Katastrophenalarm aufgehoben

Landkreis Görlitz. Der Katastrophenalarm für den gesamten Landkreis Görlitz ist am 10. August 2010 um 12 Uhr aufgehoben worden, bereits am Vortag war das um 17 Uhr für das südliche Kreisgebiet einschließlich der Stadt Görlitz erfolgt. Das bedeutet, dass die Gemeinden wieder als Ortspolizeibehörde zuständig sind.

Bügertelefone weiter geschaltet

Das ausschließlich für den Landkreis Görlitz zuständige Bürgertelefon ist weiterhin am

- 10. August bis 19 Uhr
- 11. August von 7.30 bis 19 Uhr

unter den Telefonnummern 03588 - 285-940 und 03588 - 285-941 erreichbar.

Bürgertelefone der Kommunen:

Stadt Görlitz: Tel. 03581 - 67-2800 (täglich von 6 bis 22 Uhr)
Gemeinde Olbersdorf: Tel. 03583 - 69 85 19
Gemeinde Bertsdorf-Hörnitz: Tel., 03583 - 57330

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Kommentare Lesermeinungen (16)
Lesermeinungen geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion, sondern die persönliche Auffassung der Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zu sinnwahrender Kürzung vor.

Politikführung in Notzeit

Von ko.bold am 21.08.2010 - 14:58Uhr
Es ist wirklich nur reine Zeitverschwendung und sehr Nerven aufreibend , sich mit den Namen bzw. „Funktionären“ wie K. und anderen Speichel leckenden Individuen zu befassen.

In einer Notzeit auch noch Politikführung zu unterbreiten, um endlich einen anderen Wunschkandidaten auf den Stuhl von Oberbürgermeister Paulick heben zu können, ist unter aller Würde und kennzeichnet eben die Qualität von CDU und Fraktionsfreunden (BfG, Bündnis-Grüne, FDP ) sowie Symphatisanten und Egozentrikern hier in unserer Stadt.

Man sollte vielleicht einmal den Focus auf die Stadt als solche legen um erkennen zu können, dass es eigentlich nur noch um Schuldzuweisungen der gegnerischen Partei geht, wenn über irgendein heißes Thema debattiert wird. Man fasst sich nicht mal an und sagt: "He, hier geht es um das Überleben einer Stadt!"

Nein. Muss man ja nicht. Es soll doch anderen genauso ergehen wie einem selbst, wenn man denn schon eine Insolvenz hinter sich hat oder ähnliche Probleme. Muss der andere doch erst mal durchmachen… dann, ja dann wird man sehen, ob es Sinn macht…

Bin jetzt etwas vom Thema abgekommen, brannte mir allerdings schon lange auf der Seele.

Re: Wichernhaus und Samaritertum

Von Frank am 21.08.2010 - 02:07Uhr
Lieber ko.bold,

ich habe da keine Allgemeinplätze geschaffen, sondern ganz speziell die Institution Wichernhaus gemeint.

Dass der OB in der Zeit der höchsten Not an der "Hochwasserfront" statt im Büro war, hatte gewiss nichts mit Medienwirksamkeit zu tun, die meisten Einwohner dort sind ja seine ehemaligen Kollegen. Kann man ihm jetzt vorwerfen, dass er z.B. in Hagenwerder und an der Altstadtbrücke war, statt mit der Amtskette um den Hals im Büro zu sitzen?

Um so schlimmer die Einschätzung des einstigen Parteigenossen, Herrn MdB Michael Kretschmer, der im "Görlitzer Wochenkurier" vom 18. August 2010 öffentlich unterstellt, unser Herrr Landrat und die CDU-Bürgermeister der betroffenen Dörfer und von Ostritz als Kleinstadt hätten "bis zum Umfallen gekämpft", während der OB Paulick "in die Weltgeschichte schimpft". Dabei hatte der Herr Landrat als Wasserbauingenieur bisher viel mehr Zeit gehabt, in seinem neuen großen Reich die Deiche vorausschauend zu inspizieren und zu merken, dass die nicht ausreichen.
Eigentlich hat OB Paulick ja wegen der Ereignisse seinen Urlaub unterbrochen, das würdigt MdB Kretschmer mit keinem Wort.

