Nickelallergie – Ursachen und Therapiemöglichkeiten

Nickelallergie – Ursachen und TherapiemöglichkeitenGörlitz, 27. Dezember 2016. Fast zehn Prozent der deutschen Bevölkerung und laut Schätzungen rund 65 Millionen Menschen weltweit sind von einer Nickelallergie betroffen, womit diese eine der häufigsten Kontaktallergien überhaupt ist. Nickel ist in nahezu allen metallischen Gegenständen erhalten, die nicht aus reinen Edelmetallen bestehen: beispielsweise in Modeschmuck, Brillengestellen, Jeansknöpfen oder Essbesteck. Betroffene leiden unter Hautrötungen und -schwellungen. Anders als bei Heuschnupfen reagiert der Körper jedoch nicht umittelbar auf die Allergene: Zwischen Kontakt und Abwehrreaktion des Körpers können mehrere Stunden liegen.
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Ursachen der Allergie

Der Auslöser für die allergische Reaktion bei einer Nickelallergie ist der Kontakt mit einem nickelhaltigen Gegenstand oder einem besonders nickelhaltigen Lebensmittel. Ursache für die Nickelallergie ist eine Überreaktion des Immunsystems: Es erkennt den an sich harmlosen Stoff als Gefahr – und reagiert entsprechend.

Therapie einer Nickelallergie

Eine Nickelallergie ist nicht heilbar. Betroffene sollten daher den Kontakt mit nickelfreisetzenden Gegenständen unbedingt vermeiden. Zur Behandlung von allergischen Kontaktekzemen kann der Arzt kortisonhaltige Cremes, Lotions oder Salben verschreiben. Diese unterdrücken den Juckreiz und sorgen dafür, dass sich das Ekzem zurückbildet. Auch Bäder und feuchte Umschläge mit künstlichen Gerbstoffen oder schwarzem Tee können wirksam sein.

Schmuck für Allergiker

Bei der Schmuckherstellung werden den Edelmetallen meist noch andere Metalle beigefügt. Experten raten daher dazu, beim Kauf von Schmuck etwas tiefer ins Portemonnaie zu greifen – das heißt, auf Qualität zu achten und lieber hochwertige Schmuckstücke aus reinen Edelmetallen wie Gold und Silber zu kaufen. Piercings, Ringe und Ohrringe können sonst schnell die Ursache für Entzündungen und rote Hautstellen sein.

Welche Brille ist zu (er)tragen?

Schätzungsweise rund zwei Prozent der Brillenträger leiden an einer Nickelallergie – sie müssen beim Kauf einer Brille also vorrangig auf das Material achten. Besteht das Gestell nämlich aus Metall, können Stoffe wie Nickel oder Chrom enthalten sein, die eventuell eine allergische Reaktion auslösen. Symptome für eine Brillenallergie sind Hautrötungen, Juckreiz und Pusteln an der Nase und den Ohren. Hautärzte und Optiker raten Allergikern zum Kauf hochwertiger Brillen; tolle Alternativen sind Fassungen aus Kunststoff oder Naturmaterialien – vor allem, da Brillen aus Holz aktuell im Trend liegen. Das natürliche Material ist antiallergen und der Herstellungsprozess belastet die Umwelt kaum.

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  • Zuletzt geändert am 27.12.2016 - 10:10 Uhr
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