Wirtschaftsfaktor Tourismus
Bordeaux. Beim 7. Europäischen Tourismusforum und dem damit verbundenen Treffen der EU-Tourismusminister vom 17. bis 19. September 2008 im Rahmen der französischen EU-Ratspräsidentschaft in Bordeaux wies im Beisein des Vizepräsidenten der EU-Kommission, Günter Verheugen, der Beauftragte der Bundesregierung für Tourismus, Ernst Hinsken, MdB, darauf hin, dass in Deutschland der Tourismus mehr und mehr als wichtiger Wirtschaftsfaktor angesehen wird. Hinsken leitete in Vertretung von Bundeswirtschaftsminister, Michael Glos, MdB, die deutsche Delegation.
Alterspyramide und Klimawandel beeinflussen Touristenströme
Trotz der insgesamt dynamischen Entwicklung des Deutschlandtourismus sieht Hinsken eine Reihe von ernst zu nehmenden Herausforderungen, aber auch daraus entstehenden Chancen auf die Tourismuswirtschaft zukommen. So gehen wissenschaftliche Studien davon aus, dass der Klimawandel touristische Ziele verändern wird und Reiseströme sich verlagern. Es sind deshalb frühzeitig Anpassungsstrategien für die veränderten Umweltbedingungen zu entwerfen. So werden z. B. naturnahe Urlaubsformen wie Radtourismus, Wandertourismus, Urlaub auf dem Bauernhof nach Aussage des Tourismusbeauftragten durch die Bundesregierung gezielt gefördert.
Hinsken forderte, bei den Tourismusangeboten die veränderte Alterspyramide zu berücksichtigen. In Zukunft werden immer mehr ältere Menschen reisen. Insbesondere Wellness- und Gesundheitstourismus sowie barrierefreie Tourismusangebote werden durch den demographischen Wandel an Bedeutung gewinnen.
Im globalen Wettbewerb der Reiseziele wird Deutschland laut Hinsken auf Qualitätstourismus setzen. Deutschland wird seine Stärken im Städte- und Kulturtourismus sowie im Geschäftsreisesektors weiter betonen, ohne allerdings den Tourismus in der Fläche zu vernachlässigen, war seine Botschaft an die Tourismusminister der anderen EU-Länder.
Der Tourismusbeauftragte begrüßte den Vorschlag der französischen Präsidentschaft, durch die EU-Kommission eine europaweite Studie zum Konsumverhalten der Touristen in Auftrag zu geben. "Wenn wir genaue Informationen über das Ausgabeverhalten der Touristen haben, können wir uns bei der Gestaltung der politischen Rahmenbedingungen daran orientieren", begründete Hinsken sein positives Votum.
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- Quelle: /red
- Zuletzt geändert am 19.09.2008 - 21:16 Uhr
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