Das Schlimmste für die Opfer dieser Katastrophe ist jedoch aber, dass sich die Regierung auf fünf Millionen Euro Soforthilfe beschränkt und Kretschmer das in dem Interviev mit o.g. Werbeblatt als völlig ausreichend empfindet.

Das muss man sich mal vorstellen:
Jede Hausratversicherung versucht einem einzureden, man müsse die Risiken für ein Haus und Grundstück wenigstens auf 500.000 Euro versichern, das langt dann gerade mal für zehn Häuser. Glückwunsch an MdB Kretschmer und Konsorten, die das bisschen als ausreichend empfinden. Man hat eben gut reden, wenn man nicht betroffen ist und wenigstens (...) Eiuro per Anno verdient. Diese Leute sind total abgehoben und ohne jeden Realitätsbezug!

Mein Mitgefühl an die Betroffenen, wenn dieses Jahr eine Wahl anstehen würde, wäre die Soforthilfe bestimmt analog der von 2002.

Hoffentlich werden die Betroffenen sich das bis zur nächsten Wahl merken.

MfG Frank

Der alte Weber

Von Ernst am 18.08.2010 - 22:10Uhr
Da haben wir ihn wieder, unseren Herrn Weber.

Genüsslich verbreitet er seine Unterstellungen unter dem Motto, irgendwas werde schon haften bleiben.

Man stelle sich vor, der OB hätte die Flutkatastrophe vom Amtssessel aus gemanaged und hätte sich nicht bei den Opfern sehen lassen ... ich bin fest überzeugt, der selbe Weber hätte dies harsch kritisiert.

Also: Oberbürgermeister Paulick hat genau richtig gehandelt: Sich ein Bild vor Ort gemacht, wo nötig, mit seiner Autorität eingegriffen und mit seiner Verwaltung die Katastrophe - nachdem sie dort überaupt erst bekannt war - sehr gut gemanaged.

Außerdem hatte er den Mut zur Strafanzeige wegen des Dammbruchs in Polen, um Haftungsfragen zu klären. Andere Kommunen wären stolz auf so einen Oberbürgermeister!

OB - Lob aberkannt ?

Von ko.bold am 18.08.2010 - 16:17Uhr
Also, Herr Weber, es ist schon erstaunlich, was ein Bürgermeister alles machen muss, um von gewissen Leuten/Lagern akzeptiert zu werden.

Jetzt geht das also schon so weit, dass er in einen Misskredit gelangt, nur weil er geholfen hat? Da findet man keine passenden Worte mehr für so viel Antipathie.

Er hat geholfen und ich finde das gut bzw. beispielhaft. Kann diese Meinung nicht einfach stehen gelassen werden?

Medienwirksamkeit hat Oberbürgermeister Paulick, so denke ich, nicht wirklich nötig.

Es gibt aber einen, der neben ihm erscheint und immer so einen gequälten, ach so leidenden Eindruck hinterlässt.Vielleicht trifft es bei diesem Amtsherren zu. Das war jetzt eine Annahme, keine Feststellung oder gar Unterstellung...

Bürgertelefon - ausschließlich?

Von Jokel am 18.08.2010 - 15:50Uhr
Was heißt "ausschließlich für den Landkreis"? Dürfen die Einwohner der Städte und Gemeinden da nicht anrufen?

Hilfe als Geschäft oder uneigennützig

Von Butterfliege am 18.08.2010 - 00:20Uhr
Da sind noch einige, die ein Geschäft wittern, z.B. einige Elektro-Firmen die für eine halbe Stunde Arbeit von den direkten Flutopfern 300 Euro haben wollen (ein betroffener Kollege berichtete).

Oder auch Firmen,welche sich um Trockenlegung von Häusern kümmern: Für den Verleih von entsprechender Technik wurde von manchen 25 Euro für die Stunde berechnet.

Aber es gibt auch jene, die nicht gleich wegen Hilfeleistung Insolvenz anmelden müssen, der vorgenannte Kollege konnte auch positive Beispiele nennen, z.B. den kostenlosen Verleih von Trockenlegungsgeräten.

Ich für meinen Teil würde auch gern Hilfe anbieten in Form von Sachspenden, tätiger Mithilfe vor Ort, wie auch immer. Gibt es da eine Hotline?

