Sieben Kleidungstipps, damit Sie warm durch den Winter kommen

Sieben Kleidungstipps, damit Sie warm durch den Winter kommenGörlitz, 4. Dezember 2017. Es wird Winter in Deutschland. Auch in Görlitz sind die ersten Schneeflocken gefallen. Immer öfter sind die Straßen glatt und die Autos morgens mit einer Eisschicht überzogen. Was romantisch und schön anmutet, wenn man nicht zu den ständig Fröstelnden gehört, kann für die Frierenden schnell zur Herausforderung in punkto Kleidung werden. Die folgenden sieben Kleidungstipps des Görlitzer Anzeigers sollen dabei helfen, warm durch die frostige Jahreszeit zu gelangen.
Abbildung oben: Zur Winterkleidung gehört, Kopf und Gesicht gegen die Kälte zu schützen.

Gut behütet und warm durch den Winter

Gut behütet und warm durch den Winter

Richtig angezogen gegen die Kälte macht der Besuch des Schlesischen Christkindelmarktes in Görlitz doppelt Spaß.

1. Den Kopf schützen

Im Schnitt verliert der menschliche Körper in der kalten Jahreszeit sieben bis zehn Prozent seiner Körperwärme über den Kopf. Das ist jedoch vor allem darauf zurückzuführen, dass dieser freiliegt, sprich: Viele Menschen hüllen sich erst ab dem Hals abwärts in warme Kleidung und eben das ist der Fehler. Wer indes mit Schal, Mütze und möglichst noch Sturmhaube oder einem anderen Wärmeschild, der das Gesicht vor der Kälte schützt, ins Freie geht, verringert die Wärmeangabe an das kalte Wetter. Auch das Auftragen einer Kälteschutz-Creme kann helfen, vor einem kalten Gesicht bewahren. So kann das winterliche Frieren unterbunden oder möglichst lange hinausgezögert werden.

2. Weiße Kleidung hält wärmer als dunkle Kleidungsstücke

Scheinbar komisch, aber wahr: Im Sommer ist es das schwarze T-Shirt, das sich in der prallen Sonne so sehr aufheizt, dass der Träger glaubt, zu verbrühen, im Winter hingegen ist es die weiße Jacke, die mit dafür sorgt, dass das Frieren ausbleibt – so behauptet zumindest die Ableitung einer Studie. Hintergrund dieser „Weiß“-heit ist die Annahme, dass die weiße Farbe nicht nur die Wärmeeinstrahlung im Sommer reflektiert, sondern auch die Körperwärme im Winter. Fakt ist in jedem Fall, dass sehr helle Kleidung weniger Wärme an die Umgebung abgibt als sehr dunkle. Auch wenn aus praktischen Gründen (Weißes wird einfach sehr schnell schmutzig) vieles gegen weiße Kleidung spricht, ist sie doch im Winter eine gute Wahl.

3. Der Schlabberlook hält wirklich wärmer

Bei der Wahl der Kleidungsgröße gilt im Winter: je weiter, desto besser. Und das hat einen Grund. Ein lockeres Kleidungsstück in Oversize-Größe XXL nutzt die gute Wärmeisolierungseigenschaft der Luft unter der Kleidung, erlaubt aber zugleich den Luftaustausch. Das wirkt positiv, weil trockene Luft weit besser isoliert als feuchte. Bei eng anliegender Kleidung geht dagegen dieser Effekt verloren, die Körperwärme wird über die Kleidung unmittelbar an den kalt pfeifenden Wind abgegeben – und zwar im Handumdrehen. Durch weite Kleidung wird eben das verhindert.

Übrigens: Auch bei der Winter-Schuh-Wahl gilt ein ähnliches Prinzip. Etwas größer sollen die Schuhe deswegen sein, um bequem ein zusätzliches Paar Socken unterzubringen. Auch Thermosohlen halten die Füße schön warm. Tipp: Die Schuhe sollten Halt bieten, aber nicht zu fest geschnürt werden. Sonst wird die Zirkulation verhindert, die für warme Füße sorgt, weil sie Feuchtigkeit abführt.

