Lernen bei den Seenmachern
Senftenberg. Auch für das Ausbildungsjahr 2008/2009 werden vom Sanierungsträger LMBV - bekannt durch die Zuständigkeit für die Flutung der ehemaligen Braunkohlentagebaue - wieder Ausbildungsplätze bereitgestellt, insgesamt 20 Stellen. Davon werden mit bewährten und neuen Partnern in verschiedenen regionalen Ausbildungsstätten vier Ausbildungsplätze im Raum Bitterfeld, vier im Raum Leipzig und weitere zwölf in der Lausitz zu besetzen sein.
Zwölf Lehrstellen in der Lausitz

Auszubildende machen sich mit Tagebau-Technik vertraut.
Fotos: /Peter Radke, LMBV
Bereits rund 1.600 junge Leute haben seit dem Bestehen der LMBV hier eine moderne Ausbildung.
Im Sommer 2008 startet in der Lausitz die Ausbildung für vier Konstruktionsmechaniker/innen (Ausbildung bei der RAG Bildung im Berufsbildungszentrum Spremberg, Dauer dreieinhalb Jahre), für vier Bürokaufleute (Ausbildung bei der RAG Bildung im Berufsbildungszentrum Spremberg, Dauer drei Jahre) und für vier Fertigungsmechaniker/innen bei der Gesellschaft zur Aus- und Fortbildung (Ausbildungsstätte bei der GAF Elsterheide OT Spreetal, Dauer drei Jahre).
In Espenhain werden außerdem Immobilienkaufleute und Fertigungsmechaniker/innen ausgebildet.
Nähere Informationen zu den Berufsbildern können Interessenten bei den zuständigen Agenturen für Arbeit erhalten, wo die Ausbildungsplätze auch gemeldet sind.
Bewerbung:
Nur schriftlich an die LMBV mbH,
Personalverwaltung, zu Hd. Frau Veronika Sauert,
Knappenstraße 1 in 01968 Senftenberg.
Mit den Bewerbungen das Abschlusszeugnis vom Sommer 2007 und das Zeugnis vom 1. Halbjahr 2008 einreichen!
Bewerbungsschluss ist für alle Ausbildungsrichtungen der 14. März 2008.
Wissenswertes zur LMBV:
Bereits zum Jahresanfang 2007 hat die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV), ein Unternehmen des Bundes, ihren Sitz von Berlin in die Lausitz nach Senftenberg verlegt. Die LMBV ist seit 1994 als Projektträgerin für die Wiedernutzbarmachung der nicht privatisierten Braunkohleareale im Auftrag des Bundes und der ostdeutschen Braunkohleländer tätig.
Rund vier Fünftel der damit in Verbindung stehenden Arbeiten wurden bisher für mehr als acht Mrd. Euro erledigt. Bis Mitte des nächsten Jahrzehnts werden ein Großteil der Sanierung- und Flutungsaufgaben erledigt sein. Die Braunkohlesanierung hat bisher auch die in sie gesetzten vielfältigen beschäftigungspolitischen Erwartungen erfüllt. Mehrere hundert Menschen hatten bisher in und mit der Bergbausanierung eine anspruchsvolle, zum Teil auch geförderte, Beschäftigung gefunden. Hinzu kommen auch die seit 15 Jahren von der LMBV und deren Vorläuferinnen geleisteten kontinuierlichen, zahlenmäßig degressiven, Ausbildungsbemühungen.
In der LMBV selbst wurden zum Jahresende 2007 noch aktive 569 Bergbau-Ingenieure, Immobilienwirte und Kaufleute an zwei Standorten beschäftigt. Zu dieser Mitarbeiterzahl kamen noch 95 LMBV-Auszubildende hinzu, die gegenwärtig mit der LMBV einen Ausbildungsvertrag haben. Trotz weiter rückläufiger Beschäftigtenzahlen hatte das Unternehmen auch im zurückliegenden Jahr wieder Jugendlichen moderne Ausbildungsplätze anbieten können. 25 neue Ausbildungsplätze wurden im Laufe des Jahres 2007 besetzt.
Zum Jahresbeginn 2008 steuern die noch rund 550 Mitarbeiter (372 in der Lausitz und 172 in Mitteldeutschland) rund 800 Projekte in der bergbaulichen Grundsanierung und bei der Flutung der Bergbaufolgeseen, bei Maßnahmen zur Verbessung der Nachnutzung sowie bei der Gefahrenabwehr aus dem Wiederanstieg des Grundwassers. Bund und Braunkohleländer haben sich bereits 2007 über den Inhalt und den Finanzrahmen eines Drittes Ergänzendes Verwaltungsabkommen (sog. VA IV) für den Zeitraum von 2008 bis 2012 geeinigt und so Planungssicherheit für die Aufgabenerledigung geschaffen. Für diesen Zeitabschnitt bis 2012 hat die LMBV Projekte in der bergmännischen Grundsanierung in einer Größenordnung von 664 Mio Euro geplant und umzusetzen.
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- Quelle: /red | Fotos: /Peter Radke, LMBV
- Zuletzt geändert am 21.01.2008 - 22:22 Uhr
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