Anmerlkung der Redaktion:
Bürgertelefon der Stadt Görlitz,
Tel. 03581 - 67-2800, vorerst bis zum 20. August 2010.

OB als Helfer oder Manager?

Von Weber am 17.08.2010 - 09:33Uhr
Werter ko.bold,

das Lob in Richtung Paulick kann ich nicht unterstützen.

Natürlich macht es auf Pressefotos und in Fernsehkameras vorderdründig einen "tüchtigen" Eindruck, wenn der OB Vor-Ort-Aktivität an den Tag legt. Abgesehen davon, dass dies eine normale Haltung ist, die man schlicht nicht gesondert hervorheben muss (ich habe an diesen Tagen mit vielen Menschen gearbeitet, die es so taten), hätte der OB nach meiner Auffassung besser daran getan, leitend zu agieren. Es gab zuhauf Schwächen in der Kommunikation und Information sowie der Abstimmung. Warum haben Angestellte der Stadt am Montag Gras gemäht, anstatt an anderen Stellen zu helfen? Warum hat Paulick, der stets sein gutes Verhältnis zum Amtskollegen in der Zwillingsstadt betont, dessen Handynummer nicht um dort Samstagabend klärend zu telefonieren...

Da sind noch viele Fragen offen. Nicht das ich da falsch verstanden werde; ich verkenne nicht die Verantwortung auch anderer Verantwortungsträger. Jedoch: es entsteht bei mir der Eindruck, dass Paulick - analog zu Platzek und Schröder seinerzeit - eher auf der Suche nach dem medienwirksamsten Auftritt war, als das es ihm um eine kluge Hilfe ging.

Jeder hat im Hilfesystem einen definierten und verantwortungvollen Platz. Der von Paulick war nicht die Straße, er hätte die Fäden führen müssen.

Das hat er, so scheint es, zumindest vernachlässigt.

Weber

Wichernhaus und Samaritertum

Von ko.bold am 16.08.2010 - 10:54Uhr
Also Frank, dass sich das Wichernhaus als evangelische Diakonie bzw. als Kircheninstitutionales Unternehmen nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat, ist die eine Seite.Da stimme ich Dir zu.

Allerdings sollte man nicht alle über einen Kamm scheren, denn was das Samaritertum, das wahre Samaritertum angeht, ist das eine positive Kraftquelle, die dem Menschen von Gott gegeben ist und das sollte man nicht negieren, sondern lobend hervor heben.

Da könnte man doch an dieser Stelle auch gleich mal ein Lob an unseren Oberbürgermeister Joachim Paulick austeilen, was ich hiermit auch tun möchte. Er ist selbstlos im Einsatz dabei gewesen und hat nach meiner Erkenntnis in diesem Fall den bürokratischen Weg ausgelassen, um sich sofort mit der Feuerwehr auf den Weg zu machen, um schlimmeres in Hagenwerder und Weinhübel zu verhindern.

So etwas nenne ich Samaritertum und dieses Wort sollte dann nicht so schräg in den Schmutz gezogen werden, um nicht den wahren Wert des Namens "Samariter" zu verfälschen.

Wichernhaus hat Hochwasseropfer knallhart abgerechnet

Von Frank am 15.08.2010 - 22:55Uhr
Im Anhang sind die Abrechnungssätze des Wichernhauses (aus deren Preisliste).

Also haben die sich sicherlich ihren Tagessatz und die Aufwendungen voll abgerechnet, der unfreiwillige "Kunde" musste sicherlich vor Inanspruchnahme der Unterkunft das Anerkenntnis der Preise unterschreiben, dass er überhaupt aufgenommen wird, damit ist die Falle zugeschnappt, die haben dann ihre regulären Tagessätze abgerechnet. Als Hochwassergeschädigter nach Verlust der eigenen Habseligkeiten liest sich das kein Mensch durch und die Diakonie hat kein Erbarmen.

Man muss sich mal vorstellen, dass man sowieso schon ca. 400 EUR Miete zahlt, alles weggespült ist und dann vom "vom barmherzigen Samariter" noch die Rechnung aufgebrummt bekommt.

