Preisvergleich nun auch für Cannabis?

Preisvergleich nun auch für Cannabis?Görlitz, 16. November 2017. Möchte man im Internet Preise vergleichen, so ist dies bisher nichts Besonderes. Plattformen wie Idealo, Check24, Swoodoo oder Booking.com ermöglichen vom Flugticket bis hin zum Telefontarif einen umfangreichen Preisvergleich. Neu ist allerdings die Idee eines jungen Mannes aus Karlsruhe, der sich aus einer Laune heraus überlegte, einen Preisvergleich für Cannabis zu erstellen. Doch ist dies in Deutschland gesetzlich zugelassen?
Abbildung oben: In Deutschland sind die Regeln in Bezug auf die Hanfplanze im Grundsatz einfach: Samenbesitz ist erlaubt, Anbau und Ernte aber sind verboten.

Online Angebote: auch der Kunde muss sich legal verhalten

Online Angebote: auch der Kunde muss sich legal verhalten

Preisvergleichsportale erleichtern im Internet die Orientierung in vielen Branchen. Ist jedoch ein Preisvergleich für Cannabis noch legal?

Bekannt ist, dass nach dem Betäubungsmittelgesetz der Anbau, Handel und Konsum mit Cannabis per Gesetz verboten sind und gerichtlich verfolgt werden. Wie sieht es allerdings aus, wenn ein Online Preisvergleich auftaucht, der nur Preise gegeneinander hält, selber aber weiter nicht in Aktion tritt? Genau dies beschreibt die Plattform, die der Mann aus Karlsruhe aus einer Laune heraus ins Leben gerufen hat. Dabei handele es sich lediglich um eine reine Datenerhebung von Konsumenten, die der Plattform Preisangaben aus ihrer Umgebung senden würden. Darauf, dass die Daten alle zuverlässig sind, wird natürlich keine Garantie gegeben. Da über die Plattform weder Tipps und Tricks gegeben oder sogar Ware verkauft wird, bewegt man sich in einer Grauzone, könnte aber unter Umständen dennoch Probleme bekommen.

Vergleichbare Seiten gibt es auch bereits beim Kauf von Cannabis Samen. So findet man auf einer Seite die holländischen Coffee Shops, die ihre Angebote wie ein normaler Händler aus den Niederlanden vertreiben. Auf der anderen Seite ebenfalls Preisvergleiche, die selber keine Waren vertreiben, sondern lediglich die Preise für die Hanfsamen vergleichen. Auch hier ist wieder eine deutliche Grauzone zu erkennen, da der Besitz der Samen zwar nicht verboten ist, jedoch aber der Anbau und die spätere Ernte. Daher gilt es grundsätzlich, bei der Bestellung dieser Pflanzenteile vorsichtig zu sein und sich gründlich über die möglichen Konsequenzen zu informieren.

Allerdings dürfte es in der nahen Zukunft spannend werden, wenn sich nach der Regierungsbildung eventuelle Gesetzeslagen ändern. Zwar ist die CDU strikt gegen eine weitere Legalisierung, die Grünen und die FDP können sich allerdings weitere Schritte in diese Richtung gut vorstellen.

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  • Quelle: red | Foto: quinntheislander / Quinn Kampschroer, Grafik: geralt / Gerd Altmann, beide pixabay und Lizenz CC0 Public Domain
  • Zuletzt geändert am 16.11.2017 - 08:29 Uhr
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