Seit 15 Jahren in der Oberlausitz: Veolia

Seit 15 Jahren in der Oberlausitz: VeoliaGörlitz, 17. Januar 2016. Félicitations! Seit 15 Jahren ist die französische Veolia Gruppe mit Sitz in Paris als Kommunaldienstleister auch in der Oberlausitz engagiert. Mit ihrem Tochterunternehmen Veolia Environnement Lausitz GmbH ist sie an den zuvor rein kommunalen Stadtwerken in Görlitz und Weißwasser beteiligt. Und diese entwickeln sich prächtig.
Abbildung: Im Görlitzer Stadtbild sind ist die Stadtwerke Görlitz AG (SWG) nicht zu übersehen - hier das moderne Blockheizkraftwerk in der Salomonstraße am Landratsamt Görlitz.

Positive Bilanz als Partner der Kommunen

Positive Bilanz als Partner der Kommunen

Grafik: Veolia

In Beszug auf die Oberlausitz zieht Veolia für das zurückliegende anderthalbe Jahrzehnt eine positive Bilanz: Die Stadtwerke Weißwasser und Görlitz hätten schwierige Marktveränderungen vorbildlich gemeistert und seien für die Zukunft gut gewappnet, wird mitgeteilt.

In der Tat hat sich in diesen Jahren vieles drastisch verändert: Liberalisierung des Energiemarktes, Regulierung durch die Bundesnetzagentur, Energiewende und neue EU-Wasserrichtlinien. Viele regionale Versorger, darunter die Stadtwerke Wansleben und Völklingen, sind in diesem Wandel in Schieflage geraten. Kooperationen mit einem starken Partner sind in einem solchen Umfeld ein wichtiger strategischer Vorteil.

Der international tätige Umweltdienstleister Veolia pflegt Kooperationen mit Kommunen seit über 160 Jahren. Die Strategie der partnerschaftlichen Zusammenarbeit verfolgte die Veolia-Gruppe auch vor 15 Jahren mit der Beteiligung ihres Tochterunternehmens Veolia Environnement Lausitz GmbH an den bis dahin rein kommunalen Stadtwerken Görlitz im Jahr 2001 und Weißwasser im Jahr darauf. "In Weißwasser bewahrte der Einstieg von Veolia das Unternehmen vor der Insolvenz", weiß Julien Mounier, Geschäftsführer und Direktor des Geschäftsbereichs Energie bei Veolia Deutschland.

"Die erhofften Effekte der Partnerschaft", so Mounier weiter, waren Synergien, der Zugewinn von Know-how, eine Steigerung der Wirtschaftlichkeit und die Verbesserung der Dienstleistungsqualität. Diese Hoffnungen haben sich erfüllt. Mit einem dreistufigen Strategieplan sorgte und sorgt Veolia bei beiden Stadtwerken für eine stabile und erfolgreiche Zukunft.“

Stadtwerke haben sich gewandelt

Naturgemäß ist die Versorgungssicherheit das wichtigste Anliegen von Veolia. Im Gegensatz dazu stand die Tatsache, dass in den Jahren vor der Beteiligung bei den Stadtwerken Weißwasser dort kaum Investitionen getätigt worden waren. Dadurch waren Schwierigkeiten bei der Versorgung sowie Störungen vorprogrammiert. Erst mit Veolia kamen die notwendigen Investitionen, bis heute flossen rund 3,2 Millionen Euro pro Jahr in Netze und Anlagen.

In Görlitz hingegen nimmt die Stadtwerke Görlitz AG allein für die Erneuerung der Netze und Anlagen im Trink- und Abwasserbereich in den kommenden drei Jahren (bis 2018) immerhin 16 Millionen Euro in die Hand.

Auch die Arbeits- und Geschäftsprozessen wurden und werden optimiert. Dabei versteht Veolia nach eigenem Bekunden anders als andere große Unternehmen unter Prozessoptimierung nicht etwa Personalabbau. Mounier: "Wir wissen, dass Veränderungen im ersten Schritt Ängste bei der Belegschaft hervorrufen. Damit diese erst gar nicht entstehen, bietet Veolia daher bei größeren Veränderungen immer eine Arbeitsplatzgarantie an."

