Bergbaufolgeseen entlasten Flüsse
Senftenberg / Zły Komorow | Görlitz-Zgorzelec. Mehrere Bergbaufolgeseen der LMBV tragen dazu bei, Flüsse zu entlasten. Davon profitieren Neiße, Spree, Kleine Spree und Schwarze Elster. Der Berzdorfer See im Süden von Görlitz nimmt seit Sonnabend, dem 8. August 2010, bereits rund 10 Kubikmeter Wasser pro Sekunde ab, wobei etwa acht Kubikmeter über die Entnahmeleitung der LMBV aus der Neiße fließen und ca. zwei Kubikmeter sekündlich aus der Pließnitz zufließen. Bereits am Folgetag war damit der Wasserspiegel im Berzdorfer See auf 183,50 Meter NHN und bis jetzt weiter auf 183,76 Meter NHN gestiegen. Damit sind fast rund 5 Mio. Kubikmeter Neißewasser abgenommen worden.
Die Maßeinheit der Lausitz heißt Kubikmeter pro Sekunde

Die Überleitung vom restloch Koschen in den Sedlitzer See entlastet die Vorfluter. Fotos: LMBV
Darüber hinaus fließen gegenwärtig sekündlich bis zu 15 Kubikmeter in das künftige Speicherbecken Lohsa II, die über den Einlauf aus der Spree kommen. Seit Sonntag 9:30 Uhr wurde hier anfänglich mit zehn Kubikmetern pro Sekunde und später mit voller Leistung Spreewasser aufgenommen (kleines Bild)).
Weiterhin hilft das Restloch Dreiweibern (Dreiweiberner See) mit rund 1,5 Kubikmetern pro Sekunde zur Entlastung der Kleinen Spree beizutragen.
Auch der Speicher Niemtsch (Senftenberger See) und das Restloch Koschen (Geierswalder See) haben seit Sonnabend zur Entlastung der Schwarzen Elster beigetragen. Waren es am Restloch Koschen am Samstag schon drei Kubikmeter pro Sekunde, steigerte sich am Sonntagmorgen die Abnahme auf sechs und beträgt zurzeit bis zu elf Kubikmeter pro Sekunde in das Restloch Koschen. Von dort werden bis drei Kubikmeter Wasser pro Sekunde weiter in den Sedlitzer See geleitet, um die Vorfluter zu entlasten.
Diese Flutungen sind in enger Abstimmung mit den Lagezentren, der Sächsischen Landestalsperrenverwaltung und dem Landesumweltamt Brandenburg erfolgt.
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- Quelle: red | Fotos: LMBV
- Zuletzt geändert am 10.08.2010 - 01:17 Uhr
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