Der Berzdorfer See ist in Besitz genommen

 

Der Berzdorfer See ist in Besitz genommenGörlitz. Der Berzdorfer See ist mit zwei mehr oder weniger provisorischen, dafür offiziellen Badestellen touristisch weitgehend ungenutzt. Weit gefehlt - am Wochenende (Bilder vom 10. Juli 2011) ist der gesperrte Strandbereich belagert wie die Ostseeküste. Am See, so scheint es, läuft die Entwicklung schneller, als sie planbar ist. Die gastronomische Versorgung hat an Qualität zugelegt.

 

Und das entwickelt sich

 

Und das entwickelt sich
Offiziell geht wenig am Berzdorfer See - doch das Leben hat längst entschieden.
Fotos: BeierMedia.de

 

Mein lieber Kossonossow, das Leben, das entwickelt sich am Berzdorfer See, da lässt sich nichts mehr aufhalten - auch wenn der aus Görlitz-Weinhübel anreisende Besucher am Viadukt mit einem Sperrschild samst Vermerk "Baustellenfahrzeuge frei" ausgebremst wird. Doch offenbar haben die bade- und sonnenhungrigen Seebesucher den Begriff "Baustellenfahrzeug" neu definiert: Fahrrad sowieso, Motorrad, Quad, Auto - schließlich sind alle irgendwie baustellengeeignet und dringen bis zum Uferbereich vor.

Es scheint ein renitentes Völkchen, das den Berzdorfer See in seinen Besitz nimmt, denn auch die Schilder, die den Strand als LMBV-Betriebsgelände, das von Unbefugten nicht betreten werden darf, ausweisen, werden in gemeinschaftlicher Überzeugung ignoriert. Die Spaßgesellschaft will Spaß um jeden Preis, mögliche Gefahren sind ausgeblendet.

An den Ruinen von Deutsch Ossig haben sich Imbiss-Stände angesiedelt. Bierwagen, Eisverkauf aus dem Transporter und - äußerst wohltuend - die Hütte der CARARI-Erlebnisgastronomie. Hier geht es freundlich und flott zu, dezent-beschwingte Musik und die Möblierung schaffen das Gegenstück zur Ballermann-Kultur.

An den Biertischen wie auf den Parkplätzen ist deutlich sichtbar, dass der Berzdorfer See das vielleicht erste wirklich angenommene trinationale Projekt im ostsächsischen Dreiländereck ist. Das Sprachgewimmel und die Autokennzeichen belegen, dass schätzungsweise jeder fünfte Besucher aus Polen oder Tschechien kommt. CARARI hat längst mit mehrsprachigen Menükarten reagiert, das sollte für den gesamt See verpflichtender Standard werden.

Der Tag am See: Die Bevölkerung der Region hat den Berzdorfer See in Besitz genommen.

Mehr:
http://www.berzdorfer-see.de
http://www.berzdorfersee.de
http://www.carari.de

 
Galerie
Galerie
 
Gastronomische Versorgung Alles noch gesperrt Gestrandet
Kommentare
Lesermeinungen (0)
...Ihre Meinung schreiben!
 
Lesermeinungen geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion, sondern die persönliche Auffassung der Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zu sinnwahrender Kürzung vor.

Schreiben Sie Ihre Meinung!

Name:
Email:
Betreff:
Kommentar:
 
Informieren Sie mich über andere Lesermeinungen per E-Mail
 
 
 
Weitere Artikel aus dem Ressort
Weitere Artikel aus dem Ressort
 
  • Quelle: TEB / Fotos: BeierMedia.de
  • Zuletzt geändert am 11.07.2011 - 07:34 Uhr
  • drucken Seite drucken
 
 
 
 

 
 
 
Heute: 6551
Insgesamt: 15522018
Tagesmaximum: 48095
Tagesschnitt: 12806
 
Benutzerdefinierte Suche