Die Blaue Armee des Generals Haller

Die Blaue Armee des Generals HallerGörlitz-Zgorzelec, 9. April 2018. Das Lausitz-Museum (Muzeum Łużyckie w Zgorzelcu) setzt seine Vortragsreihe zum des 100. Jahrestag der polnischen Unabhängigkeit und zum 1000. Jahrestag des Bautzener Friedens fort. Ende März hatte Dr. Ireneusz Wojewódzki über die Rolle der Polen im Ersten Weltkrieg gesprochen (der Görlitzer Anzeiger hatte das Thema aufgegriffen), nun steht die Blaue Armee des Generals Józef Haller von Hallenburg im Fokus eines Vortrags von Dr. Łukasz Janeczek, Historiker an der Universität zu Grünberg in Schlesien (Zielona Góra).
Abbildung: Józef Haller von Hallenburg, vor 1939. Fotograf unbekannt, Lizenz: gemeinfrei, via Wikimedia Commons.

Ein polnischer General im Europa des Ersten Weltkriegs

Józef Haller von Hallenburg, dessen Familie aus Franken stammte, wurde 1873 in Jurczyce geboren Jurczyce liegt rund 26 Autokilometer südwestlich von Krakau (Kraków). Haller diente in der k.u.k.-Armee und wurde im Zuge der Bildung der Polnischen Legionen 1914 reaktiviert. Seine Einheiten schützten von Ende September 1914 bis Januar 2015 unter großen Opfern Ungarn vor den Russen. 1918 vereinigten sich Hallers Truppen mit polnischen Einheiten, die sich aus früheren Soldaten der Zarenarmeee zusammensetzen, in der Ukraine. Weil sie das als Verletzung des Friedens von Brest-Litowsk sahen, griffen die Deutschen an und zwangen Hallers Korps zur Kapitulation.

Haller floh über Kiew nach Moskau und reiste später über Murmansk nach Frankreich, wo er die Blaue Armee (so genannt wegen der blauen französischen Unformen) organisierte, die Ende September 1918 von den Siegermächten als einzige rechtmäßige polnische Armeee anerkannt wurde. In ihr dienten Polen aus der französischen Armee, polnische Kriegsgefangene der k.u.k.-Armee, Freiwillige aus den USA und aus Brasilien. Die Blaue Armee griff die Deutschen von Frankreich aus an und verfügte zum Kriegsende über 100.000 Soldaten.

1919 wurde die Blauer Armee in plombierten Waggons nach Polen gebracht. Haller kämpfte als General auch im Polnisch-Sowjetischen Krieg, der von 1919 bis 1920 dauerte. Im Zweiten Weltkrieg war Haller Kulturminister der polnischen Exilregierung in London. Dort starb er 1960, seine Asche wurde nach Krakau überführt. 1990 wurde im nach ihm benannten Ostseebad Hallerowo eine Gedenkstätte für den Träger militärischer Auszeichnungen aus Österreich, Polen, Estland, Italien und Jugoslawien errichtet.

Hingehen!
Donnerstag, 12. April 2018, 18 Uhr,
Jakob-Böhme-Haus, Mansardenzimmer,
Daszynskistraße 12 (ul. Daszyńskiego 12) 59-900 Zgorzelec.
Der Eintritt ist frei!

Das Lausitz-Museum befindet sich in Zgorzelec, Daszynskistraße 15, 59-900 Zgorzelec. Es ist montags, dienstags, donnerstags und freitags von 8 bis 16 Uhr geöffnet, mittwochs von 10 bis 18 Uhr und an den Wochenenden von 11 bis 16 Uhr.

Muzeum Łużyckie w Zgorzelcu serdecznie zaprasza

Muzeum Łużyckie w Zgorzelcu serdecznie zaprasza na spotkanie z historykiem, pracownikiem Uniwersytetu Zielonogórskiego dr Ł. Janeczkiem "Błękitna Armia gen. J. Hallera".

Spotkanie to jest kolejnym bezpłatnym wykładem organizowanym przez Muzeum Łużyckie w Zgorzelcu w ramach cyklu spotkań ze specjalistami organizowanymi z okazji 100-lecia odzyskania niepodległości przez Polskę oraz 1000-lecia podpisania pokoju w Budziszynie.

Idź tam!
Czwartek, 12.04.2018 r., 18 godz.,
Dom Jakuba Böhme, sala na poddaszu,
ul. Daszyńskiego 12, 59-900 Zgorzelec.
Wstęp wolny!

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  • Quelle: red | Foto: Lizenz: gemeinfrei, via Wikimedia Commons
  • Zuletzt geändert am 09.04.2018 - 03:38 Uhr
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