Görlitzer in der Gewalt Stalins und der SED
Görlitz. Der Historiker Dr. Ronny Kabus, geborener Görlitzer, greift ein schmerzliches Thema auf. Sein Buch »„… weine ich täglich um meinen Vater." In der Gewalt Stalins und der SED« handelt von den zivilen Opfern des Zusammenwirkens der sowjetischen Geheimpolizei, der KPD/SED und der SBZ/DDR-Machtorgane von 1945 bis 1955. Es zeigt am Beispiel der damaligen Großstadt Görlitz, wie die „antifaschistisch-demokratische Neuordnung“ in Wirklichkeit aussah.
Im seinem Buch zeigt Kabus, wie die in der Bevölkerung fest verankerte Sozialdemokratie im Zuge der Stalinisierung ausgeschaltet und die sich neu gründenden bürgerlichen Block-Parteien CDU und LDPD ebenfalls gewaltsam „gesäubert“ und gleichgeschaltet wurden.
„Kapitalisten“, Vertreter von Politik, Verwaltung, Kultur und Kirchen, aber auch einfache Bürgerinnen und Bürger landeten unter oft irrsinnigen Anschuldigungen in den sowjetischen Speziallagern der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ), in den GULags der Sowjetunion oder vor den Hinrichtungskommandos. Die Überlebenden verbrachten oft weitere Jahre in DDR-Zuchthäusern. Erinnert wird an geschätzte 1.000 Görlitzer Opfer der stalinistischen Gewaltexzesse, die mehr als ein Drittel der Betroffenen nicht überlebten.
Eine Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung, Regionalbüro Dresden in Kooperation mit dem Kulturreferenten für Schlesien.
Prädikat: Hingehen!
Buchvorstellung von Dr. Ronny Kabus
Donnerstag, 30. Juni, 19 Uhr
Schlesisches Museum zu Görlitz
Eingang Fischmarkt 5
Eintritt frei!
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- Quelle: red
- Zuletzt geändert am 25.06.2011 - 08:46 Uhr
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