfung des Ehrenrates ergab hierbei scheinbar keinerlei Anhalte für eine Tätigkeit der Räte für das MfS. Die nunmehr neuerliche Befassung eines Ehrenrates für den neuen Stadtrat bedarf also einer erneuten Stellungnahme zur Legitimation einer solchen Überprüfung.

Als Gegenargumente werden hierbei - im übrigen nahezu parteiübergreifend - angeführt, daß zum einen ein Großteil der Räte bereits in der Vergangenheit überprüft wurden und zum anderen auch nach 20 Jahren der friedlichen Revolution ein Gutteil auch aufgrund ihres Alters nicht zu überprüfen sei.

Ich darf Ihnen sagen, Herr Mauermann, dass ich dieser Argumentation auch folgen kann. Allein, dass Bündnis90-Die Grünen dies mitträgt, ist bereits ein Anzeichen dafür, das es nicht um Kungelei geht. Haben doch gerade die Mitglieder dieser Gruppe seinerzeit in erster Reihe gestanden. Wir sollten also nicht schlechten Willen vermuten.

Mit freundlichem Gruß

Weber

Ehrenrat soll weg - unfassbar

Von Mauermann am 30.09.2009 - 15:36Uhr
Ich habe den Eindruck, dass keiner auf meine Nachricht antworten will - warum ?

Hier das Dokument als Link
http://www.bstu.bund.de/cln_028/nn_715156/DE/Akteneinsicht/Erlaeuterungen-fuer-Privatpersonen/Hinweise-zum-Formular/hinweise-zum-formular-pdf,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/hinweise-zum-formular-pdf.pdf

Bitte, Herr Dr. Weidle, machen Sie als dienstältester Wahlbeamter den Anfang und sagen Sie uns allen, dass Sie damit nichts zu tun hatten. Und danach bitte Herr Rauh und Herr Kessler u.s.w.!

Bitte setzen Sie sich alle dafür ein, das dies schnellstens Gehör findet im Görlitzer Stadtrat. Ich glaube, viele Menschen haben ein Recht darauf. Gerade kurz vor dem Jahrestag sollte dies passieren.

Ich bin schon gespannt, wer sich alles zum Gedenken präsentieren wird. Mal sehen, ob mich Herr Serafinowicz jetzt fertig macht und wenn, mir egal.

Mit freundlichen Grüßen

Herr Mauermann

Dafür lese ich nicht die Sächsische Zeitung, Herr Stachel

Von Kurt Serafinowicz am 30.09.2009 - 15:19Uhr
Offensichtlich, Herr Stachel,

wollen Sie mich zum Sprachrohr des OB machen.

Da ich, wie Sie so schön sagen, Unternehmer bin, dazu noch schuldenfrei, können Sie sich an allen Fingern abzählen, dass ich meinen Kopf nicht nur
zum Essen reinschieben benutze (so eingebildet bin ich).

Sie sind nicht der Erste, der, wenn er keine Gegenargumente vorzuweisen hat bzw. auf meine Fragen keine Antwort findet, mir die unmöglichsten Dinge bis hin zu Beleidigungen vorwirft. Ein Unternehmer wie ich, der neben seiner Betriebsführung, was Sie mir vorwerfen, auch noch im Görlitzer
Anzeiger schreiben kann, teilt seine Zeit eben dermaßen rationell ein, dass man sich das eben leisten kann. Ich verzichte z. B. auf die Lektüre Sächsische Zeitung und nutze die Zeit, um im Görlitzer Anzeiger Sie und andere Unwissende bzw. Zeitungsgläubige mit meinen Wahrheiten zu bekehren.

Und sollten Sie - wie auch andere Schreiber - immer noch nicht bemerkt haben, dass der OB mit allen Projekten, die die Vereine und Parteien zum Zweck des Gewähltwerdens dem Wähler versprochen und nicht gehalten haben, recht bekam, dann müssen Sie sich eben Begriffstutzigkeit vorwerfen lassen (oder Böswilligkeit).

Diese Beweisführung können Sie nur mit Unsachlichkeit und Beschuldigungen gegen meine Person beantworten. Eigentlich schade, da wir mit der Beurteilung des Stadtrates voll übereinstimmen. Ich schäme mich für die kompetenten Herren, für die es weder eine ordentliche, dem Ehrenamt entsprechende Kleidung, noch ein gutes Benehmen gibt.

Mit Partei - und Vereinswechsel haben doch einige Stadträte keine Probleme (Twupack z. B.) - warum rügen Sie das beim OB?

Erkundigen Sie sich doch einfach einmal bei Dr. Weidle, warum die Auflösung des Ehrenrates so dringend vorangetrieben wird. Erkundigen Sie sich doch, wann die Wahlversprechen (Helenenbad z. B.) eingehalten werden. Erkundigen Sie sich doch, wann die Herren, die die Spenden fordern, selbst spenden. Erkundigen Sie sich bitte, warum die Stadträte die PIN- Geschenke angenommen haben.

Wenn Sie auf alle Fragen eine gute Antwort bekommen haben, dann können Sie über mich schimpfen soviel Sie wollen.

Mit freundlichen Grüßen

Serafinowicz

Ehrenrat

Von Mauermann am 29.09.2009 - 23:28Uhr
Sehr geehrter Herr Weber,

ich habe Ihre Antwort gerade erst gelesen und schon Angst gehabt, mein Beitrag interessiert niemanden.

Nun zur Beantwortung Ihrer Frage. Im Jahre 2004 gab es einen Stadtratsbeschluss, mit dem sich die Stadträte fast einstimmig dafür einsetzen wollten, ehemalige Mitarbeiter des Ministerium für Staatssicherheit zu enttarnen.

Dabei sollten die Dateien der Rosenholzkartei zur Aufklärung herangezogen werden. Wer genau Mitglied war, kann ich Ihnen leider nicht so genau sagen, aber ich werde mal mein Archiv von Fernsehaufnahmen durchleuchten.

Ich glaube Hr. Storch von der PDS (jetzt Linke), Herr Friedrich BfG und Herr Lehder. Bei der letzten Stadtratssitzung hatten sich wohl auch zwei Herren etwas in den Haaren deswegen.

Leider weiß ich nicht, ob je einer überhaupt überprüft worden ist! Diese ganze Politiksippe deckt sich doch gegenseitig, sonst könnten sie doch alle lachen und sagen - na klar, wir als Wahlbeamte lassen uns überprüfen - aber was machen DIE?

