Treffen der Bürgermeister von Görlitz und Zgorzelec
Görlitz-Zgorzelec. Am 19. August 2010 fand in der Stadtverwaltung Zgorzelec das erste Treffen zwischen dem Görlitzer Oberbürgermeister Joachim Paulick und dem Zgorzelecer Bürgermeister Rafal Gronicz nach der Augustflut statt. Unmittelbar nach dem Flutwochende hatten die beiden Bürgermeister am 9. August 2010 miteinander telefoniert und Bereiche der eventuellen gegenseitigen Hilfe abgesteckt. Nun trafen sie sich zum weiteren Austausch und zur Bekräftigung der guten Zusammenarbeit.
Paulick dementiert Gerüchte
Hauptthema im Gespräch der beiden Stadtväter war das Vorankommen bei den Aufräumarbeiten nach der Überschwemmung sowie der Austausch von Informationen über die Flutschäden auf beiden Seiten der Neiße. Oberbürgermeister Paulick sprach dabei auch das Thema Pressemeldungen an und dementierte Gerüchte über angebliche Ansprüche der Stadt Görlitz an Zgorzelec.
Beide Bürgermeister zeigten sich mit der bisherigen Zusammenarbeit zufrieden. Sie haben auch nicht vor, von bewährten Prozeduren, die für derartige Krisensituationen erarbeitet wurden, abzuweichen, obgleich sie aufmerksam die Arbeit der berufenen deutsch-polnischen Kommission, die sich mit der Effizienz des Informationsflusses in Krisensituationen im Dreiländereck beschäftigt, verfolgen werden. Der deutsche und der polnische Bürgermeister diskutierten Erfahrungen und Ansichten zu den neuesten Ereignissen, zum Schluss des Treffens tauschten sie vor Pressevertretern ihre Handynummern aus - diverse Medien hatten in der Vergangenheit ausgiebig über angeblich fehlende private Kontakte zwischen den Stadtvätern berichtet.
Gleichsam unterstrichen beide übereinstimmend, man sollte in so ernsthaften Ereignissen wie Krisensituationen nicht erwarten, festgelegte Verfahrensweisen außer Kraft zu setzen. Beide sind der Meinung, dass diese Strukturen en überlegtes und effektives Handeln ermöglichen. Ferner hoffen Gronicz und Paulick, dass die aufgrund der jüngsten Ereignisse berufene Kommission Fehler in der gegenseitigen Kommunikation aufdeckt, die in Folge abgestellt werden können. Davon könne die Europastadt Görlitz/Zgorzelec nur profitieren.
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- Quelle: red
- Zuletzt geändert am 24.08.2010 - 14:12 Uhr
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