In der Diesterwegschule wird wieder gelernt

In der Diesterwegschule wird wieder gelerntGörlitz-Zgorzelec. Am Morgen des 28. Februar 2011 übergab der Görlitzer Oberbürgermeister Joachim Paulick den symbolischen Schlüssel an die Schulleiterin der Grundschule Martina Schwedler sowie an die Fachbereichsleiterin des Förderschulzentrums Marlit Keller. Pünktlich zum Beginn des Schulhalbjahres kann somit der Schulbetrieb der Grundschule und des Fachbereiches Sprache des Förderschulzentrums starten - Schüler, Lehrer und Eltern freuen sich, dass die Grundschule in Rauschwalde wieder genutzt werden kann. Oberbürgermeister Paulick und beide Schulleiterinnen dankten all denjenigen, die es ermöglicht haben, dass die Diesterwegschule saniert werden konnte. Bereits am 21. Februar war der nebenan neu errichtete Hort Ameisenhügel seinen Nutzern übergeben worden.

Wie ein Neubau von innen

Wie ein Neubau von innen

Oberbürgermeister Paulick übergibt den Schlüssel zur sanierten Diesterwegschule.

Bis zur zweiten Ferienwoche der Winterferien erfolgten die letzten Arbeiten in der Diesterwegschule. Es wurden die Kantenschutzschienen in den Fluren aufgeklebt, Türpuffer und Türbeschläge angebracht sowie restliche Malerarbeiten erledigt. Während der Winterferien wurden die Schulausstattung sowie die Lehr- und Unterrichtsmittel von der Jonas-Cohn-Straße in die Schule auf der Paul-Taubadel-Straße zurückgebracht. Derzeit lernen in der Diesterwegschule 230 Grundschüler, darunter sieben integrierte sprachbehinderte Schüler in den Grundschulklassen sowie 71 Förderschüler.

Zielstrebig arbeiteten die Architekten und Planer mehrerer Ingenieurbüros, wie z. B. das Eichler Ingenieurbüro, das Ingenieurbüro Bisch GmbH, das Ingenieurbüro Bayer, das Planungsbüro Koschitza und der Sicherheitskoordinator Lutz Reichelt daran, das Objekt fristgerecht zu übergeben. Ihnen und allen beteiligten Firmen, wie dem Bauunternehmen Jürgen Szust, der Telecom Görlitz GmbH, HSKG - moderne Haustechnik Kamenz, dem Metallbaumeister Klaus May, den Malerwerkstätten Werner GmbH, der Keramik Löbau Bau GmbH sowie den Baubetrieben Thamm und Schulz und der Löbauer Dachdecker & Klempner GmbH, um nur einige zu nennen, sei für die gute und planmäßig ausgeführte Arbeit gedankt. Ebenso ist dem Städtischen Betriebshof und der Firma Wiesenhütter, die tatkräftig den Umzug meisterten, zu danken.

Konjunkturpaket II machte Sanierung möglich

Die Stadt Görlitz erhielt am 25.05.2009 den Zuwendungsbescheid für die Fördermittel aus dem Konjunkturpaket II des Bundes. Am 27.08.2009 fasste der Stadtrat den Baubeschluss für die Sanierung der Diesterwegschule. Am 17.03.2010 begannen die Baumaßnahmen, nachdem der Schulbetrieb der Grundschule und des Fachbereiches Sprache in das Schulgebäude der ehemaligen Mittelschule Weinhübel auf der Jonas-Cohn-Straße für ein Jahr ausgelagert wurde.

Auflagen aus dem Brandschutz machten es erforderlich, die beiden Treppenhäuser mit einem Flur zu verbinden. Diese notwendigen Flure zur Herstellung eines zweiten Rettungsweges und der Einbau von Garderoben in den einzelnen Etagen gingen zu Lasten der Flächenanteile von Unterrichtsräumen. Die Räume wurden funktionell neugeordnet, es wurden Fachkabinette in das Keller- und Dachgeschoss verlagert und Schallschutzdecken eingebaut.

Defizite im Gesundheits- und Unfallschutz bedeuteten, dass die Geländer in den Treppenhäusern sowie Fußbodenbeläge und der Unterbau erneuert werden mussten. Die Brandschutzertüchtigung und der Umbau machten eine Erneuerung der gesamten Elektrotechnik sowie eine komplette malermäßige Instandsetzung der Schule notwendig.

Die komplette Fassade der Diesterwegschule wurde saniert, die Fenster erneuert und im Anbau – dem Neubauteil der Schule – dient ein Wärmeverbundsystem, welches an der Außenfassade eingebaut wurde, der Verbesserung des Wärmeschutzes. Lediglich im historischen Teil war dies aus denkmalpflegerischen Gründen nicht gestattet.

Die Räume im gesamten Schulgebäude wurden neu konzipiert. Das wurde notwendig, weil durch die zusätzlichen Flure in den Etagen sechs große Unterrichtsräume weggefallen sind. Die entstandenen kleinen Räume werden für Gruppen- und Förderunterricht sowie für Therapiezwecke genutzt. Im gesamten 2. Obergeschoss sowie im rechten 1. Obergeschoss befinden sich nun die Unterrichtsräume der Grundschule. Der linke Gebäudeteil beherbergt vom 1. Obergeschoss bis zum Untergeschoss den Fachbereich Sprache. Im rechten Erdgeschoss stehen dem Hort „Ameisenhügel“ perspektivisch drei große Räume zur Verfügung. Im Untergeschoss konnten sowohl für die Grundschule als auch für den Fachbereich Sprache Unterrichtsräume für den Kunstunterricht geschaffen werden.

Gekostet hat die Sanierung runde 1.450.000 Euro, wobei 898.963 Euro Fördermittel aus dem Konjunkturpaket II des Bundes kommen.

Angucken!
Wer vor Ort persönlich das Schul- und das neu gebaute Hortgebäude besichtigen möchte, kann dies gern am 13. April tun. Denn da wird es einen „Tag der offenen Tür“ geben, an dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind.

Bereits am 1. März 2011 können alle Interessierten die Diesterwegschule in der Zeit von 15 bis 17 Uhr besichtigen.

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  • Quelle: red
  • Zuletzt geändert am 01.03.2011 - 02:16 Uhr
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