Morgen mehr

Sprachrohr das OB

Von Herr Stachel am 29.09.2009 - 18:56Uhr
Offensichtlich will sich Herr Serafinowicz zum Sprachrohr des OB machen. Es ist schon erstaunlich, dass ein Nichtstadtrat alles besser weiß, sich selbst lobt und und alle anderen als unfähige Meute bezeichnet, die nur über Paulick herfällt.

Von Sachlichkeit in den Beiträgen kann keine Rede sein. Die Wahrheit kann auch ohne beleidigende Anspielungen gesagt werden. Man kann höchstens darüber lächeln. Dass im Stadtrat viel geredet und nichts viel gesagt wird, ist bekannt. Aber auch ein OB ist nicht unfehlbar. Man muss es nur selbst einsehen und nicht aus einer Partei austreten, weil man keine Unterstützung mehr hat.

Aber heute ist es ja normal, dass die Parteizugehörigkeiten wie die Hemden gewechselt werden und wenn keiner mehr mit einem will, dann wird schnell ein neuer Verein gegründet und somit schafft man sich einfach ein paar neue "Steigbügelhalter", bis diese dann merken, wie der Hase wirklich läuft.

Im Übrigen, wer als Unternehmer am Tag seitenlange Kommentare verfassen kann, muss sehr viel Zeit haben.

Mit freundlichen Grüßen

Stachel

Weber/in ist begriffstutzig

Von Kurt Serafinowicz am 29.09.2009 - 17:58Uhr
Hallo arme/r Weber/in,

Ihr Beitrag (11:34 Uhr) zeigt wieder, dass Lesen und das Gelesene verstehen bei Ihnen nicht zusammen fällt.

Lesen Sie doch einfach noch 32 mal meinen Beitrag und fragen Sie sich dann, was will der Onkel Kurt mir wohl damit sagen. Ich schätze so nach 14 Tagen und weiterer Lektüre meiner anderen Beiträge werden auch Sie darauf kommen.

Ich habe extra, damit auch Sie mich verstehen, auf schwierige Passagen verzichtet. Übrigens sind es 125 : 3 = 41.66666 Personen, die mich gewählt haben. Das bedeutet für Sie : Mindestens 41.6666 von meinen Ansichten fehlgeleitete Bürger, die von den Lügen der Gewählten nicht überrascht werden können.

Ihre Qualität und Unwissenheit beweist übrigens Ihre Frage nach dem Ehrenrat. Oh je, Herr/Frau Weber/in, da fehlt Ihnen eine Menge in Frage der Ehre. Mich würde auch interessieren, warum die Herren vom Bürgerverein die Stasiüberprüfung unbedingt abschaffen wollen. Mir gibt das wohl zu denken. Hat da jemand etwas zu verbergen? Ehemalige Genossen von Ihnen? Bei Ihrer Begriffstutzigkeit könnte man das vermuten.

Frau Mauermann wird Sie bestimmt aufklären.

Serafinowicz

Sachlichkeit? Herr Weber

Von Engert Sven am 29.09.2009 - 17:26Uhr
Werter Herr Weber,

ich akzeptiere Ihre Meinung, kann Sie aber leider nicht mit Ihnen teilen.

Sie werfen hier zwei Kandidaten - Herrn Serafinowicz, Kurt, 125 Stimmen, und Herrn Domke, Rolf, 58 Stimmen - erhalten zu haben vor, aber auch diese Stimmen haben am Ende dazu beigetragen, dass es der Verein zur Sache e.V. in den Stadtrat geschafft hat. Aus dem Nichts mit wenig Zeit ist das eine Leistung, die man nicht unterbewerten sollte.

Dass es diese zwei Kandidaten nicht geschafft haben ist verständlich, es sind ja auch Kandidaten aus anderen Fraktionen nicht in den Stadtrat eingezogen bei 38 Sitzen. Sie schreiben weiterhin: "Was ich nicht nachvollziehen kann ist, dass Sie es jedoch ganz offensichtlich nicht verstehen, dass das, wofür Sie stehen, keinerlei Unterstützung durch die Menschen erfährt. Ansonsten hätten diese Sie doch wohl gewählt." Herr Weber, hätten Sie geschrieben, dass der Verein zur Sache e.V. von Ihnen persönlich keine Unterstützung erfährt, hätte ich Ihre Meinung ja noch akzeptieren können, aber sich im Namen der Menschen zu präsentieren finde ich schon mehr als frech.

Herr Weber, Sie haben Eines vergessen: Zur Sache e.V. hat es geschafft, in den Stadtrat einzuziehen, also hat ein Teil der Bevölkerung von Görlitz sehr wohl einen Handlungsbedarf gesehen und sieht ihn auch immer noch. Ich glaube auch nicht, dass eine Stadtratswahl personenbezogen zu sehen ist, denn eine einzelne Person ist noch lange kein Stadtrat. Ich dachte eigentlich, dass es nach der Wahl für unsere Stadt besser wird, leider ist es so, dass keine Besserung in Sicht ist.

In den Stadtratssitzungen ist nach wie vor von einigen wenigen Kandidadaten Kindergarten angesagt. Anstatt dass alle an einem Strang ziehen für das Wohl der Stadt ist immer noch personenbezogenes Abwehrverhalten an der Tagesordnung. Diese Personen sollten sich mal darüber klar werden, dass die Stadtratssitzung nicht nur auf eRTV übertragen wird, sondern auch weltweit über das Internet empfangen werden kann. Ob das für unsere Stadt so gut ist, wage ich mal zu bezweifeln.

Ich denke, es bringt keinem was, hier einzelne Personen oder Gruppen mit solchen Texten fertig zu machen. Am Ende zählt immer die Leistung, die jeder erbringt in der Gesellschaft, und es gibt viele Görlitzer, die ihre Leistung für die Gesellschaft bringen - manche eben gut und manche weniger gut.

Wenn ich mir Ihre Texte ansehe, so stufe ich Sie für mich persönlich bei Letzteren ein. So, Herr Weber, nun haben Sie wieder was zum Nachdenken, Sie können auch schreiben, dass sich ein Herr Engert mit "34 Stimmen durch drei" als nicht gewählt hier gemeldet hat. Wenn es von Ihnen kommt, bedarf es von meiner Seite dann keines Kommentars, denn Sie sind ja nicht mal angetreten.