(...)

Wären die Geschädigten doch lieber in die Turnhalle des BSZ gegangen, aber wer denkt bei Diakonie an sowas?

Wenigstens hätte man die Hochwasseropfer auf die Notunterkunft der Stadt oder billigere Hotels bzw. Pensionen aufmerksam machen können. Es war aber gewiss wirtschaftlicher für die "Samariter" die sowieso leerstehenden Zimmer mit Preisen höher als in Pensionen zu vermieten.

Keiner hat verlangt, dass die Diakonie Pleite gehen soll, wegen den paar Leutchen hätte man hier aber mal echte Barmherzigkeit beweisen können. Ich dachte immer für solche Fälle sind die da, falsch gedacht.

Preise Wicherhaus:

Leistung Pflegestufe 1 Pflegestufe 2 Pflegestufe 3

Unterkunft 11,26 € 11,26 € 11,26 €
Verpflegung 4,16 € 4,16 € 4,16 €
Pflegeleistung 37,34 € 50,30 € 69,45 €
Betriebsnotwendige Investitionsaufwendungen 6,42 € 6,42 € 6,42 €
Tagessatz 59,18 € 72,14 € 91,29 €
Monatssatz bei 31 Tagen 1.834,58 € 2.236,34 € 2.829,99 €
Pflegekassenanteil monatlich 1.023,00 € 1.279,00 € 1.510,00 €
Eigenanteil monatlich bei 31 Tagen 811,58 € 957,34 € 1.319,99 €

Die Leute waren ja nicht behindert, machen Sie sich selbst ein Bild von den Preisen.

MfG

Frank

Wichernhaus

Von Peter Naumann am 15.08.2010 - 20:25Uhr
Ich bin beiendruckt von der "Hilfbereitschaft" der Diakonie! Die Barmherzigkeit hat halt ihre Grenzen.
Das sind die Schattenseiten der Hochwasserhilfe.

Das mit dem Spendenaufruf wäre doch eine Lösung gewesen.

Nichts ist schlimmer, als wenn menschliche Hilfe der Bürokratie, dem Geiz, der Raffgier zum Opfer fällt.

Wichernhaus, ein indirektes Flutopfer, wegen 100 Euro? Vielleicht sollte die Leitung dieser Herberge unter Einbeziehung der Obrigkeit die grauen Zellen anstrengen, wie man diese blamable Situation wieder gerade biegt !

Empörung?

Von ko.bold am 14.08.2010 - 11:15Uhr
Ja, Herr Schwiebert, wie kommen Sie denn darauf, daß ich die Menschen auf dem anderen Teil von Görlitz nicht mag ?

Es ist hier bei Ihnen zweifelsfrei so, daß Sie Bürokratie und Menschlichkeit nicht voneinander trennen können.

Also wie schon geschrieben, nicht alles verallgemeinern, sondern ordentlich trennen - dann klappt`s auch mit dem Nachbarn...

Nochmal Wichernhaus

Von Ernst am 14.08.2010 - 09:04Uhr
Ich möchte mal zu bedenken geben, dass man vom Wichernhaus nicht erwarten kann, die Flutopfer kostenfrei zu beherbergen und zu beköstigen - als Zwangsspende sozusagen.

Dann würde das Wichernhaus zum indirekten Flutopfer, weil ruiniert durch Hilfsbereitschaft.

Die Finanzierung der Hilfe und deren Verteilung ist sicher schon schwierig genug. Vielleicht können die Flutgebiete von 2002 mit Rat zur Seite stehen.

Wichernhaus

Von Hermann Schwiebert am 13.08.2010 - 17:54Uhr
Ich bin kein Fachmann, ich kann nicht sagen, ob der Dammbruch ursächlich für die Katastrophe war. Dass südlicher gelegene Städte auch betroffen waren vom Hochwasser, das mag andere Ursachen haben, vielleicht staute sich die Neiße durch den Dammbruch aber einfach zurück. Wie gesagt, ich kann da nicht mitdiskutieren.

