Görlitzer Ideen begeistern
Görlitz-Zgorzelec. Rund um die Möglichkeiten zur Energieeinsparung in historischen Städten rankte sich die turnusmäßige Tagung der Arbeitsgemeinschaft Historische Städte, die vom 18. bis 19. März 2010 in Görlitz stattfand. Die Arbeitsgemeinschaft tagt drei Mal im Jahr zum Erfahrungsaustausch und zur strategischen Abstimmung in der Stadtentwicklung. In Görlitz hatte ein Treffen zuletzt im Juni 2008 stattgefunden.

Mehr als Fassade: Energetische Aspekte spielen auch in historischer Bausubstanz eine entscheidende Rolle. | Fotos: BeierMedia.de
Neben der Energieeinsparung in historischen Städten ging es diesmal um die energetische Sanierung unter Beachtung des Denkmalschutzes und der historischen Gebäudesubstanz.
Photovoltaik passt nicht zu historischer Bausubstanz
Nach Meinung der Arbeitsgemeinschaft sollten Bauherren bei der energetischen Sanierung nicht nur Photovoltaik-Anlagen in Betracht ziehen. Diese seien in historischen Städten meist nicht umsetzbar. Besser geeigner wären andere innovative Energiesparkonzepte.
Städtebauförderung erhalten
Auch die finanzielle Seite stand laut Steffen Wackwitz, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft, wieder auf dem Programm. Gerade in Krisenzeiten sollte die Städtebauförderung nicht zu kurz kommen. „Was man jetzt versäumt, hat große Auswirkungen auf die nachkommende Generation“, mahnte Wackwitz in einem Pressegespräch zum Abschluss der Tagung in Görlitz.
Aktuelle Projekte
Einen wesentlichen Bestandteil der Treffen bildet die Vorstellung aktueller Projekte. In Görlitz informierten sich die Teilnehmer der Tagung über die Sanierung und den Umbau des Kaisertrutzes und des Barockhauses Neißstraße 30, den Umbau des ehemaligen Waggonbau Werk I-Geländes zur Polizeidirektion, den Neubau des Landratsamtes, die Jugendherberge Peterstraße/Hainwald sowie das Mehrgenerationen-Wohnprojekt an der Joliot-Curie-Straße. Alle Projekte wurden umfassend in der Sitzung vorgestellt und anschließend bei einem Stadtrundgang besichtigt.
Besonderes Augenmerk der AG Arbeitsgemeinschaft galt dem Mehrgenerationen-Wohnprojekt. Schnell waren sich die Experten darüber einig, dass diese Idee auch in den anderen Städten umsetzbar wäre. Sichtlich beeindruckt hat die Tagungsgäste auch die Jugendherberge inmitten der Altstadt als Beispiel für neues innovatives Bauen in alten Strukturen.
Vorbildliche Städte
Der Arbeitsgemeinschaft Historische Städte gehören Bamberg, Lübeck, Meißen, Regensburg, Stralsund und Görlitz an. Alle Aktivitäten der Mitgliedsstädte dienen der Stärkung und Revitalisierung ihrer Innenstadtstruktur und städtebaulichen Identität. Sie gelten als beispielhaft für andere Kommunen.
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- Quelle: red
- Zuletzt geändert am 21.03.2010 - 09:31 Uhr
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