Mit freundlichen Grüssen

Engert Sven

Ehrenrat soll weg

Von Weber am 29.09.2009 - 11:52Uhr
Lieber Mauermann ,

helfen Sie mir auf die Sprünge. Was ist denn eigentlich die Funktion dieses Ehrenrates und wer ist denn dort bislang als Mitglied tätig gewesen?

Mit freundlichem Gruß

Weber

unfassbar

Von Weber am 29.09.2009 - 11:34Uhr
Werte Damen und Herren,

es ist für mich überhaupt nicht unfassbar, dass jemand trotz des Scheiterns vor dem Wähler weiterhin versucht, seine Meinung zu äußern. Ich halte das für legitim.

Was ich nicht nachvollziehen kann ist, dass Sie es jedoch ganz offensichtlich nicht verstehen, dass das, wofür Sie stehen, keinerlei Unterstützung durch die Menschen erfährt. Ansonsten hätten diese Sie doch wohl gewählt.

Ihr Agieren erinnert mich ein wenig an die SPD nach dem Bundestagswahlergebnis. Es war das schlechteste nur mögliche und trotzdem klatschen diese sich Beifall. Wofür eigentlich?

So ist es mit Ihnen auch. Sie sind mit Ihren seltsamen Ansichten gescheitert und trotzdem ganz offensichtlich nicht in der Lage, dies zu erkennen sowie daraus die richtigen Schlussfolgerungen abzuleiten.

Das ist es, was ich so unfassbar finde.

Im übrigen hatte bei der Kommunalwahl jeder Wähler drei Stimmen. Dividiert man also ihre ohnehin schon magere Stimmausbeute noch durch 3, wird die Ablehnung Ihres Irrweges nur noch deutlicher.

Dass Sie dieses Scheitern auf ganzer Linie dann auch noch als "Erfolg von Quereinsteigern" darzustellen versuchen, belegt - so fürchte ich - Ihren Realitätsverlust nur noch.

Weber

Ehrenrat soll weg

Von Mauermann am 29.09.2009 - 10:27Uhr
Ich frage mich und auch viele andere Görlitzer, warum der Ehrenrat abgeschafft werden soll.

Könnte es sein, dass einige neue und auch "alte" Stadträte einfach Angst haben, dass ihnen die Vergangenheit peinlich sein könnte?

Es ist schon sehr verwunderlich, warum gerade die Bürger für Görlitz dies verhindern wollen. Lieber Herr Dr. Weidle, bitte setzen Sie sich ganz persönlich dafür ein - ich verlasse mich auf Sie.

Mit freundlichen Grüßen

K. Mauermann

Arme/r Weber/in

Von Serafinowicz. Kurt am 29.09.2009 - 09:37Uhr
Hallo, Weber oder Weberin,

endlich wieder ein "sachlicher" Beitrag von einem Neutrum das sich nicht traut, mit vollem Namen aufzutreten.

Danke, dass Sie noch einmal bekannt geben wieviel Stimmen ich bei der Stadtratwahl gegen härteste Konkurrenz erhalten habe.

Ich habe mich mit meinen Wahrheiten zwar nicht gegen so manchen Lügenbaron, der mit der Sächsischen Zeitung im Rücken den Wählern den Himmel auf Erden versprach, durchsetzen können, aber ich kann erhobenen Hauptes durch Görlitz gehen. Nur solche, mit sich selbst unzufriedene Menschen, die sich nicht einmal trauen ihre Meinung mit vollem Namen kund zu tun, versuchen, allerdings ohne Erfolg, mich vollzugeifern.

Ich habe lediglich für einen von zum Teil unfähigen und undisziplinierten Stadträten mit allen Mitteln bekämpften OB Partei ergriffen weil ich überzeugt bin, dass dieser OB unser Geld zum Wohl der Stadt bestens verwalten kann.

Leider denken noch viele Bürger, dass in der Zeitung nur die Wahrheit stehen kann und merken genau so wenig wie Sie, dass sie in eine bestimmte Richtung gelenkt werden.

Das Ergebnis sind dann die grandiosen Wahlerfolge. Die Nichtwählerzahl aber steigt und steigt! Glauben diese Wähler etwa, dass alle Parteien und die Zeitung nicht mehr die Wahrheit sagen?

Ich war bisher der Meinung, dass eine Zeitung neutral berichten und zur freien Meinungsbildung beitragen sollte. Leider sehe ich an Ihren und anderen
Gleichgesinnten entweder keinen guten Willen zu lernen und sich mit Andersdenkenden fair auseinanderzusetzen, oder sind sie den Falschmeldungen aufgesessen und einfach dazu nicht mehr in der Lage.

Arme/r Weber/in... eigentlich müssten Sie mir leid tun.

Mit noch freundlicheren Grüßen

Gewählt oder nicht

Von Ernst am 29.09.2009 - 07:36Uhr
Weshalb es für Herrn/Frau Weber "unfassbar" ist, dass jemand für den Stadtrat kandidiert und sich nach einem Achtungserfolg als politischer Quereinsteiger auch weiterhin an der öffentlichen Diskussion beteiligt und seine Meinung vertritt, verstehe, wer will.

Es steht doch jedermann frei, sich als Bürger zu engagieren oder hier mitzudiskutieren.

Die hier laufende Abstimmung spricht Bände und wir sollten froh sein über jeden, der in dieser Stadt Initiative zeigt.

Umfragen

Von Rolf Domke am 28.09.2009 - 19:38Uhr
Manchmal möchte ich Mäuschen sein, oder besser Chip oder Anschlussdose, denn mich würde schon interessieren, wer wie abstimmt. Nicht Name und Adresse, aber der persönliche Hintergrund, das Lebensumfeld, das uns alle prägt.

So ist zu sehen, dass hier vier Umfragenergebnisse von 56 Abtimmungen(!) zustande gekommen sind. Entweder, die 56 gleichen oder einer eben 56 mal oder wie auch immer (Stand jetzt gerade).

Dabei ist gerade die aktuell laufende Abstimmung so (hinterlistig) interessant. Es wäre schon spannend, wenn hier mal Tausend verschiedene Menschen anklicken würden.

Insbesondere auch Auswärtige, die sich nur manchmal das gesamte Bild der Stadt gönnen.

