Zum FOLKLORUM fährt die Fähre wieder!
Kulturinsel Einsiedel | Nieder Bielau (Bielawa Dolna). Auch wenn die Neißelandschaft noch die Zeichen der Flut trägt - zum 17. FOLKLORUM, das vom 3. bis 5. September 2010 auf der Kulturinsel Einsiedel abgeht, wird die Neißefähre, das sogenannte Wanderbrückum, wieder fahren. Doch das Fährschiff selbst mit seinen Anlegestellen ist nur die eine Seite der Medaille.
Flutsee abgepumpt - Fähre wichtig für Nieder Bielau

Der "abgepumpte Weg", hinten die fast vollständig gerettete Zollstation. Zum FOLKLORUM soll alles wieder nutzbar sein.
Die Anlegestellen müssen auch erreichbar sein. Auf deutscher Seite ist die Steintreppe zur Neiße schlichtweg verschwunden - ein Symbol für die ungeheure Kraft des Wassers.
Besonders schlimm ist jedoch die Lage auf der polnischen Seite. Hier hat die Neiße den erst unlängst befestigten Weg durch die Neißewiesen mitgerissen und - wie nach dem Abpumpen des Restsees sichtbar wurde - einen regelrechten Graben hinterlassen.
"Mit drei Feuerwehrpumpen haben wir einen ganzen Tag gebraucht, um das Wasser zurück in den Fluss zu bringen", berichtet Robert, der die Arbeiten am polnischen Ufer koordiniert.
Die Nutzbarkeit der Fähre und der Wege ist wichtig für die Wirtschaft in Nieder Bielau. So werden Übernachtungsmöglichkeiten und die Waldschenke (Bar Lesna) zunehmend von deutschen Touristen und Ausflüglern, die mit der Fähre übersetzen, entdeckt.
In Nieder Bielau scheint, so der äußere EIndruck, die Zeit stehen geblieben zu sein. Mit Unterstützung der Kulturinsel Einsiedel wird eine ganze Reihe kleiner Wirtschaftsprojekte initiiert, deren Nutzen auf das ganze Dorf ausstrahlt. So verbindet der Fluss die Menschen.
Kommentar:
Ein Fluss, der verbindet - eine große Chance für die Region beiderseits der Neiße. Deutsche und Polen haben unterschiedliche Ausgangssituationen, unterschiedliche Stärken, aber durchaus ähnliche Probleme. Ideal, um Schritt für Schritt wirtschaftliche Entwicklung beiderseits der Neiße voranzubringen.
Während Wirtschaftsförderer noch analysieren nutzen Unternehmer, die diesen Namen verdienen, die Situation zum beiderseitigen Vorteil und sorgen für Kleingründungen und sanften Tourismus im polnischen Neißedorf.
Was im Ergebnis den Sinn von Wirtschaft zeigt: Das soziale Wohlergehen zu verbessern. Zusammenzuwachsen ist der einzige Weg für Deutsche und Polen, eine lebenswerte Region an dere Neiße zu erhalten und so - ganz nebenbei - die Kleinkriminalität unnötig zu machen. Wer allerdings auf Abschottung setzt, wird das Gegenteil erleben.
So soll es sein,
meint Ihr Fritz R. Stänker
- Mit der Tram über die Neiße
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- Quelle: Thomas Beier | Fritz Rudolph Stänker | Fotos: kulturinsel.com
- Zuletzt geändert am 20.08.2010 - 01:51 Uhr
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