Warum jetzt über Zgorczelec hergezogen wird kann ich aber auch nicht nachvollziehen. Und ich denke, keiner der Kommentatoren hier hat die nötigen Informationen. Mangels Sachkenntnis und mangels Informationen möchte ich mir auch nicht anmaßen, von ruhmreichen freundlichen Europastadt-Nachbarn, die alles verbockt haben, zu sprechen. Es ist natürlich einfach, über Nachbarn, die ich nicht mag, in einem süffisanten Ton zu sprechen, Herr ko.bold.

Schade, dass Sie unter einem Pseudonym schreiben, ich hätte Sie gerne angesprochen.

Was wirklich bleibt und nachdenkenswert ist, ist der Bericht eines empörten Bürgers. Und das finde ich wirklich sehr schlimm, was sich das Wichernhaus da geleistet hat. Ich wusste gar nicht, dass es zur Diakonie gehört, das ist ja noch schlimmer. Viele Bürger spenden regelmäßig an die Diakonie, um zu helfen. Wie kann man da eine hilflose Familie in Not mit einer Rechnung beglücken?

Freundliche Grüße

Hermann Schwiebert

Dammbruch war nicht ursächlich

Von Ernst am 13.08.2010 - 08:50Uhr
Man muss immer wieder sagen, dass der Bruch des Witka-Stausees nicht ursächlich für die Flutkastrophe war. Auch in anderen Städten wie Seifhennersdorf, Zittau, Bogatynia oder Hradek stieg das Wasser extrem schnell an, ebeso wie die Neiße in Ostritz.

Ansonsten erinnert das Informationssystem der Hochwasserwarnung an ein System der organisierten Verantwortungslosigkeit, in dem jeder nur schreit: Wir haben doch die Informationen weitergegeben!
Ob die je irgendwo ankamen oder ob Aktivitäten eingeleitet wurden ... da war der Schreibtisch des jeweiligen Bearbeiters wohl schon wieder zu Ende.

Europastadt?

Von ko.bold am 12.08.2010 - 08:27Uhr
Die Stadtverwaltung Görlitz ist , so weit mir bekannt ist, nicht über einen möglichen Dammbruch im Witka-Stausee seitens der Verwaltung in Polen unterrichtet worden. Warum also soll die Stadtverwaltung Görlitz wieder Prügel beziehen, wo es doch unsere ruhmreichen freundlichen Europastadt-Nachbarn verbockt haben?

Es ist eben eine so tolle Verbindung zu Zgorczelec, so eng, so Länder übergreifend... Die polnischen Bürger haben uns doch die Sandsäcke gezeigt, als sie diese als Staumauer aufbauten, wir waren nur nicht schlau genug zu erkennen, dass es keine Übung darstellen sollte.

Ja, sie sind eben immer einen Schritt weiter, unsere lieben Nachbarn...

Neiße-Flut... Auch das gibt´s

Von Ein empörter Bürger am 11.08.2010 - 14:46Uhr
Oft wird ja das das vorzügliche Krisenmanagement der Stadt Görlitz gelobt - doch wie kann es sein, dass in unserer polnischen Nachbarstadt schon Sandsäcke mit LKW´s herangefahren werden und in Görlitz noch nichts passiert? Aus Gesprächen mit von der Neiße-Flut betroffenen Görlitzern war zu erfahren, dass sie keine 15 Minuten Zeit hatten, um sich und ihr Hab und Gut in Sicherheit zu bringen, bevor das Wasser kam. Wie viel sie in diesem kurzen Zeitfenster noch wirklich retten konnten, lässt sich gut vorstellen. Super Management, oder? Dachten sie, das wird schon nicht so schlimm, oder was?

Ach, und was mir eine evakuierte Familie berichtete, entbehrt jeder Mitmenschlichkeit. Sie kamen im "Wichernhaus" unter. Dankeschön! Jedoch wurde Ihnen am Tag, an dem sie wieder zurück in ihr Heim konnten, für ihre Verpflegung während der Evakuierung eine Rechnung von etwas über 100 € gestellt. Vielen Dank, liebe Diakonie.

Es wäre doch ein Leichtes gewesen, einen eigenen Spendenaufruf zu starten, um eventuell durch Mitmenschlichkeit entstandene Unkosten zu decken. Ich kann es nicht fassen...

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  • Quelle: red
  • Zuletzt geändert am 10.08.2010 - 13:48 Uhr
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