Sachlichkeit?

Von Weber am 28.09.2009 - 13:59Uhr
Das ist hier wirklich der Tummelplatz der gescheiterten Stadtratskandidaten.
Noch dazu resistent gegen jedes Sachargument und Paulick-ergeben ohne zu hinterfragen. Unfassbar!

Ausschnitt aus dem Kommunalwahlergebnis des Zur Sache e.V.:

Serafinowicz, Kurt 125 1,6% nicht gewählt

Domke, Rolf 58 0,7% nicht gewählt

Mit freundlichen Grüßen

Sachfragen oder . . .

Von Rolf Domke am 27.09.2009 - 20:32Uhr
Der für mich grundsätzlich lesenswerte Beitrag von Frau Ute Fritzkowski bedarf aber doch einer Wiedergabe des tatsächlich Geschehenen, ich bitte um Verständnis:

Dr. Scheibe, ein übrigens respektabler Unternehmer aus Markersdorf, und Oberbürgermeister Paulick vereinbaren einen Termin. Dieser kann und soll so natürlich auch stattfinden. Einen Tag vor dem Termin wird in der Lokalpresse ein Gremium aus der Görlitzer Wirtschaft und dem Görlitzer Handwerk angekündigt, das dem Oberbürgermeister einen Forderungskatalog, der abgedruckt war, vorzulegen gedenkt.

Spätestens jetzt ist der Terminus "Vertraulichkeit" nicht mehr anwendbar. Ein übrigens klärendes Telefonat hat nicht stattgefunden. Somit erst recht.

Wenn nun der Oberbürgermeister Teilnahmebitten aus der Unternehmerschaft, aus Wirtschaft und Handwerk entspricht, wo bitte ist das Problem? Und, werter Herr Seifert, Ihre nachhaltige Bitte nach Nennung der Namen der Teilnehmer impliziert doch Ihre Zweifel am Wahrheitsgehalt der Botschaft. Ist das so?

Ich war übrigens auch dabei. Einfach deshalb um zu erfahren, wie die IHK, vertreten durch Ihren Geschäftsstellenleiter in Görlitz, glaubt, meine gemutmaßten Interessen zu vertreten. Ich bin dort zahlendes Mitglied, Kraft Gesetz.

Dieses Gesetz schreibt mir aber nicht vor, das zu denken, was gut bezahlte Mitarbeiter dieser Anstalt öffentlichen Rechts glauben, denken zu müssen.

Erst schreiben, dann wegrennen!

Von Kurt Serafinowicz am 27.09.2009 - 12:10Uhr
Sehr geehrte Frau Fritzkowski, leider inzwischen schon weit weg.

Ihr Kommentar zeigt mir erneut, dass Sie, genau so wie einige Genossen, meine Beiträge zwar lesen aber nicht verstehen wollen oder können.

Da fragt mich ein Schreiberling, wie Sie, nach meinen Leistungen, ich antworte der Reihe nach nachprüfbar und schon kommen solche Leute wie Sie, die wahrscheinlich außer Neid nichts vorzuweisen haben, und verurteilen Bürger wie mich, die eine Meinung zu den Parteien und Vereinen und deren Vorbildwirkung bei Spenden und mit falschen Wahlversprechen haben nur, weil es einfacher ist mit dem Strom zu schwimmen.

Sind denn meine Fragen an die Postenjäger so unbequem? Ist meine Forderung nach der Vorbildwirkung so schlimm?

Es könnte schön sein, wenn einer dieser von mir angesprochenen Herren die gleichen Spende wie ich getätigt hätte und, wie Sie neidvoll behaupten, ein genau so "toller schuldenfreier Unternehmer" wie ich wäre.

Zum Thema Anstand kann ich nur bemerken, dass Sie sich wahrscheinlich noch keine Stadtratsitzung angesehen haben . . .
Eine jeglichen Anstands entbehrende Meute fällt über den OB (aber nicht zum Wohl der Görlitzer) her, um ihre zum Nachteil für Görlitz gefassten Beschlüsse vergessen zu machen.

Sie wissen auch noch nicht, dass ein unter neutralen Bedingungen angestrebtes Treffen des OB mit der IHK und Dr. Scheibe erneut von Dr. Scheibe abgelehnt wurde! Was steht nun wirklich im Vordergrund?

Zur Wirtschaftsförderung und zu den Aktivitäten der Vereine und Institutionen kann ich nur sagen, hätte ich nicht das ,was Sie mir vorwerfen, nämlich ein wenig Unternehmergeist, würde ich nicht so erfolgreich sein wie ich zur Zeit noch bin.

In der Zeit, wo sich andere Bürger mit Lügenparolen an den Laternenmasten zu profilieren versuchten und tatsächlich viele Bürger beeinflussen, habe ich nach Breslau ins Hotel "Jana Pawla" Kaffeemaschinen geliefert und neue Freundschaften (tätige und ohne Reklame) mit Polen geknüpft. Das ist natürlich nur eine Mitteilung an Sie und hat nichts mit in den Vordergrund rücken zu tun (ein bisschen stolz bin ich trotzdem).

Ich hoffe Sie lesen meinen Beitrag auch "inzwischen weit weg" und denken in erster Linie über Ihren Beitrag nach und spenden irgendwann, genau wie ich, etwas für Görlitz!

Gruß von ganz nah,

Serafinowitz

Sachfragen oder eigene Leistungen und Meinungen?

Von Ute Fritzkowski am 26.09.2009 - 13:19Uhr
Werter Herr Serafinowicz,

nachdem Sie hier doch sehr regelmäßig posten und ich Ihre Aussagen immer wieder mit Interesse verfolge, muss ich feststellen, dass es Ihnen wohl weniger um die Sachfragen an sich geht, sondern mehr darum, Ihre eigenen Leistungen und Meinungen in den Vordergrund zu stellen. So langsam weiß, denke ich, jeder hier, was für ein toller Unternehmer Sie sind und dass Sie sich auch immer korrekt verhalten, Parkbankspende und Wählerverein inklusive. Zu den diskutierten Fragen trägt dieses Wissen allerdings nur in begrenztem Umfang bei.

