Wo die Stadt baden geht
Zittau. Hier wird charmant zum Bade gebeten: Gisela Wanie von der Städtischen Beteiligungs-GmbH Zittau (SBG) weist den Gästen der feierlichen Eröffnung freundlich den Weg und freut sich mit ihnen über das „richtig schön gewordene“ Bad.
Das Zittauer Stadtbad erlebt seine glanzvolle Wiederauferstehung

Vier 25-Meter-Wettkampfbahnen: Zweckmäßig und modern.
Kleines Bild: Gisela Wanie von der SBG freut sich über das neue Bad.
Recht hat sie - was das Architektur- und Ingenieurbüro Zittau gemeinsam mit den am Bau beteiligten Unternehmen seit 2006 zur Realisierung gebracht hat, verdient uneingeschränktes Lob. Mit behutsamen Eingriffen in die historische Substanz ist es gelungen, ein modernes wettkampfgeeignetes Bad zu errichten.
Der Brückenschlag zwischen dem klassizistischen Baukörper und der jetzt installierten zeitlosen Moderne überzeugt. Liebevoll wurden Spuren des alten Baus erhalten. Der neue Westflügel - nötig, um die Wettkampfdistanz über 25 Meter zu gewährleisten - fügt sich in ergänzender Harmonie an den historischen Baukörper.
Neun Millionen Euro wurden und werden in die Sanierung des Zittauer Stadtbades investiert. Neben den Eigenmitteln der Städtische Beteiligungs-GmbH Zittau und den 300.000 Euro Spendengeldern von Bürgern, Institutionen und Unternehmen wird das zukünftige Bad auch von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, dem Freistaat Sachsen und der Stadt Zittau sowie der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien großzügig gefördert.
Dem gelungenen Bau entsprechend des Lobes voll waren die Grußworte. Manfred Kürschner, Geschäftsführer der SBG, rief Erinnerungen an das „alte Bad“, das immerhin noch bis zum Jahr 2002 in Betrieb war, wach. Der Zittauer Oberbürgermeister Arnd Voigt setzte an beim Beginn seiner Amtszeit, als die Zukunft des Bades noch völlig offen war. Der sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt stellte das Engagement der Zittauer für ihr Bad heraus, das den Zugang zu Fördermitteln wesentlich erleichterte. Für die Entscheidung, in der reichen sächsischen Bäderlandschaft noch ein weiteres zu fördern, sei das Bürgerengagement ausschlaggebend gewesen.
Ob hingegen die ökumenische Segnung des Bades durch Lutheraner, Methodisten und Katholiken wohlüberlegt war, dürfte noch Fragen aufwerfen. Schließlich ist das Bad eine öffentliche Einrichtung, die mit staatlichen Zuschüssen rekonstruiert wurde und wird. Gerade im Osten Deutschlands ist die Säkularisierung tief verankert, zudem blieben andere Glaubensrichtungen außen vor.
Wie dem auch sei: Das Zittauer Stadtbad ist tief im Bewusstsein der Bevölkerung verankert und den (Re)Konstrukteuren des Baus ist es gelungen, dessen Seele zu erhalten.
Freuen wir uns auf die Eröffnung des dann ebenfalls sanierten Wellnessbereichs im Jahr 2009!
Tipp:
Bevor ab 25. Februar der reguläre Schwimmbetrieb aufgenommen wird, können alle Interessierten am 23. und 24. Februar jeweils von 10 bis 18 Uhr ihr altes und neues Bad im Rahmen öffentlicher Führungen besichtigen. Schwimmvereine präsentieren sich im Foyer und mit Darbietungen im Schwimmbad. Außerdem kann Einsicht in die Bauchronik genommen werden. Ebenso ist auch an diesen Tagen der neue Film zum Bau des Zittauer Stadtbades zu sehen.
Mehr:
http:// www.stadtbad-zittau.de
Unsere Galerie zeigt mehr als 20 Bilder.
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- Quelle: Text und Fotos: /TEB | Erstveröffentlichung 22.02.2008 - 23:06 Uhr
- Zuletzt geändert am 22.02.2008 - 22:11 Uhr
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