Kleinprojekte-Förderung wird fortgesetzt

 

Grünberg (Zielona Góra). Eine gute Nachricht für das sächsische Grenzland zu Polen und Teschechien: Der binationale Begleitausschuss des Operationellen Programms der grenzübergreifenden Zusammenarbeit (OP) Sachsen-Polen 2007-2013 hat am 6. Dezember 2011in Grünberg neun grenzübergreifende Vorhaben in den Bereichen "Kleinprojektefonds" und "Entwicklung der Zusammenarbeit, touristische Infrastruktur sowie öffentliche Sicherheit" bestätigt. Der Europäische Fonds für Regionalentwicklung (EFRE) bezuschusst die Vorhaben mit mehr als fünf Millionen Euro. Seit Förderbeginn im Jahr 2009 konnten damit knapp 78,6 Millionen Euro für unterschiedliche Projekten ausgegeben werden. Bei 98,8 Millionen Euro - soviel wird für das Programm an EU-Fördermittelnbereitgestellt - ist dann erstmal Schluss.

 

Neun sächsisch-polnische Projekte bestätigt

 

Ein Projekt soll die „Grenzübergreifende Entwicklung“ und acht weitere Projekte sollen die „Grenzübergreifende gesellschaftliche Integration“ voranbringen. Wie immer ist es Voraussetzung für die Förderung aus dem OP Sachsen-Polen, dass die sächsisch-polnischen Projekte mindestens zwei der vier Kriterien „gemeinsame Planung“, „gemeinsame Umsetzung“, „gemeinsames Personal“ und „gemeinsame Finanzierung“ erfüllen.

Projektbeispiele

Bestätigt wurde vom Begleitausschuss die Weiterführung des gemeinsamen Kleinprojektefonds in den Euroregionen. Antragsteller aus beiden Ländern können weiterhin bei der Euroregion Neisse in Zittau, der Euroregion Nysa in Hirschberg (Jelenia Góra) sowie der Euroregion Sprewa-Nysa-Bóbr in Gubin (früher Guben) Anträge auf die Förderung von grenzübergreifenden Kleinprojekten stellen.

Außerdem stimmte der Ausschuss einem Vorhaben im Rahmen der Aktivität "Entwicklung der Zusammenarbeit" zu, in dem die Euroregion Sprewa-Nysa-Bóbr gemeinsam mit der Euroregion Neisse e.V. deutsch-polnische Kooperationspartnerschaften aufbauen und unterstützen will. Dazu soll eine zweisprachige Internetdatenbank als Plattform für die ersten Kontakte zwischen deutschen und polnischen Akteuren gepflegt werden. Mit Schulungen, Partnerschaftsbörsen, Konferenzen sowie Workshops sollen Kooperationspartnerschaften angebahnt oder vertiefr werden. Neu ist, dass Einrichtungen aus beiden Ländern individuelle Unterstützung erhalten können, um gemeinsame Ideen und Konzepte für grenzübergreifende Vorhaben zu entwickeln. Dazu gehört auch der Service einer Rechtsberatung.

Ebenfalls im Bereich "Entwicklung der Zusammenarbeit" kooperieren der polnische Verein „DOM KOŁODZIEJA“ (deutsch: Stellmacherhaus) und der deutsche „Verein für die Qualitätsmarke ‚Fachring Umgebindehaus‘ e.V.“ im Projekt „Regionale Architektur im Umgebindeland“. Ziel ist es, die architektonische Kulturlandschaft des Umgebindelandes in Deutschland und im heutigen Polenzu erhalten. Im Projekt sollen Entwürfe für Häuser erarbeitet werden, die auf die Tradition der Umgebindebauweise aufsetzen, aber modernen Technologien einbeziehen. Dabei soll ein gemeinsames regionales Gütesiegel geschaffen werden.

Im Programmschwerpunkt "Verbesserung und Entwicklung der touristischen Infrastruktur" wird ein gemeinsames Projekt der Gemeinden Hirschberg und Boxberg/O.L. gefördert. Es soll ein grenzübergreifendes touristisches Erholungsgebiet entstehen, das durch mehrsprachige touristische Angebote flankiert wird. Die im Projekt entstehenden Strecken für Nordic Walking, Skirolling sowie Skilanglauf werden mehrsprachig markiert. Hinzu kommen ein Touristeninformationspunkt und Räume für Begegnungen, Ausstellungen und den Erfahrungsaustausch im Bereich des grenzüberschreitenden Aktivtourismus.

Im Rahmen der grenzübergreifenden Aktivität "Öffentliche Sicherheit" wurden zwei Projekte bestätigt, mit denen die Feuerwehren auf beiden Seiten der Grenze unterstützt werden sollen. Dabei geht es jeweils um die Beschaffung von Spezialausrüstung und Technik für Löscheinsätzet. Auch werden gemeinsame Schulungen, Übungen und weitere Aktivitäten im Bereich Brand- und Katastrophenschutz gefördert. Die Projekte sollen ein Beitrag sein, die Zusammenarbeit weiter zu verbessern.

Kontakt:
Antrags- und Bewilligungsstelle ist die Sächsische Aufbaubank - Förderbank - (SAB).
Tel. 0351 - 49 10-5550
eMail kontakt@sn-pl.eu

Mehr:

http://www.sn-pl.eu

 
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  • Quelle: red
  • Zuletzt geändert am 10.12.2011 - 08:18 Uhr
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