Zur Sache... äh... zum Thema: Der Bericht über eine geschlossene Veranstaltung in einem Medium macht diese definitiv nicht automatisch zu einer öffentlichen. Oder darf der Bürger neuerdings zu einer nichtöffentlichen Stadtratssitzung, nur weil diese zuvor öffentlich angekündigt wurde? Würde ich mich in einer wichtigen Sache mit einem Gesprächspartner verabreden, um mich dann ohne mein voriges Wissen plötzlich einer Vielzahl von Leuten gegenüberzusehen, ich hätte den Raum ebenfalls kommentarlos verlassen.

Ich bin zwar einige Jahrzehnte jünger als Sie, aber die meisten Vertreter Ihrer Unternehmergeneration und selbst ich weiß, dass man sich nicht ungefragt in anderer Leute Gespräche einmischt und auch, dass man nicht ohne Absprache neue Gesprächspartner hinzuzieht... vor allem, wenn das sehr einseitig geschieht. Fragt sich nur, wohin sich das ganze noch bewegen soll - einerseits pocht man auf Wirtschaftsförderung als höchstes Gut, andererseits verscherzt man es sich massiv und bewusst mit einem (ich nehme mal an gar nicht mal so kleinen) Teil der eigenen Unternehmerschaft und dank der hervorragenden Publicitywirkung solcher Aktionen auch noch mit zukünftigen Investoren und Ansiedlungswilligen.

Dass der Oberbürgermeister und seine engsten Mitarbeiter mit der an ihnen geübten Kritik nicht wirklich umzugehen verstehen, ist ja nichts Neues. Vielleicht sollte man im Rathaus mal in einen guten Benimm-Berater investieren.

Gruß von inzwischen weit weg

Fritzkowski

Schämt euch

Von E.T. am 22.09.2009 - 20:16Uhr
Ich finde es unmöglich, dass sich die Lokalpolitik, wie in dieser Stadt, in einem solchen Forum so zum Löffel macht. Ich schäme mich für diese öffentlichen Schlammschlachten.

Es sollte doch um die Interressen der Bürger und Einwohner gehen und nicht um die Vormachtstellung einzelner Parteien, Vereine oder Einzelpersonen!

Pfui!

Bin ich wirklich unanständig, Herr Seifert?

Von Kurt Serafinowicz am 22.09.2009 - 11:01Uhr
Hallo Herr Seifert,

ihr Schreiben ist mir natürlich eine Antwort wert. Ich werde versuchen, ohne Emotionen unsere Missverständnisse auszuräumen.

Ich habe doch schon in meinen vorherigen Kommentaren mitgeteilt, dass ich nicht mehr hinnehmen kann, dass die Gremien, die Dr. Scheibe und Herr Puppe vertreten, schon im Vorfeld der Wahlen Wahlwerbung in der Zeitung (auch unberechtigter Weise in meinem Namen) betrieben haben, obwohl sie zur Neutralität verpflichtet sind. Mich finden Sie als zahlendes Mitglied in der Handwerkskammer Dresden, von der auch besagte Auszeichnung erfolgte.

Zum Recht auf Veröffentlichung diverser Themen sollten Sie doch lieber die Sächsische Zeitung und Herrn Beutler befragen, da gerade von so einer Institution Veröffentlichungen für das Allgemeinwohl erwartet werden. Erinnern Sie sich an meine Spendenaufrufe an alle Partei- und Vereinsgrößen, sich doch einmal öffentlich zum beliebten Wahlkampfthema Helenenbad und Stadthalle zu bekennen und außer Spendenaufrufen an die Bewohner (Mütter mit Kleinkinder) und Vereinsgründungen doch mal tief in die eigenen Taschen zu greifen! Es geschah und passiert NICHTS!

Das von mir angesprochene PIN-Geschenk? Fehlanzeige! An wen und in welcher nachweisbaren Anzahl wurden Geschenke verteilt? Fordern Sie doch bitte mit mir gemeinsam eine Antwort von diesen Herren! Sie werden bei einer Schuldzuweisung immer den OB als alleinigen Schuldigen feststellen.

Ich versuche, auch wenn einige Fragen schon in meinen vorherigen Kommentaren bei aufmerksamer Lektüre beantwortet wurden, auch Sie zufrieden zu stellen. Zur Namensnennung kann ich nur sagen, dass mir ein Grossteil der anwesenden Herren nicht bekannt ist. Ich an Ihrer Stelle, sehr geehrter Herr Seifert, hätte gefragt, warum haben die Herren Puppe und Dr. Scheibe nicht einfach ihren Katalog überreicht, sich zu Euch gesetzt und über diese Probleme geredet (was ich eigentlich erwartet hatte)? Eine vorherige Veröffentlichung aller Themen in der Zeitung hat nun wirklich nichts mehr mit Geheimhaltung zu tun.

Auf Ihre direkte Frage, warum ich nicht den direkten Kontakt zur Kreishandwerkerschaft und IHK gesucht habe, ist meine Antwort folgende: Keine dieser Institutionen, wie auch noch einige andere Vereine, haben mir ihre Daseinsberechtigung nachgewiesen. Das heißt auf gut deutsch, alle wollen Beiträge und leisten nicht das von mir erhoffte (das ist nur meine Meinung).

Im Übrigen werde ich keinem Unternehmer seine Kompetenz absprechen, der weitsichtig und verantwortungsbewusst mit erhaltenen Krediten umgeht und diese und sein Unternehmen und das Wohl seiner Angestellten nicht, um kurzfristig als vielleicht bestangezogener Unternehmer mit den größten Autos zu gelten, leichtsinnig aufs Spiel setzt und keine Bänke für Görlitz spendet, wie ich es getan habe.

Auf meine Nachwendeleistung, sehr geehrter Herr Seifert, bin ich ein wenig stolz. Sie, als vielleicht nicht ganz so kleiner Unternehmer wie ich, verwechseln das mit Vermessenheit nur weil ich der Meinung bin, dass jedes Amt (auch Ehrenamt), auch wenn am Ende als Entgelt nur eine Auszeichnung mit Bild vor der Truppenfahne steht, vorher seine Daseinsberechtigung nachgewiesen haben muss.

Ich persönlich vermisse keine dieser Institutionen und erwarte, dass kein Ehrenamtsträger in Zukunft für mich (auch als geborener Görlitzer) in der Zeitung Wahlwebung betreibt bzw. Plakate aufhängt.

