Größter Ritualbau der Zentrallausitz vor Vollendung
Kulturinsel Einsiedel | Turisede. Während die Berliner den Wiederaufbau ihres Stadtschlosses um drei Jahre verschieben müssen, weil das Staatssäckel an Keuchhusten leidet, geht in der Zentrallausitz der Wiederaufbau der turisedischen Krönungshalle seiner Vollendung entgegen. Wenn das so genannte KRÖNUM am 28. Juni 2010 seine Pforten öffnet, dann ist das riesigste und teuerste Bauwerk aller Kulturinselzeiten vollendet. Zu erleben ist für das beteiligte Publikum im KRÖNUM eine turisedische Krönungszeremonie, ein „Theater zum Essen".
Menschen - Tiere - Attraktionen - und Könige!
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Ob es turisedische Gene sind, die solche Ideen entstehen lassen?
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In der Saison werden an sechs von sieben Wochentagen jeweils bis zu 199 Gäste erwartet - zum schmausen und feiern und allem möglichen, was man sich als Königsanwärter eben so herausnehmen darf. Professionelles Theater und Varieté tragen dazu bei, die Gäste im eine Welt vor tausend Jahren zu versetzen.
Versailles erblasst
Beim KRÖNUM handelt es sich um die größte Investition der Kulturinsel überhaupt. In nur einem knappen halben Jahr entstand auf den Fundamentfragmenten der Turisedekultur ein beispielloses Bauwerk mit 199 Sitzplätzen auf 23 Ebenen, einer Bühne und zwei Bars. Ein Labyrinth aus 43 Treppen, vier Leitern und elf Brücken sorgt für „kurze Wege“. Verbaut wurden dafür ca. 70 m³ Robinien, 40 m³ Fichten, sowie 25 m³ Bretter aus Eiche Buche und Fichte. Außerdem ca. 30 Tonnen einheimischer Natursteine und Beton, Beton, Beton!
Der turisedische Krönungspalast lässt in seiner archaischen Pracht selbst das Schloss von Versailles, immerhin auch ein Krönungsort, wie einen blinden Spiegel aussehen. Ludwig der XIV. hätte sicher auf die architektonischen Spielereien verzichtet, wäre ihm die zukunftsweise turisedische Architektur bekannt gewesen.
Und danach?
Ja, es gibt eine Entwicklung nach der Eröffnung des KRÖNUMs. Sobald der Bau bis zum letzen Balken und Stein fertig ist, entsteht im Winter die Abenteuertoilette. Von dem Begriff sollte man sichnicht verwirren lassen, es hat weder mit Abend noch mit teuer zu tun, was dort abgeht.
Bahn frei!
Einst brachte die Eisenbahn den Fortschritt, heute bringt sie den Touristen und den Ausflügler. Jedenfalls in ein von der Zeit vergessenes Dörfchen in der zauberhaften Nachbarwelt. So wird eine Fahrt mit der Tschuk Tschuk Bahn eine Reise in ein märchenhaftes Kinderzeitparadies.
Und nur zwei Kilometer von der Neißezollhausfähre versuchen die Gemeinde Neißeaue und die Insulaner die erste Hängebrücke der Welt zu bauen, die über einen Fluß hinweg Deutschland mit dem Ausland verbindet. Es kann nicht genug gewürdigt werden, dass solche Entwicklungen gerade in der Abgeschiedenheit des mitteleuropäischen Naturparadieses an der Neiße realisiert werden.
Neue Abenteuernächte
Zu neuen Abenteuernächten lädt das Behütum, die alte Feldlagerstätte der Turiseder, ein. Zwischenzeitlich hatten hier die Indianer im Tipisiedlum ein Zelt über dem Kopf, doch nun sind sie ausgezogen, als weg. Genau so wie die Tipis. Entstanden ist ein rekonstruiertes Feldlager, angepasst an den Zelttypos des vor tausend Jahren an dieser Stelle lebenden Volkes der Turiseder.
Deren Sprache ist auch der anheimelnde Name Behütum entlehnt, der sich hervorragend eignet, einen Einblick in die turisedische Grammatik zu geben. So wird dekliniert: Zwei dieser Bauten sind zwei Behütumse, ab mindestens noch einem Bauwerk mehr mehr spricht der Kenner von Behütummis.
Bau auf, bau auf das Baumhaus-Café!
Natürlich braucht jedes Baumhaus-Hotel auch ein Café - nun ist es fertig! Das Baumhaus-Café befindet sich oberhalb des Galerie-Cafés. Damit kulturinsularischen Baumhaus-Gäste dort hin gelangen, müssen sie appetitsteigernde Vorbereitungen absolvieren: Vom BH-Hotel hinabsteigen, sich schnurstracks durch die Abenteuerwildnis schlagen und dann wieder aufsteigen ins BH-Café. Genau das macht ja den Reiz der Kulturinsel: Normal geht gar nicht!
Erstmal könne die Café-Gäste über den neuen Freizeitparkzaun hinweg direkt vom Oder-Neiße-Radweg an den Café-Tisch gelangen. Damit spart man sich den Weg über die Trollpforte und kann auch die kleine Rast nutzen, um Kulturinselatmosphäre zu schnuppern.
Verirrum
Dort, wo im letzten Jahr neben der Trollpforte noch das Werbelabyrinth stand, werden nun verrückte Wände aus der Wandproduktion der Künstlerischen Holzgestaltung inszeniert. Gucken, staunen, überlegen...
Give us today our daily Inselshow!
Unter Linguistikern ist es ausgemachte Sache: Das Wort „Inselshow" hat das Zeug, in den angloamerikanischen Sprachgebrauch zu migrieren. Der offizielle Begriff „Staunum“ beschreibt eher den Besucher-Effekt der täglichen brandneuen Inselshow an jedem Nachmittag!
Mehrum:
http://www.kulturinsel.com
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- Quelle: red | Fotos/Grafik: Kulturinsel Einsiedel
- Zuletzt geändert am 09.06.2010 - 05:34 Uhr
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