4. Das Material der Bekleidung ist entscheidend

Im Winter ist eine spezielle Winterjacke fast immer eine passende Wahl. Doch welche genach es angesichts der riesigen Auswahl werden soll, da fällt vielen die Entscheidung schwer. Diejenigen, die sich viel im Außenbereich aufhalten, setzen häufig auf Daunen, doch auch hier gibt’s Unterschiede, die mit verschiedenen Vor- und Nachteilen einhergehen:

  • Kunstfaser-Jacke
    • Vorteile:
      • bestens geeignet bei Nässe, wärmt auch bei Feuchtigkeit, trocknet schneller
      • waschmaschinengeeignet
      • nachhaltige Herstellung möglich (aus recycelten Abfällen)
    • Nachteile:
      • weniger Tragekomfort
      • üppiger in den Ausmaßen

  • Daunen-Jacke
    • Vorteile:
      • beste Wärmewerte trotz geringer Daunen-Füllmenge
      • hoher Tragekomfort
      • gut transportierbar und komprimierbar, wenig Platzverbrauch
    • Nachteile:
      • nässeempfindlich
      • Spezialreinigung nötig

Während im Outdoor-Einsatz auch eine Fleece-Jacke noch immer eine gute Wahl ist aufgrund ihrer Fähigkeit, Feuchtigkeit zu leiten, geht’s in Alltag und auch im Geschäftsleben häufig um die Optik: Wer nur vom Auto ins Büro muss, der braucht keine wärmende Jacke, sondern ein schickes und zugleich praktisches Modell wie etwa einen Blouson, eine Funktionsjacke oder eine modische Wolljacke.

5. Das Zwiebel-Prinzip ist und bleibt die beste Kleidungsoption

Bereits in der Übergangszeit empfiehlt sich das Zwiebel-Prinzip aus mehreren Kleidungsschichten, weil es tagsüber oft noch warm ist, während es abends schnell kühl wird. Das Zwiebel-Prinzip sorgt hier für die nötige Flexibilität, indem man sich schnell noch etwas überziehen kann – oder eben ausziehen, falls es zu warm werden sollte.

Auch im tiefen Winter ist diese Form des Kleidungs-Schichtens optimal. Das Prinzip ist simpel, denn es werden einfach beispielsweise vier Schichten übereinander getragen – und diese sorgen dann dank der Luftschichten zwischen den Lagen für den entsprechenden Wärmeisolationseffekt. Es ist also besser, mehrere dünne Kleidungsstücke übereinanderzuziehen als ein einziges dickes zu tragen. Ganz praktisch: Auf das Unterhemd kommt ein Shirt, dann ein Fleece- oder Wollpulli. Jetzt noch eine Winterjacke als Wind- und Nässeschutz und fertig ist das wintertaugliche Zwiebel-Outfit.

6. Winter-Sport ist gut, doch der Schweiß muss schnell weg vom Körper

Wer sich im Winter fit halten möchte, muss ganz besonders auf die Wahl der Bekleidung achten, denn: Wer sportelt, kommt ins Schwitzen. Und kalter Schweiß oder ein schweißnasser Aufenthalt in der Kälte bahnt der Erkältung buchstäblich den Weg. Tipp: Unterwäsche aus schnell trocknendem Material – aus Kunstfaser oder Wolle – bringt die Feuchtigkeit weg vom Körper und verhindert damit, dass dieser auskühlt.

7. Doppelte Lagen helfen gegen kalte Finger

Fingerhandschuhe sind praktisch, Fäustlinge dagegen halten besser warm. Die Kombination beider Modelle jedoch ist unschlagbar und hilft nachhaltig dabei, dass die Finger warm bleiben. Das Zweilagenprinzip bei den Handschuhen wirkt ebenso wie das Zwiebelprinzip am Körper. Zudem werden die Finger auch dann nicht gleich kalt, wenn die dicken Skihandschuhe einmal abgestreift werden müssen, weil die Finger benötigt werden.

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  • Quelle: red | Foto Gesicht: Alexandra / Alexas_Fotos, Foto Schlesischer Christkindelmarkt: © Görlitzer Anzeiger
  • Zuletzt geändert am 04.12.2017 - 08:08 Uhr
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