Ich habe mich gefreut, dass muss ich schnell noch mitteilen, dass in Ihrem Schreiben keine Schuldzuweisung an den OB vorkam und ich nicht als Paulickjünger bezeichnet wurde. Und übrigens, hoffen wir doch gemeinsam auf den neuen Heilsbringer, den LAUSITZRUBEL und . . . endlich entstand wieder mal ein neuer Verein. Ein Vorsitzender, ein Stellvertreter, ein Schatzmeister und, und, und. Haben Unternehmer soviel Zeit?

Ich grüße Sie, Herr Seifert,

Kurt Serafinowicz

Anstand wahren und Blick nach vorn

Von René Seifert am 21.09.2009 - 21:24Uhr
Sehr geehrter Herr Serafinowicz,

schade, wenn man Sie was direkt fragt, weichen Sie aus. Was Sie von anderen in der Vergangenheit immer eingefordert haben, halten Sie selbst nicht ein. Warum benennen Sie nicht die anderen Teilnehmer? Hat der Görlitzer Bürger kein Recht darauf, dies zu erfahren?

Wenn es ein Termin zwischen dem OB und den Herren Puppe/Scheibe war, warum haben Sie nicht dann auch die Herren Puppe/Scheibe gefragt, ob Sie teilnehmen dürfen? Gebietet meines Erachtens der Anstand. Herr Stänker, da kann ich Ihre Meinung nicht teilen, dass eine Veröffentlichung des Kataloges in der Zeitung gleich zu einem öffentlichen Charakter des Termins führt.

Sehr geehrter Herr Serafinowicz, Ihren Hinweis zur Anfrage an das Rathaus halte ich für etwas ironisch. Die Ablehnungsgründe einer Anfrage - sei es aus personellen oder aus sachlichen Gründen (z.B. „Es handelte sich um eine vertrauliche Gesprächsvereinbarung.“)- brauche ich Ihnen wohl nicht zu benennen.

Ob die Veröffentlichung des sogenannten Forderungskataloges nun öffentlich erfolgen musste, darüber kann man diskutieren. Aber schaut man sich einmal die Inhalte des Forderungskataloges (Sachstandskatalog wäre besser) an, so sind es doch Themen, die schon länger auf der Agenda stehen. Und diesbezügliche Nachfragen zu Sach- und Bearbeitungsständen kommen nicht nur von den Herren Puppe und Dr. Scheibe, sondern aus mehreren Bereichen. Und wie Sie selbst wissen, sind bereits diesbezügliche Gespräche auch schon in der Vergangenheit zwischen den Parteien gelaufen, ohne dass eine Ankündigung in der Presse erfolgte. Leider ohne Ergebnis.

Herr Serafinowicz, was wäre jetzt falsch daran gewesen, wenn die Herren Puppe und Scheibe den Katalog übergeben hätten und man sich auf einen Ablaufplan verständigt hätte? Komischerweise sind beide Seiten für Wirtschaftsrunden, mit Beteiligung von Görlitzer Unternehmern, also zum Beispiel mit Ihnen. Ich finde, dies ist ein guter Anfang. Aber es sollen Wirtschaftsrunden und keine „Wirtschaftsweisenrunden“ aus Vertretern des Vereins zur Sache e.V. sein.

Aber wenn Sie schon nicht meine Frage zu den Teilnehmern beantworten, dann habe ich noch zwei andere Fragen an Sie.

Ich freue mich, dass Sie mitgeteilt haben, dass Sie pünktlich zahlendes Mitglied in der Kreishandwerkerschaft sind (ich hatte Sie nämlich nicht auf einer der im Internet veröffentlichten Innungslisten gefunden). Wenn Sie als Mitglied unzufrieden sind, warum haben Sie nicht mit Ihrem Dutzend den direkten Kontakt zu den Herren Scheibe und Puppe gesucht? Im Unternehmerverband wird auch hart diskutiert. Aber hier wird der Anstand gegenüber Gremien gewahrt.

Des Weiteren freut es mich, dass es Ihnen wirtschaftlich gut geht. Aber finden Sie es nicht etwas vermessen, sich als kompetent zu bezeichnen, nur weil man schuldenfrei ist? Ich hoffe nur, dass Sie Existenzgründern, Saisonfinanzierern oder mittelständischen Unternehmen - also Leute aus Ihren Reihen - mit großen Ersatz- oder Erweiterungsinvestitionen keine Inkompetenz unterstellen, nur weil Sie zum Teil diese notwendigen Millionenbeträge über Kredit finanzieren?

Sehr geehrter Herr Serafinowicz, ich weiß, dass Sie so reden oder schreiben wie Ihnen der „Schnabel“ gewachsen ist. Direktheit an der richtigen Stelle und im gesunden Maße finde ich wichtig und richtig. Aber Ihre sarkastische Meinung zur Auszeichnung von Herrn Dr. Scheibe finde ich dann eines Unternehmers nicht würdig. Gerade Sie als Unternehmer sollten wohl am besten beurteilen können, was für ein Zeitaufwand ein Ehrenamt neben der Tätigkeit als Mittelständler kostet. Gerade die Zusammenführung der Unternehmer im Süden und im Norden des neuen Landkreises ist ein wichtiger Punkt in der regionalen Wirtschaftspolitik.

Also Herr Serafinowicz, Anstand wahren, einige Emotionen rausnehmen und Sie sind ein wichtiger Teilnehmer für die angestrebten Wirtschaftsrunden. Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn wir alle endlich das Puppentheater verlassen und uns mit den wichtigen Themen kritisch auseinandersetzen.

Herr Ahrens verdreht wieder die Tatsachen

Von Kurt Serafinowicz am 20.09.2009 - 20:26Uhr
Hallo Herr Ahrens,

ich möchte mich, nachdem ich Ihren netten Kommentar an Herrn Seifert gelesen habe, einfach einmischen, da ja eigentlich nur meine Person von Herrn Seifert aufgefordert wurde zu antworten.

Deshalb nehme ich mir die Freiheit auf Ihre Verdrehungen einzugehen, da Sie wieder versuchen, dem OB Unlauterkeit unterzujubeln.

Er wird von Antipaulickjüngern, zu denen Sie und einem Grossteil von undiszipliniert agierenden Stadträten, alle zwar volljährig, aber bei den Sitzungen mit sehr schlechtem Benehmen (5-6), in Presse und Internet massiv angegriffen. Es wird ständig versucht, auch mit unlautersten Mitteln, ihn zu Fall zu bringen.

