Schutz vor Einbruch - welche Maßnahmen kann man ergreifen?

Schutz vor Einbruch - welche Maßnahmen kann man ergreifen? Görlitz, 15. Januar 2016. Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland steigt. Viel dramatischer als der Verlust von privaten Wertgegenständen ist für den Großteil der Opfer der psychologische Aspekt. Die Tatsache, dass sich jemand unbefugt Zutritt in die eigenen vier Wände verschafft hat hat oft weitreichende psychische Auswirkungen. Nicht nur Villenbesitzer sind Ziel der Verbrecher, rein theoretisch kann jeder Opfer eines Einbruchs werden. Wie kann man sich also wirkungsvoll schützen?

So können Sie Einbrüche unwahrscheinlicher machen

Eines vorweg: Einen hundertprozentigen Schutz vor Einbruch gibt es leider nicht. Diese Tatsache muss man akzeptieren. Dennoch ist es keineswegs zwingend notwendig, teure Alarmsysteme zu installieren, vielmehr kann man schon mit wenig Aufwand dafür sorgen, dass potenzielle Einbrecher abgeschreckt, gehindert oder erst gar nicht auf das eigene Haus / die eigene Wohnung aufmerksam werden.

Tipp 1: Fenster und Türen schließen

Dieser Tipp mag vielleicht etwas banal klingen: Offene Fenster und nicht abgeschlossene Türen sind für Einbrecher eine willkommene Einladung. Wer das Haus verlässt, sollte daher immer die Fenster schließen und die Türen abschließen, diese nicht nur ins Schloss fallen lassen. Dies gilt mitunter als fahrlässig und sogar der Versicherungsschutz kann erlöschen, wenn eine solche Unaufmerksamkeit nachgewiesen werden kann. Dies gilt nicht nur für die unteren Geschosse eines Hauses, sondern auch für die oberen Etagen.
Einen "Notfallschlüssel" unter der Fußmatte oder einem Stein zu verstecken, ist ebenfalls nicht zu empfehlen.

Tipp 2: Bei längerer Abwesenheit Anwesenheit vortäuschen

Ein alter, aber effektiver Trick, Einbrecher an ihrem Handwerk zu hindern ist das Vortäuschen von Anwesenheit. Wer keine Nachbarn darum bitten kann, die Rollläden hoch und runter zu ziehen oder ab und an den Fernseher und Licht einzuschalten, kann sich mit kostengünstigen Zeitschaltuhren Abhilfe schaffen.
Ein weiteres sicheres Indiz für Abwesenheit ist ein überquellender Briefkasten. Es besteht die Möglichkeit, die Post während des Urlaubs abzubestellen und für die Dauer der Abwesenheit lagern zu lassen. Alternativ kann man Nachbarn bitten, den Briefkasten regelmäßig zu überprüfen.

Tipp 3: Überwachungskameras

Überwachungskameras sind zum Einen eine oft effektive Abschreckmaßnahme, zum Anderen können sie im Falle eines Einbruchs Informationen zur Aufklärung und Identifizierung der Täter machen. Dabei sind Überwachungskameras heute bei weitem nicht mehr kostenintensiv und moderne IP Kameras bieten darüber hinaus viele sinnvolle Zusatzfunktionen.
Im Internet findet man mitunter viele weiterführende Informationen sowie Tipps zur Fehlervermeidung beim Einsatz von Überwachungskameras.

Tipp 4: Einbruchsschutz an Türen und Fenstern

Es lohnt sich, alle potenziellen Eingänge und somit auch die Fenster zusätzlich zu sichern. Auf der einen Seite kann man die bestehenden Fenster und Türen gegen einbruchssichere Varianten austauschen, wem dieser Aufwand zu kostspielig ist, kann sich mit Zusatzsicherungen behelfen. Diese werden an den Fenstern angebracht und erschweren potenziellen Einbrechern den Einstieg. Für Türen gibt es sogenannte Panzerriegel, die die Tür zusätzlich sichern.

Die Polizei bietet darüber hinaus regelmäßig Informationsveranstaltungen an, auf denen sich Bürger über aktuelle Entwicklungen und wirksame Tipps zur Einbruchsprävention auf dem Laufenden halten können. Genaue Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen erhält man auf den Seiten der jeweiligen Landespolizei.
Darüber hinaus betreibt die Polizei eine eigene Informationsseite zum Thema Einbruchschutz.

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  • Quelle: red | Foto: Peggy_Marco / Peggy und Marco Lachmann-Anke, pb Lizenz CC0 Public Domain
  • Zuletzt geändert am 15.01.2016 - 01:51 Uhr
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