Bonität hat Auswirkungen auf Abschluss eines Mobilfunkvertrages

Bonität hat Auswirkungen auf Abschluss eines Mobilfunkvertrages Görlitz, 24. November 2017. Beim Abschluss eines Mobilfunkvertrages prüfen die meisten Mobilfunkanbieter die Bonität der Verbraucher. Kann ein Verbraucher keine ausreichende Bonität vorweisen, ist im schlimmsten Fall der Vertragsabschluss nicht möglich. Maßnahmen können ergriffen werden, um die Chancen auf einen Mobilfunkvertrag zu verbessern.
Abbildung: Für viele Menschen ist das Handy nicht mehr wegzudenken – ob nun im privaten Alltag oder im Beruf.

Verbraucher werden nach mehreren Kriterien bewertet

Verbraucher werden nach mehreren Kriterien bewertet

Wie bei vielen anderen Verträgen werden Verbraucher auch vor dem Abschluss eines Mobilfunkvertrages in gewisser Weise durchleuchtet. Zu einer positiven Bonitätsauskunft kann man durchaus selbst beitragen.

Viele Smartphone-Nutzer finanzieren ihr neues Smartphone, indem sie das Smartphone in Verbindung mit dem Mobilfunkvertrag in monatlichen Raten abzahlen. Diese Möglichkeit erhalten vor allem Verbraucher, die eine ausreichende Bonität vorweisen können. Wie bei anderen Krediten wird von vielen Mobilfunkanbietern vor dem Vertragsabschluss die Bonität der Verbraucher überprüft, um sich gegen eventuelle Zahlungsausfälle abzusichern. Abhängig von dem jeweiligen Anbieter werden neben der Schufa weitere Auskunfteien herangezogen, um Informationen über Verbraucher einzuholen. Je mehr negative Vermerke über Verbraucher bei Auskunfteien gespeichert sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der neue Mobilfunkvertrag nicht zustande kommen kann. Viele Mobilfunkanbieter ziehen nach eigenen Aussagen außerdem weitere, nicht näher definierte Kriterien hinzu, um über die Vergabe eines Vertrags zu entscheiden.

Maßnahmen zur Verbesserung der Bonität ergreifen

Um zu verhindern, dass der Mobilfunkanbieter den Vertragswunsch zurückweist, können Verbraucher zuvor eine Bonitätsauskunft einholen. Sollten Verbraucher hier einen geringen Score-Wert feststellen, sollten umgehend Maßnahmen zur Verbesserung ergriffen werden. Einerseits lässt sich der Schufa-Score aktiv verbessern, indem überflüssige Girokonten und Kreditkarten gekündigt werden - offenbar bewertet die Schufa eine größere Anzahl von Kreditkarten und Girokonten negativ. Gleiches gilt für ungenutzte Mobilfunkverträge. Besonders wichtig ist ebenfalls die pünktliche und vertragsgemäße Zahlung aller offenen Rechnungen, um sich vor Zahlungsausfällen und ungewollten negativen Schufa-Einträgen zu schützen.

Zudem ist es ratsam die Aufnahme mehrerer Kleinkredite zu vermeiden, die sich negativer auf den Schufa-Score auswirken als der Abschluss eines größeren Kredits. Andererseits sollten Verbraucher die bei der Schufa gespeicherten Einträge hinsichtlich Korrektheit sowie Aktualität zu überprüfen. Sind hier fehlerhafte Informationen gespeichert, sollten Verbraucher unverzüglich entsprechende Einträge löschen lassen oder eine Korrektur veranlassen. Die Verbraucherzentrale hält zu diesem Zweck einen kostenlosen Musterbrief zur Löschung von Schufa-Einträgen bereit.

Anpassung des Schufa-Scores mit zeitlicher Verzögerung

Veränderungen durch ein optimiertes Zahlungsverhalten oder die Löschung von fehlerhaften Informationen sind nicht direkt bemerkbar, da der Basis-Score der Schufa nur alle drei Monate aktualisiert wird. Langfristig gesehen zahlt sich die Verbesserung der Bonität jedoch nachweislich aus und kann dazu führen, dass Verbraucher, denen zuvor aufgrund mangelnder Kreditwürdigkeit der Abschluss eines Mobilfunkvertrages verwehrt wurde, nun Kunde beim Anbieter ihrer Wahl werden können. Sollte die Verbesserung der Bonität länger dauern oder nicht den gewünschten Erfolg erzielen, stellt eine Prepaid-Karte eine Alternative zum Mobilfunkvertrag dar.

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  • Quelle: red | Foto/Montage Frau: geralt / Gerd Altmann, Foto Mann: Slitterphoto / Rudy and Peter Skitterians, beide Bilder pixabay und Lizenz CC0 Public Domain
  • Zuletzt geändert am 24.11.2017 - 08:20 Uhr
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