Da brauchen Sie sich nicht zu wundern, wenn es einige neutrale Bürger gibt, die diesen Machenschaften auf den Grund gehen wollen um zu erfahren, ob der OB oder die ihn mit allen Mitteln Bekämpfenden, sagen wir einmal "Fachidioten", die sind, die überhaupt den guten Willen haben, für Görlitz tätig zu sein.

Denn soviel wie Sie und Ihr Maurermeister Schultze, der mir noch einige Antworten wegen dem Gratis-Altstadtfest-PIN schuldig ist, verstehe ich allemal von der Wirtschaft. Oder haben Sie, außer unsachliche Briefe zu schreiben, überhaupt etwas in der Wirtschaft vorzuweisen was Sie berechtigt, mitzureden?

Das gilt auch für den größten Teil der Stadträte, die mit nicht vorhandenem Geld die Stadt sanieren wollen, um die vorprogrammierten Fehler dem OB unterzujubeln. Damit alles in Zukunft mit rechten Dingen zugehen soll, werde ich (und einige Mitbürger) wachsam so viele Aktivitäten wie möglich (natürlich ohne Honorar) verfolgen.

Auch Sie hatten nach der Zeitungsmitteilung die Möglichkeit (kein Interesse?) an der Versammlung teilzunehmen. Aber wo waren alle Kämpfer? Ach ja, es gab ja kein Sitzungsgeld!

Zum Abschluss noch einmal meine eindringliche Frage an Herrn Ahrens und alle von mir zu Spenden (öffentlich) aufgerufenen Partei- und Vereinsvorsitzenden, den Lokalredakteur, der meine Briefe verfälscht, und an alle Zugereisten, die laut Zeitung die große Liebe zu Görlitz entdeckt haben und nun recht gut in der und durch die Stadt Geld verdienen. Wollen wir nicht gemeinsam, meine Person inbegriffen, für das Helenenbad, für die Stadthalle und auch für die zu Schadensersatz Verurteilten ehemaligen Stadträte spenden (für diese aber nur die Bürger, die das vom OB fordern), damit die Stadt und damit der OB nicht auf Geld, dass an allen Ecken fehlt, verzichten muss?

Warum haben die Stadträte das PIN-Geschenk angenommen?

Das fragt zum 100-sten mal die Antipaulickjünger (stammt von mir, Herr Ahrens) der Paulickjünger (stammt von Herrn Ahrens)

Kurt Serafinowicz

Ich hoffe Sie bleiben neutral, Herr Seifert

Von Kurt Serafinowicz am 19.09.2009 - 12:45Uhr
Sehr geehrter Herr Seifert,

die Namen aller an der Gesprächsrunde teilnehmen wollender Unternehmer sind bestimmt im Rathaus zu erfragen.

Ich war dabei. Meinen Namen können Sie erfahren! Kurt Serafinowicz, schuldenfreier (deshalb auch kompetenter) Kleinstunternehmer aus Görlitz. Die anderen Namen bitte an einer geeigneten Stelle erfragen.

Wenn Sie sich eine unvoreingenommene Meinung bilden wollen, dann lesen Sie doch den Lokalteil der Sächsischen Zeitung vom 19.09.2009, aber bitte aufmerksam ! Dann vergleichen Sie mit dem Görlitzer Anzeiger.

Erste Seite: Der Kreishandwerksmeister Dr. Scheibe erhielt von der Handwerkskammer in Dresden, deren pünktlicher Beitragszahler ich bin, u.a. für die Ausübung des Ehrenamtes usw. die goldene Ehrennadel (herzlichen Glückwunsch). Ganz versteckt auf einer der hinteren Seiten unter GR-Geflüster, nachdem der OB zum Zittern gebracht wurde, mittig : Dr. Scheibe verliess die gespannt auf seine Ausführungen wartenden Handwerkskollegen ohne etwas gesagt zu haben. Rufe wie "Feigling" begleiteten seinen Abgang (sinngemäss). Ebenso wurde Herr Puppe mit gleichem Beifall verabschiedet.

Übrigens, die Zusammenkunft und die Themen waren schon am Tag zuvor durch die Zeitung bekannt gemacht worden. Leider waren eben nur diese Interesse bekundenden Bürger im Rathaus erschienen, um ein weiteres Kapitel Aktivität der Herren Puppe und Dr. Scheibe mitzuerleben (vor der letzten Wahl haben beide Herren ohne mich und andere Unternehmer zu fragen, massiv Wahlwerbung betrieben), um die "peinliche Untätigkeit des Oberbürgermeisters Paulick" zu verurteilen. Leider verlief dieser unrühmliche Akt der Untätigkeit in die falsche Richtung.

Nun erwarte ich die nächste Auszeichnung für den IHK-Chef Herrn Puppe für übergroße Mitteilungsbereitschaft im Kampf für den Wirtschaftsstandort Görlitz. Der OB als Prügelknabe für alle Fehler, die andere verzapfen (Helenenbad, Stadthalle usw.), bekommt keine Auszeichnung!

Nun, Herr Seifert, bin ich auf Ihre Neutralitätsbekundung gespannt. Trauen Sie sich einfach.

Es grüßt Sie

Kurt Serafinowicz

Paulick und die Kammern

Von thorsten ahrens am 19.09.2009 - 12:45Uhr
Werter Herr Seifert,

in der Tat eine interessante Frage. Da sie aber kaum taugen wird, Herrn Paulick - entgegen seines wirklichen Agierens - in ein positives Licht zu rücken, werden sie wohl lange auf eine zufriedenstellende Antwort der hier schreibenden Paulick-Jünger warten dürfen.

Darüber hinaus ist es schon eigenartig, wie ein gemeinsames und definiertes Treffen - nämlich ohne Dritte - einseitig durch Paulick verändert wird. Persönlich mag ja jede Privatperson mit Verlässlichkeit umgehen wie sie mag, als Oberbürgermeister jedoch sollte es selbstverständlich sein, sich an Zusagen und Verabredungen zu halten.

Dass Paulick dies seit viel zu langer Zeit immer wieder anders vorlebt ist zu bedauern, zeigt jedoch sehr deutlich seine Defizite. Dass der Seitenbetreiber hier das anders zu sehen scheint, bedaure ich wirklich und ... ich kann es auch tatsächlich nicht nachvollziehen.