Laufen die neuen Prozesse dann rund, so profitieren alle davon. Bei den Stadtwerken Weißwasser wurden in den letzten Jahren dank neuer Geschäftsfelder sogar 15 Arbeitsplätze zusätzlich geschaffen. Dank dem Know-how der international tätigen Veolia-Gruppe entsprechen die unternehmensinternen Abläufe heute international anerkannten Standards. So sind beide Stadtwerke seit mehreren Jahren nach den strengen ISO-Kriterien im Bereich Qualitäts- und Umweltmanagement, Arbeitssicherheit, Energiedatenmanagement geprüft und zertifiziert, die Stadtwerke Görlitz darüber hinaus auch im technischen Sicherheitsmanagement (TSM).

Diese bescheinigte Qualität spiegelt sich in den Ergebnissen der Kundenzufriedenheitsanalyse von 2014 wider. Dazu hatten mehr als 400 Privatkunden der beiden Stadtwerke ihren Stromversorger bewertet. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: 84 Prozent zufriedene Kunden bei den Stadtwerken Görlitz – so eine Zahl können sich andere Versorgungsunternehmen nur wünschen. Die Stadtwerke Weißwasser liegen mit 78 Prozent nur unwesentlich dahinter.

Stabile Preise


Die Optimierung von Abläufen erlaubt es beiden Oberlausitzer Stadtwerken, die Kosten für einen großen Teil ihrer Investitionen abfangen. In Görlitz garantieren die Stadtwerke stabile Wasserpreise bis mindestens Ende 2018 – und das trotz umfangreich geplanter Investitionsmaßnahmen, sowohl im Trink- als auch im Abwasserbereich. "Dies muss uns auch in Weißwasser gelingen", betont Katrin Bartsch, Geschäftsführerin der Veolia Environnement Lausitz GmbH. Ziel sei es, in Weißwasser und für den Wasserzweckverband Mittlere Neiße-Schöps trotz der bekannten Herausforderungen die Wasserpreise künftig stabil zu halten.

Im Selbstlauf geht das freilich nicht, weshalb Veolia auch hier gewohnte Arbeitsweisen, aber auch bestehende Verträge auf den Prüfstand stellen will. Mournier wird deutlicher: "Dazu gehören auch unsere aktuellen Betriebsführungsverträge im Wasserbereich mit der Stadt Weißwasser und dem Wasserzweckverband Mittlere Neiße-Schöps. Diese Verträge sind über zehn Jahre alt, vielleicht kann man auch hier einiges zu Gunsten des Verbrauchers optimieren."

Wachsen im schrumpfenden Umfeld

Die gesunde betriebswirtschaftliche Situation beider Stadtwerke erlaaubt es, Ressourcen für die Entwicklung neuer Dienstleistungsbereiche einzusetzen. Was anderenorts Normalität ist, wird in der Oberlausitz zur Herausforderung. "Die Kunst ist es, auch in einer Region mit demografischem Rückgang zu wachsen", beschreibt Mournier die Situation. Dass dies mit Veolia möglich sei, habe man in Deutschland mehrfach bewiesen.

Dabei setzt Veolia auf einen Paradigmenwechsel, der aus den traditionellen kommunalen Ver- und Entsorgern moderne Dienstleister macht. In diesem Wandelprozess, der in den beiden Oberlausitzer Stadtwerken seit Jahren vorangetrieben wird, gibt es konkrete Projekterfolge wie die Übernahme der Betriebsführung des Zweckverbandes Abwasser Rothenburg/O.L. im Jahr 2006, der Görlitzer Straßenbeleuchtung im Jahr 2010 oder des Blockheizkraftwerkes im Erlebnisbad Krauschwitz im Jahr 2011. Darüber hinaus ist die Veolia Environnement Lausitz GmbH mit ihren Stadtwerken seit 2011 als Betriebsführer der Energie- und Wasseranlagen der Technischen Werke und der VEGO Ver- und Entsorgungs GmbH in Ostritz aktiv.

