Gedenken an NS-Opfer
Görlitz. Der damalige Bundespräsident Roman Herzog hatte den 27. Januar im Jahr 1996 als Gedenktag zur Einnerung an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz ins Leben gerufen. Auch im Jahr 2011 werden der Görlitzer Oberbürgermeister Joachim Paulick und Vertreter des Verbandes der Verfolgten des Naziregimes (VVN) am Mahnmal auf dem Wilhelmsplatz Gedenkworte sprechen.
Gedenkveranstaltung als Zeichen gegen Totalitarismus
Die Stadt Görlitz und der VVN laden die Öffentlichkeit zur Teilnahme an der Veranstaltung ein.
Hingehen!
Freitag, 27. Januar 2011, 11 Uhr,
Wilhelmsplatz Görlitz
Kommentar:
In einer immer rasanter an Komplexität zunehmenden Welt fällt es vielen Menschen zunehmend schwerer, sich zu orientieren. Das Gefühl, ohnmächtig gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen ausgeliefert zu sein wird von denen genutzt, die mit einfachen Rezepten und klaren Regeln mehr Gerechtigkeit versprechen: Den neuen Nationalsozialisten. Und sie treffen im Zuge der Aufspaltung unserer Gesellschaft in Gewinner und Verlierer auf fruchtbaren Boden, nicht nur in den vielzitierten bildungsfernen Schichten, sondern auch in bürgerlichen Haushalten, in denen die Angst vorm sozialen Abstieg umhergeht.
Wer mit den Rattenfängern vom politischen Rand liebäugelt sollte wissen: Mann kann eine Diktatur nicht "beim nächsten Mal besser machen". Wer sagt, dass früher schließlich nicht alles schlecht war, muss stets dazu sagen, welchen Preis die Menschen dafür gezahlt haben.
Demokratie ist - kurzfristig gesehen - nicht sonderlich effizient. Das liegt daran, dass viele Interessengruppen mitreden dürfen und für sich möglichst viel erreichen wollen. Aber Demokratie hat einen alles entscheidenden Vorteil: Sie reguliert sich mittelfristig immer wieder selbst, hat also bei Fehlentwicklungen starke Selbstheilungskräfte. Allerdings: Von alleine festigt sich Demokratie jedoch nicht, sie muss immer wieder durch Aufklärung, Diskussion und Engagement gestärkt werden.
Die Teilnahme an der Gedenkveranstaltung ist ein kleiner Beitrag dazu und ein Zeichen gegen jede Form von Totalitarismus, gegen falsch verstandene Vaterländerei und gegen Ausgrenzung,
denkt Ihr Fritz R. Stänker
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- Quelle: red | Fritz Rudolph Stänker
- Zuletzt geändert am 19.01.2012 - 10:49 Uhr
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