Das generelle Bedürfnis weiterer Personen, sich mit Paulick und den Kammern ins Befinden zu setzen, begrüße ich im Übrigen ausdrücklich. Ich bin jedoch genauso fest davon überzeugt, dass der gewählte Weg (nämlich getroffene Vereinbarungen nicht einzuhalten) der falsche ist.

Mfg

Thorsten Ahrens


Anmerkung der Redaktion:
Die Überschrift "Paulick und die Kammern" ist dahingehend irreführend, als dass es sich bei der Kreishandwerkerschaft, der Dr. Knut Scheibe als Kreishandwerksmeister vorsteht, um keine Kammer handelt. Das Pendant der von dem Görlitzer Geschäftsstellenleiter Christian Puppe vertretenen Industrie- und Handelskammer (IHK), deren Pflichtmitglieder im Kern gewerbliche Dienstleister, Händler und die Industrie sind, wäre die Handwerkskammer (HWK) als Pflichtorganisation des Handwerks.
Die Kreishandwerkerschaft hingegen könnte man als Dachverband der örtlichen Innungen, die auf freiwilligen Mitgliedern basieren, bezeichnen. Sie versteht sich als Interessenvertreter des Handwerks in der Öffentlichkeit.

Gesprächsteilnehmer

Von René Seifert am 18.09.2009 - 15:56Uhr
Sehr geehrter Herr Serafinowicz,

wer waren laut Artikel das Dutzend wichtige Leistungsträger der Görlitzer Wirtschaft, die an diesem Gespräch teilnehmen wollten?

Man sollte diese schon benennen, damit der Leser die Artikel im Görlitzer Anzeiger und in der SZ bewerten kann.

Vielen Dank im Interesse aller Leser.

Vor der Wahl Amtsanmaßung, nach der Wahl sind wir zu doof!

Von Kurt Serafinowicz am 18.09.2009 - 09:42Uhr
Nach dem Bericht der Lokalausgabe am 16.09.2009 sollte endlich ein klärendes Gespräch zwischen OB, Kreishandwerkerschaft und der IHK, vertreten durch ihre Leiter, stattfinden. Nach Information durch die Sächsische Zeitung sollte das Gespräch am 17.09.2009 im Rathaus stattfinden.

Nachdem Herr Dr. Scheibe und Herr Puppe sich angemaßt hatten, im Namen aller Handwerker und Gewerbetreibenden massiv in den Wahlkampf einzugreifen, wollten einige Kollegen und ich über den Gesprächsverlauf direkt informiert werden. Aus der Vergangenheit haben wir gelernt, dass jedes Gespräch mit dem OB durch die Zeitung verfälscht wiedergegeben und in jedem Fall zu Ungunsten des OB erschienen ist. Der OB, im Vorfeld befragt, hatte gegen unsere Teilnahme an besagter Unterredung nichts einzuwenden.

Das Gespräch über den Forderungskatalog der Wirtschaft war so immens wichtig (auch laut Sächsische Zeitung "Besser streiten als gar nicht reden"), dass die beiden Herren Dr. Scheibe und Puppe, als sie einen Teil ihrer erwartungsvoll auf sie schauenden Sponsoren sahen, sofort auf ihr, laut Zeitung dringliches Gespräch zum Wohl der Allgemeinheit, verzichteten.

Mit Kopfschütteln erlebten wir diese Herren, von denen zumindest einer von unseren Beiträgen seinen Lebensunterhalt mitfinanziert bekommt. Wie können sie uns Handwerker und Gewerbetreibende dieser Stadt dermassen vor den Kopf stossen?!

Keine Bitten des OB zum Wohl derr Stadt Görlitz doch vor uns als durchaus kompetente Bürger ihren Forderungskatalog vorzulegen. (wir gehören doch auch zur Wirtschaft oder nicht?) halfen.

Wenn wir schon nicht am Forderungskatalog mitarbeiten durften, so wollten wir als Fachleute doch erfahren, was wir uns (Wirtschaft) so ausgedacht haben (wie bei der Wahl). Alle hatten wir den Eindruck, dass mit unserem Erscheinen ein mieses Kapitel im Antipaulickkampf nicht stattfinden konnte. Ich habe bei diesem Auftritt nur festgestellt, dass persönliche Befindlichkeiten über dem Allgemeinwohl stehen.

Das Ende dieser Runde lautet nun: Weder wurde gestritten noch geredet, wir Handwerker und Unternehmer dieser Stadt sind für die beiden Vertreter der IHK und Kreishandwerkerschaft wohl zu blöd!

Lieber wird ein wichtiges Gespräch abgesagt, als die Bürger zu informieren.

Was wohl der immer neutral berichtende Herr Beutler zu dieser miesen Situation demnächst mitzuteilen hat?

Das fragt:

Kurt Serafinowicz

Peinlich, peinlich

Von Rolf Domke am 18.09.2009 - 09:32Uhr
Vertreter der IHK und der Kreishandwerkerschaft verweigern sich einem Gespräch mit ihren Mitgliedern

Was war los? Der Chef der Kreishandwerkerschaft hatte einen erbetenen Termin beim Görlitzer Oberbürgermeister. Völlig normal. Ein Tag vorher aber wird in der örtlichen Presse dieser Termin mit einem Forderungskatalog von den vermeintlichen Wirtschaftsbossen (IHK; Kreishandwerkerschaft und Unternehmerverband) in Görlitz mit Themennennung angekündigt. Sollte da wieder jemand getrieben werden?

Also sagt sich der OB, wenn da die entsprechenden Interessenvertreter kommen, lade ich auch ein paar ihnen vertretene Unternehmer ein. Warum nicht, die Zeitung hatte ja schon tendenziell berichtet und wichtige Themen in Görlitz gibt es genug und intelligente Köpfe ja auch. Also, ein fruchtbarer Austausch schadet nie.

Nur, die Herren Interessenvertreter hatten plötzlich keine Lust mehr und sind nach dem Blick auf die Unternehmerschaft gegangen. Nein, halt, vertrauliche Themen waren nicht vorbereitet oder angesagt, sagten sie jedenfalls.

Kein Bitten, kein Betteln der eigentlich zu Vertretenden half. Weg waren sie.

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  • Quelle: /red | Foto: /BeierMedia.de
  • Zuletzt geändert am 18.09.2009 - 08:00 Uhr
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