Berzdorfer See erreicht 2011 Endstand
Senftenberg / Zły Komorow. Die Braunkohlesanierung ist im Jahr 2010 wieder ein gutes Stück vorangekommen, seien es die Böschungssicherungen am Partwitzer See oder das erfolgreiche weitere Fluten des Zwenkauer See. Aber auch neue Herausforderungen für die LMBV sind mit den Grundbrüchen in Kippenbereichen im zurückliegenden Jahr in der Lausitz verbunden. Davon sind viele Nutzungen an den jungen Bergbaufolgeseen jedoch überhaupt nicht betroffen.
Grundbrüche machen vorsorglich weiträumige Absperrungen nötig
Der Auslöser zum Grundbruch bei Spreetal wurde inzwischen identifiziert, aber das Ausmaß dieses Ereignisses sowie die sonstigen Geländeeinbrüche auf den noch in Sanierung befindlichen Innenkippen waren für die LMBV und die Bergbehörden Veranlassung, mehr als 13.000 Hektar Flächen in der Lausitz vorsorglich abzusperren.
Erneute Untersuchung der Standsicherheit
Für notwendige Arbeiten innerhalb der Sperrbereiche wurden in der Regel Verhaltensanforderungen übergeben, die eine weitere - teilweise eingeschränkte - Nutzung der Flächen erlauben. Die Standsicherheit dieser vormals für landwirtschaft- und forstliche Nutzungen freigegebenen Flächen wird gegenwärtig einer erneuten Prüfung unterzogen.
Grundbruch bei Lohsa führt zu Absperrungen
Hilfreich dabei wird auch der sich im Februar 2011 bildendende „Geotechnischer Beirat“ mit Wissenschaftlern und Technikern aus ganz Deutschland sein, der die LMBV dabei unterstützen wird, eventuell vorhandene theoretische Wissens- und Kenntnislücken der Geomechanik praxisorientiert zu schließen. Die Notwendigkeit dafür unterstrich ein weiterer Grundbruch, der am 26. Dezember 2010 in einem Kippenwald bei Lohsa westlich der Lippener Teiche festgestellt wurde.
Nach ersten Einschätzungen des Sächsischen Oberbergamtes sind weitere Ereignisse in dem betrachteten Gesamtgefahrenbereich aufgrund der vorhanden gleichartigen Kippenböden und hydrologischen Randbedingungen nicht auszuschließen. Daher wurden diese Bereiche vom Sächsischen Oberbergamt per Allgemeinverfügung vom 31. Januar 2011 gesperrt.
Sanierungsgeschäft im Plan
Zu den Höhepunkten des planmäßigen Sanierungsgeschäfts der LMBV gehören im Jahr 2011 u.a. das Erreichen der Zielwassermarken im Geiseltalsee und im Berzdorfer See sowie der Bau der Aus- und Einläufe zur Hochwasserentlastung der Weißen Elster am und zum Zwenkauer See für den Hochwasserschutz der Stadt Leipzig. Auch die Arbeit an den Lausitzer Überleitern soll intensiv fortgesetzt werden.
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- Quelle: red
- Zuletzt geändert am 08.02.2011 - 00:23 Uhr
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