Bürger-Hotline zur Schweinegrippe
Sachsen. Ab Montag, dem 9. November 2009, 8.00 Uhr, bietet das sächsische Gesundheitsministerium eine Hotline an, unter der sich Bürgerinnen und Bürger zur „Schweinegrippe“ - übertragen vom Virus H1N1 - informieren können. Das Gesundheitsministerium reagiert damit auf den hohen Informationsbedarf in der Bevölkerung.
Welche Wahrheit zur Schweinegrippe ist die wahre?
Die Bürger-Hotline ist unter Tel. 0351 - 564 - 55 55 von Montag bis Freitag zwischen 8.00 Uhr und 18.00 Uhr erreichbar.
Weitere Informationen sowie Fragen und Antworten zur Neuen Grippe:
http://www.sms.sachsen.de
Kommentar
Ob die grassierende Unsicherheit durch die Gabe weiterer Informationen bekämpft werden kann, ist fraglich. Abzuwägen, so der Eindruck, ist zwischen zwei Wahrheiten.
Einmal hat der Staat aus epidemiologischer Sicht die Aufgabe der Erhaltung der Volksgesundheit. Das ist eine nüchterne Abwägung zwischen den Risiken einer Epidemie und jenen, die sich eventuell aus einer Impfung ergeben.
Die andere Seite ist die persönliche Abwägung des Bürgers, welchem Risiko aus einer Ansteckung oder eben einer Impfung er sich aussetzen möchte.
Problematisch scheint, dass der einzelne Bürger zwar die Entscheidungshoheit über die Impfung - sprich: seinen Körper - hat, aber in den allermeisten Fällen gar nicht der Experte für diese Frage ist. Deshalb auch die anhaltende Verunsicherung, erzeugt durch einander widersprechende Informationen aus unterschiedlichen Quellen.
So berichtete Sarah (Name von der Redaktion geändert), eine junge Frau von Mitte Zwanzig, Ende vergangener Woche von einem Arztbesuch im Landkreis Bautzen: "Der Arzt erzählte mir von einem unter Medizinern verbreiteten Papier, wonach es in Schweden im Zusammenhang mit der Impfung gegen die Schweinegrippe bereits 300 Tote gegeben habe." Eine Impfung wollte der Arzt nur dann vornehmen, wenn die junge Frau eine Erklärung unterschreibt, dass sie für eventuelle Folgen der Impfung allein haften würde. Sie verzichtete auf die Impfung.
Als medizinischer Laie kann ich - anders als andere Laien - keine Empfehlung für oder gegen eine Schweinegrippen-Impfung geben. Allerdings halte ich mich an die Weisheit "Leben gefährdet Ihre Gesundheit!" und genau deshalb werde ich den in einigen Bundesländern knapp gewordenen Impfstoff den Impfbedüftigen nicht wegnehmen.
Auf die Gesundheit!
Ihr Fritz R. Stänker
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- Quelle: /red | /Fritz Rudolph Stänker
- Zuletzt geändert am 08.11.2009 - 12:46 Uhr
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