Freiheit selbstgemacht

Freiheit selbstgemachtSchwarzenberg | Turisede. Welcher Staat wünscht sich das nicht: Begeisterte Bürger salutieren und sind bereit zur Verteidigung der Vergangenheit und des kulinarischen Genusses. Zu erleben war solches zum 65. Jahrestag der Freien Republik Schwarzenberg. Dazu wurde am 19. Juni 2010 das quicklebendige Erzgebirgsstädtchen kurzerhand in vier Besatzungszonen der Weltkriegs-Siegermächte aufgeteilt, während im Herzen der Stadt, auf dem Marktplatz, die berühmt gewordene unbesetzte Zone ihre Wiederauferstehung feierte. Natürlich durfte, der Nachkriegszeit entsprechend, auch ein richtiger Schwarzmarkt (Schwarzenberg gilt als Ort der Erfindung des Schwarzmarktes, daher der Name) nicht fehlen.

Erstmals Zentral-Lausitz dabei

Erstmals Zentral-Lausitz dabei

An der Seite der Sieger der Geschichte: Die Freie Republik Schwarzenberg.
Fotos: BeierMedia.de

Neu für die Schwarzenberger war eine Initiative, geboren in der Zentral-Lausitz. Die Kulturinsel Einsiedel präsentierte sich als Ziel für den Kurzurlaub und warb mit der turisedischen Krönungszeremonie, die ab dem 28. Juli 2010 jeweils an sechs von sieben Wochentagen (außer sonntags) zur erleben sein wird.

Zwei Holzgestalter machen Diplomatie


Der angestrebte Kultur-und Urlaubsaustausch erfolgt selbstverständlich im Rahmen von diplomatischen Beziehungen zwischen dem auf der Kulturinsel Einsiedel ausgegrabenen Königreich Turisede und der Freien Republik Schwarzenberg (FRS). Dahinter stecken - welch Zufall - zwei Holzgestalter, die sich, wie man so sagt, gesucht und gefunden haben: Jürgen Bergmann, der mit seiner Künstlerischen Holzgestaltung europaweit und darüber hinaus Abenteuerspielplätze baut, und Jörg Beier, der mit seiner Kunst die Traditionen des Erzgebirges bar jeder Volkstümelei aufgreift und zudem als Galerist (Galerie Silberstein) bekannt ist.

"Die Beziehung funktionierte sofort, das ist bei uns Holzern so", blickt Beier auf die ersten Kontakte zurück. Die Freie Presse, meistgelesene Tageszeitung Sachsens, hatte in Ihrer Schwarzenberger Ausgabe vom 19. Juni 2010 ausführlich berichtet, wie die Turiseder den Kontakt zu den Schwarzenbergern aufnahmen.

Einladung an die Schwarzenberger

"Beide Gebilde - FRS wie Turisede - haben handfeste historische Wurzeln und wir freuen uns, ein so stolzes und unabhängiges Gebirgsvolk wie die Schwarzenberger zu unseren Freunden zählen zu dürfen", erklärt der turisedische Inselkönig Bergamo, den ein wichtiger Staatsfeiertag von der Reise nach Schwarzenberg abgehalten hatte. Am späten Abend des 19. Juni nämlich begann in Turisede, gelegen im äußersten Osten Sachsens bei Görlitz, das MYSTUM, die Nacht der verbotenen Spiele. "Das sollten sich die Schwarzenberger, von denen mir ein gewisser Hang zu Aberglaube, Grusel- und allerlei Bettgeschichten berichtet wird, im kommenden Jahr nicht entgehen lassen", wirbt Bergamo um Touristen, die wichtigste Einnahmequelle seines Reiches.

Tatsächlich steigen hier übers Jahr verteilt Festivals, die zum "anders sein" einladen. So werden zum FOLKLORUM am ersten Septemberwochenende deutlich mehr als 10.000 Gäste erwartet. Aber auch dazwischen lässt sich hier im wahrsten Sinne des Wortes eine Welt entdecken: Mehr als 500 Meter unterirdische Gänge, eine abenteuerliche Neißefähre in die Traumwelt des ganz nahen Polens, ein Märchenschloss und vieles mehr laden ein. Übernachten kann man auch gleich, in einem Erdhaus, im Waldsiedlum oder im Ersten Deutschen BH-Hotel, wobei BH für Baumhaus steht.

Ein Theater zum Essen

Ganz neu ist die turisedische Krönungshalle, die zum "Theater zum Essen" einlädt. Dieses nach historischer Vorlage wiedererrichtete Krönum bietet die Kulisse für eine turisedische Krönungszeremonie, die von einem Sieben-Gänge-Menü begleitet wird. Dazu findet sich eine ganze Schar professioneller Künstler ein, die mit ihren Auftritten auf 23 Ebenen die Gäste mitreißen. "Als Teil des grüngeringelten Abenteuerfreizeitparks wendet sich Turisede nicht allein an Kinder und Familien, sondern auch an Erwachsene, die einen Tag oder mehrere in eine fremdartige Kultur abtauchen wollen", so König Bergamo. Als Einrichtung zum Kennenlernen der Turisede-Kultur empfiehlt er das HISTORUM, das als Museum die Geschichte und den Untergang des Turisede-Volkes bewahrt.

Das Turiseden-Reich gestattet es, ein anderes, kinder- und zukunftszentriertes Gesellschaftsmodell zu ergründen - so, wie die Freie Republik Schwarzenberg ihren Charme aus einer vernunftgeprägten Regierung gewinnt.

Hinfahren muss man selber - dank Autobahn nur zwei Stunden Fahrzeit

Besuchenswert sind beide: Schwarzenberg als die Perle des Erzgebirges, die an jeder Ecke und hinter jeder Haustür mit Traditionen, Geschichte und Geschichten aufwartet, und die Kulturinsel Einsiedel, der wohl verrückteste Abenteuerpark im Erdenkreis mit der geheimnisvollen Welt der Turisede.


Mehr:
http://www.kulturinsel.de (PC-Lautspecher an!)
http://www.freie-republik-schwarzenberg.de

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Demnächst: Das Video zum 65. Jahrestag der Freien Republik Schwarzenberg.

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  • Quelle: red | Fotos:BeierMedia.de | Erstveröffentlichung am 21.06.2010 - 01:11 Uhr
  • Zuletzt geändert am 20.06.2010 - 20:21 Uhr
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