Mit der Errichtung von Energie-Effizienz-Quartieren (EEQ) setzt das Unternehmen zudem Maßstäbe für die Zukunft. Mit dem EEQ3-Ind ist man nun sogar als Partner der Industrie tätig. Diese hochinnovative Erzeugungsanlage versorgt seit 2015 das Bombardier-Werk in Görlitz mit der notwendigen Wärmemenge in Form von Dampf und Strom.

Starke Stadtwerke sind lokale Wirtschaft und nützen Allen

Vom wirtschaftlichen Erfolg der Stadtwerke in Görlitz und Weißwasser profitiert die Region in Form von sicheren Arbeitsplätzen. Außerdem finden dadurch regionale Unternehmen bessere Standortbedingungen. Mehr noch: Örtliche Vereine und Partner zehren vom Sponsoring durch die beiden Kommunaldienstleister; die Lausitzer Füchse in der Eissport-Stadt Weißwasser beispielsweise erleben, dass Veolia sein jährliches Engagement verstärkt. In Görlitz zum Beispiel trägt Veolia mit der Gründung einer Stiftung zur Wiederbelebung der Stadthalle beiträgt.

Herausforderungen werden nicht weniger

Themen wie die Energiewende, der Umbau des Energiesystems sowie die Transformation durch die Digitalisierung zwingenn die Stadtwerke, weiter am Ball zu bleiben. Veolia ist mit einem Netzwerk, das inzwischen aus acht Stadtwerken in Deutschland besteht, dafür gut gerüstet und kann auf eine hervorragende Expertise zurückgreifen. Das stärkt die einzelnen Standorte und hilft, die neuen Herausforderungen zu bewältigen.

Veolia - ein Weltkonzern

Veolia sieht sich selbst als weltweiten Maßstab für optimiertes Ressourcenmanagement. Dabei agiert der französische Konzern mit mehr als 187.000 Beschäftigten*) auf allen fünf Kontinenten im Wasser-, Abfall- und Energiemanagement. Dabei gehe es um die nachhaltige Entwicklung der Kommunen und der Wirtschaft durch verbesserten Zugang zu Ressourcen, deren Schutz und deren Erneuerung.

2013 stellte die Veolia-Gruppe weltweit die Trinkwasserversorgung von 94 Millionen Menschen und die Abwasserentsorgung für 62 Millionen Menschen sicher, erzeugte 54 Millionen MWh Energie und verwertete 38 Millionen Tonnen Abfälle. Der konsolidierte Jahresumsatz von Veolia Environnement (Paris Euronext: VIE) betrug 2013 23,4 Milliarden Euro*).

Allein in Deutschland arbeiten in den Geschäftsbereichen Wasser, Entsorgung und Energie mehr als 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an über 200 Veolia-Standorten (inkusive Beteiligungsgesellschaften) und sind dabei für mehr als 13 Millionen Menschen tätig. Hinzu kommen zugeschnittene Leistungen für Privat- und Gewerbekunden sowie Handels- und Industriebetriebe. In seinen drei Geschäftsbereichen erwirtschaftete Veolia in Deutschland 2013 einen Jahresumsatz von 1,9 Milliarden Euro.

*) Ungeprüfte Pro-forma-Zahlen 2013, einschließlich Dalkia International (100%) und ohne Dalkia Frankreich. Ohne Aktivitäten und Umsatz der zum Verkauf stehenden Verkehrssparte Transdev.

Mehr:

Teilen Teilen
Kommentare Lesermeinungen (0)
Lesermeinungen geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion, sondern die persönliche Auffassung der Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zu sinnwahrender Kürzung vor.

Schreiben Sie Ihre Meinung!

Name:
Email:
Betreff:
Kommentar:
 
Informieren Sie mich über andere Lesermeinungen per E-Mail
 
 
 
  • Quelle: red | Foto: © Görlitzer Anzeiger, Grafik: © Veolia
  • Zuletzt geändert am 17.01.2016 - 02:14 Uhr
  • drucken Seite drucken