Lange bestätigt
Landkreis Görlitz. Die absolute Mehrheit der Stimmen konnte der Landrat des Niederschlesischen Oberlausitzkreises Bernd Lange bei der Nachwahl zum Landrat des künftigen Landkreises Görlitz am 22. Juni 2008 auf sich vereinen. Die Kandidaten von den Linken, den freien Wählern und der NPD blieben weit abgeschlagen. Wermutstropfen ist die geringe Wahlbeteiligung. Nur knapp 25 Prozent der Wahlberechtigten machten sich wirklich auf die Socken zur Wahlurne.
Das Versagen der Kandidaten - Kommentar
Zu beneiden ist der Mann ja nicht: Ein langer Weg liegt vor ihm.
Neben der nicht gerade kurzen Wahlperiode von sieben Jahren wird es für den Landrat immer wieder mal ein langer Marsch sein durch den neuen Landkreis, der es in der Nord-Süd Ausdehnung locker auf hundert Kilometer bringt. Ob seiner Gestalt hat der Kreis bereits einen Spitznamen, der sich ehrenvoll an einer einst begehrten Südfrucht orientiert. Schweigen wir, um nicht weitere Schlussfolgerungen zu provozieren.
Zu Bernd Langes Hauptaufgaben wird es gehören, die ostsächsische Einheit herzustellen - zwischen dem strukturschwachen Norden des entstehenden Landkreises Görlitz und dem stärkeren Süden, zwischen der preußisch-niederschlesisch geprägten Mentalität in der niederschlesischen Oberlausitz und dem böhmisch-habsburgisch-sächsischem Südzipfel, von den Görlitzern, die es stets verstanden, noch eine Extrawurst aufzulegen, ganz zu schweigen.
Sieben Jahre sind ... manchmal eine kurze, manchmal eine lange Zeit. Wünschen wir Bernd Lange also viel Kraft, das nötige Stückchen Glück und viele Unterstützer bei der Lösung der kleinen und großen Aufgaben des Alltags.
Es wird sich zeigen, wer hinter dem neuen Landrat steht, denn das strahlende Wahlergebnis wird getrübt durch die geringe Wahlbeteiligung. Dass nur so wenige Wähler den Weg in die Wahlkabnine fanden, hat seine Ursache, so ist anzunehmen, im ausgebliebenen Wahlkampf.
Was sind das für Politiker, die zwar kandidieren, aber aus Verzagt- oder gar Faulheit auf jeden Wahlkampf verzichten? Wer dann noch auf´s Wahlvolk ob seiner Wahlmüdigkeit schimpft und den Bürgern mangelnde Mitwirkung in der Demokratie unterstellt, sollte sich erstmal an die eigene Nase fassen.
Die zu finden, dürfte für Politiker im Allgemeinen nicht so schwierig sein,
denkt Ihr Fritz R. Stänker
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- Quelle: /FRS | Erstveröffentlichung am 23.06.2008 - 08:43 Uhr
- Zuletzt geändert am 23.06.2008 - 08:43 Uhr
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